Lichtdurchflutet dank Funktionsgläser

Umbau und Sanierung einer Bildungseinrichtung in Ludwigsburg

Lichtdurchflutet

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Angehende Pädagogen des Staatlichen Seminars für Didaktik und Lehrerbildung können dank der Umnutzung und Sanierung der Finanzgebäude nun in angenehmer Atmosphäre lernen. Funktionsgläser sorgen für Helligkeit – frei nach dem Grundsatz der „Optischen Transparenz“ der Ludwigsburger Nachkriegsmoderne.

Felix Gfroerer und sein Partner August Haag prägten in den 1950er und 1960er Jahren wesentlich die Architektur von Ludwigsburg. „Optische Transparenz“ war dabei ein fundamentaler architektonischer Leitgedanke Felix Gfroerers. Beispielhaft dafür sind zwei pavillonartige Gebäude des 1960 fertig gestellten Finanzamtkomplexes: die Finanzschule und die Kantine. Nach dem Umzug des Finanzamts 2001 blieb ein Denkmal der Nachkriegsmoderne zurück, das nach einer neuen Nutzung suchte. Für Finanzschule und Kantine fand sich diese im Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung.

Doch zuvor waren umfangreiche Umbauten sowie Sanierungsarbeiten nötig. Um insbesondere die gestiegenen energetischen Anforderungen erfüllen zu können, entschied sich das planende Büro Müller Architekten aus Heilbronn für den Einsatz von Funktionsgläsern. Diese unterstützen wirkungsvoll eine effiziente Gebäudehülle und optimieren die Gesamtenergiebilanz des Gebäudes.
Die ehemalige Finanzschule besteht aus zwei Reihen zum Teil zurückspringender Seminarräume, die sich nach Norden und Süden ausrichten und über einen Mittelgang erschlossen werden. Pultdächer überdecken die Klassenzimmer und neigen sich nach innen zum Flachdach des Mittelgangs. Dagegen ist der Kantinenbau ein schlichter Kubus auf fast quadratischem Grundriss mit Flachdach. Die Verbindungen zwischen den Bauten schaffen offene, mit leichter Stahlkonstruktion überdachte Gänge.
„Es war mir ein besonderes Anliegen, dieses herausragende Zeitzeugnis so zu sanieren, dass es den ursprünglichen Gedanken des früheren Architekten entspricht und dabei dennoch die neuen Anforderungen des Wärmeschutzes umgesetzt werden konnten“, erklärt Matthias Müller.
Um die sachlich-klare Optik aus Sichtbeton, Klinker und Glas zu wahren, entschieden sich die Planer dafür, die massiven Außenwandteile mit einer Innendämmung nachzurüsten. Hinzu kamen ein neuer Dachaufbau, eine komplett neue Heiz- und Lüftungstechnik, Veränderungen in der Innenausstattung sowie neue Glas-Fassaden.
Besonders gestaltprägend für das Ensemble ist der hohe Fensteranteil. Im Schulgebäude haben sämtliche Seminarräume durchgehende Fensterbänder, die sich von einer niedrigen Brüstung bis zur knapp 3,30 und 4,00 m hohen Decke erstrecken. Den Kantinenbau umhüllt – unterbrochen von wenigen Wandscheiben – rundum eine filigrane Aluminium-Pfosten-Riegel-Fassade mit großflächigen Scheiben. Massive Bauteile treten optisch zurück, reduzieren sich zu schmalen Streifen. Im Inneren beider Gebäude herrscht durch den hohen Tageslichtanteil eine helle, angenehme Arbeitsatmosphäre. Das Souterrain ist jeweils ein Stück zurückversetzt, so wirken die Bauten, als schwebten sie über dem leicht abschüssigen Gelände.
Mit Tageslicht geplant
Entscheidend für die durchlässige und lichte Atmosphäre der Pavillons ist die Glashülle. Entsprechend wählte Matthias Müller eine Lösung, die die filigrane Wirkung der originalen Konstruktion bewahrt und zugleich den heutigen energetischen Anforderungen entspricht. Dabei war der Sonnenschutz besonders zu beachten, da eine außenliegende Verschattung den Charakter der ehemaligen Kantine stark verändert hätte.
Für die 4,10 m hohe Fassadenkonstruktion des Kantinen-Pavillons fand der Architekt seine Lösung in einer Aluminium-Pfosten-Riegel-Fassade mit Dreifach-Isolierverglasung und Funktionsgläsern Okasolar F O und Okasolar F U von Okalux. Diese kamen an der Ost-, Süd- als auch der Nordseite zum Einsatz. Bei dem leistungsfähigen Tageslichtsystem sind feststehende Lamellen im Scheibenzwischenraum integriert.
Im oberen Bereich der Verglasung lenkt der Okasolar F O-Typ das einfallende Tageslicht tief in den Raum. Okasolar F U reflektiert einen Großteil der solaren Strahlung nach außen und schützt dadurch den Innenraum vor direkter Sonneneinstrahlung und damit vor Überhitzung und Blendung.
Mit der Kombination beider Lamellen-Typen kann gezielt auf die Bedürfnisse im Innenraum reagiert werden. Durch den extrem schmalen Profilquerschnitt mit gerade einmal 16 mm Breite eignet sich Okasolar F besonders für den Einsatz in Dreifachverglasungen und bei schmalen Scheibenaufbauten.
Bei der ehemaligen Finanzschule reichte an der Südseite eine neue Konstruktion aus Aluprofilen mit Dreifach-Verglasung aus, um die energetischen Anforderungen zu erreichen. Ehemals sorgten hier lediglich ein Dachvorsprung und waagrecht verlaufende Stahlbetonbalken für Schatten. Ergänzend kam nun das Hochleistungsisolierglas Okagel von Okalux zum Einsatz. Dieses sorgt in den Oberlichtern dafür, dass auch der Mittelgang in der ehemaligen Finanzschule gleichmäßig mit Tageslicht ausgeleuchtet wird. Ein Silika Aerogel im Scheibenzwischenraum streut das Tageslicht gleichmäßig in den Raum, darüber hinaus wirkt es hochwärmedämmend und schallisolierend. Vor allem aber verhindert die Gitterstruktur des Aerogels die Konvektion im Scheibenzwischenraum – so erreicht Okagel gleichbleibend gute Wärmedämmwerte, sogar bei Überkopfverglasungen.
Architekturbüro:
müller.architekten, Heilbronn


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