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Regionaltypischer Ensemble-Charakter erhalten

Modernisierung einer Schule im niedersächsischen Visbek
Regionaltypischer Ensemble-Charakter erhalten

Ein gelungenes Beispiel für die energetische Modernisierung per Innendämmung ist die Gerbertschule in Visbek. Die roten Klinkerfassaden der beiden Gebäude bilden eine harmonische Einheit. Diesen regionaltypischen Ensemble-Charakter galt es zu erhalten.

prn | jo

Ein Anfang der 1950er Jahre errichteter Altbau war 1978 um ein zusätzliches Gebäude erweitert werden. An den Fenstergrößen und -anordnungen und den unterschiedlichen Dachformen lassen sich die differierenden Bauzeiten deutlich ablesen.
Um die Schule nun mit einer zeitgemäßen Wärmedämmung auszustatten, ohne die Optik der Gebäudehülle zu verändern, entschied man sich für eine effiziente Innendämmung.
Wärmetechnische Berechnungen
Auf Basis der wärme- und feuchtetechnischen Berechnungen des Ingenieurbüros Stephan Heidtmann aus Vechta fiel die Entscheidung für das Innendämmsystem StoTherm In Comfort, dessen Kernkomponente nicht brennbare Dämmplatten (Baustoffklasse A1) aus dem vulkanischen Glasgestein Perlit sind.
Bei einer Wärmeleitfähigkeit von 0,045 W/mK wurden 10 cm dicke Platten in den Vollgeschossen und 12 cm für den Drempel im Dachgeschoss vorgesehen. Damit entsteht ein Aufbau, der keinen Hohlklang erzeugt. Neben brandschutztechnischen waren auch wirtschaftliche Gründe für die Wahl ausschlaggebend: Das System ist ohne Hydrophobierung schimmelvorbeugend und erlaubt zudem die rationelle Verarbeitung mit der Maschine.
Diffusionsoffen
Die Innendämmung kommt wegen ihrer ausgeprägten feuchteverteilenden Eigenschaften ohne Dampfsperre aus. Stattdessen kann und darf Wasserdampf aus der Raumluft in die diffusionsoffene Innendämmung eindringen. Bei Erreichen des Taupunktes fällt die Feuchtigkeit zwar als Tauwasser an, doch die kapillare Leitfähigkeit des Systems sorgt dafür, dass die Feuchte vom Dämmstoff aufgenommen und von der Tauebene weggeführt wird. Es ist nach Angaben des Herstellers sowohl eine Austrocknung zum Raum als auch zur Fassade hin möglich.
Wärmebrückenfreie Anschlüsse
Ein wichtiger Detailpunkt bei Innendämmungen ist die Ausbildung am Übergang zu allen flankierenden Innenwänden und zur Decke, damit diese einbindenden Bauteile keine Wärmebrücke bilden. Der Anschluss zur Decke konnte innerhalb des Deckenaufbaus gedämmt werden, der dafür von unten geöffnet werden musste. Alle Innenwände erhielten in voller Raumhöhe einen ca. 50 cm breiten gedämmten Streifen aus Leibungsplatten. Falls ein Öffnen der Decke nicht möglich ist, etwa bei Stahlbetondecken, kann ein solcher Streifen auch auf der Deckenunterseite verklebt werden.
Planer: Dipl. Ing. Stephan Heidtmann, Vechta
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