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Abstandhalter für Warme Kante bei Fensterfassaden

Sanierung Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
Breiter Warme Kante-Abstandhalter

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Denkmalschutzauflagen machen die Sanierung von nicht mehr zeitgemäßen Bauten häufig zur Herausforderung. So auch im Fall der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, einer Ikone der Nachkriegsarchitektur. Die adäquate Erneuerung ihrer Fensterfassaden wurde durch einen „Warme Kante-Abstandhalter“ in Extrabreite unterstützt. Damit ließen sich die filigrane Optik erhalten und die Gebäudeenergiebilanz verbessern.

Anforderung:

Sanierung denkmalgeschützter Fensterfassaden: Filigrane Optik erhalten

Lösung:

Wärmedämmung zwischen Glas und Rahmen: Warme-Kante-Abstandhalter 36 mm Breite


In der Nähe vom Tiergarten, in einem Waldstück am östlichen Stadtrand Nürnbergs, befindet sich die Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, älteste Kunsthochschule Deutschlands. Sep Ruf, bedeutender Vertreter moderner Nachkriegsarchitektur in Deutschland, nahm 1950 an einem Wettbewerb zum Neubau der Akademie teil und ging als Gewinner aus dem Verfahren hervor.

Nach seinem Entwurf entstand an der Bingstraße ein eingeschossiges Ensemble aus aufeinander folgenden Pavillons, die über offene Laubengänge miteinander verbunden sind. Sie beinhalten Ateliers, Werkstätten und Bibliothek, Mensa oder Verwaltung. Die Pavillons ordnen sich jeweils um begrünte Innenhöfe und Freiflächen an, die ebenfalls für die künstlerische Arbeit genutzt werden können. Jedes Gebäude gibt den Blick auf Wald und die Grünflächen so großzügig frei, dass die Übergänge zwischen Innen- und Außenraum miteinander verschmelzen. Optische Leichtigkeit, minimale Konstruktionen, raumhoch verglaste Wände und schlanke Dächer sind charakteristisch für die Bauten, die 1988 unter Denkmalschutz gestellt wurden.

Im Laufe der Jahre bereiteten jedoch u. a. die großen Fensterflächen Probleme. Besonders in den Wintermonaten sorgten sie für ungemütliches Raumklima und einen sehr hohen Energieaufwand beim Heizen. In einem ersten Schritt wurde 2020 die notwendige Sanierung des Pavillon 1 erfolgreich abgeschlossen.

Denkmalgeschützte Fassadensanierung mit Warme-Kante-Abstandhalter

Im Zuge der Maßnahmen mit Modernisierung der gesamten Gebäudetechnik wurden auch die Stahl-Glas-Fassaden erneuert. An den Innenhoffassaden erfolgte ein Austausch der Einfachverglasung. An ihre Stelle trat eine Zweischeiben-Isolierverglasung. „Unsere Zielsetzung war die energetische Verbesserung der Gebäudehülle unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes“, erklärt Swantje Schröder, Abteilungsleiterin beim Staatlichen Bauamt Erlangen-Nürnberg. „Dazu sollten die neuen Fassaden in ihren Abmessungen und Profildimensionen den Bestandsfenstern entsprechen. Dies war Voraussetzung für den Austausch der Fassaden am denkmalgeschützten Gebäude.“

Damit die Bautiefe der Originalelemente – sie betrug 80 mm – erreicht werden konnte, war ein großer Scheibenabstand und damit ein ungewöhnlich dimensionierter Warme Kante-Abstandhalter für die maßgefertigten Fassadenelemente erforderlich. 36 mm breit und weiß sollte er sein.

Die Recherche nach einem geeigneten Produkt führte die Planer zum Schweizer Hersteller Swisspacer: Dessen Warme Kante-Abstandhalter „Ultimate“ ist auch in der geforderten Breite von 36 mm erhältlich. Er sorgt für ein hohes Maß an Ästhetik und sichert beste Wärmedämmung im Übergangsbereich vom Glas zum Rahmen. Wichtiger Pluspunkt ist seine besonders geringe Wärmeleitfähigkeit. Durch den Einsatz der passivhauszertifizierten Komponente kann das gewünschte einheitliche Erscheinungsbild erhalten werden.

Das Saint-Gobain Glassolutions Objekt-Center in Radeburg hat die Glasfassadenelemente unter Verwendung des hoch effizienten Warme Kante-Abstandhalters passgenau hergestellt. Die Anmutung der Bauten bleibt unverfälscht erhalten und dem Gebäude sind optimierte Wärmedämmung und damit langfristige Energiekosteneinsparung sicher.


Sanierungsprojekt: AdBK Nürnberg

Bauherr: Freistaat Bayern, vertreten durch das Staatliche Bauamt Erlangen-Nürnberg

Planer: Brenne Architekten, Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
www.brenne-architekten.de


Swantje Schröder, Staatliches Bauamt Erlangen-Nürnberg: „Dazu sollten die neuen Fassaden in ihren Abmessungen und Profildimensionen den Bestandsfenstern entsprechen. Dies war Voraussetzung für den Austausch der Fassaden am denkmalgeschützten Gebäude.“



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