Überdachung mit LED-Beleuchtung für einen modernisierten Busbahnhof in Gelsenkirchen

Hell überdacht

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Rund 4,9 Millionen Euro hat die Stadt Gelsenkirchen in die Modernisierung ihres Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) investiert. Ziel war es, die Aufenthaltsqualität deutlich zu verbessern und die Bussteige übersichtlicher sowie komplett barrierefrei zu gestalten. Eine markante Überdachung mit individuell gefertigter LED-Beleuchtung sorgt nun für mehr Sicherheit, Attraktivität, Fahrgastkomfort – und geringere Betriebskosten.

Anforderung:

Wetterschutz und helle Atmosphäre für einen modernisierten Busbahnhof

Lösung:

Großflächige Überdachung mit umlaufendem LED-Lichtband


Frank Beushausen | vs

Der Hauptbahnhof ist die nachfragestärkste Haltestelle in Gelsenkirchen. Acht Buslinien, zwei Schnellbusse und fünf NachtExpresse halten hier, außerdem drei Straßenbahnlinien in Tunnellage, ein Anrufsammeltaxi sowie die Züge des Nahverkehrs. Rund 40 700 Ein- und Aussteiger nutzen die Busse und Straßenbahnen pro Tag.

Mit dem Umbau hat der Zentrale Omnibusbahnhof nun ein neues Aussehen erhalten. Drei Abfahrtsbereiche mit einer zentralen Mittelinsel sorgen für kurze Wege und verbesserte Umsteigemöglichkeiten. Über klar definierte Querungsmöglichkeiten werden die Fußgänger direkt zu den entsprechenden Ausgängen geleitet. Für Sehbehinderte wurde ein taktiles Leitsystem eingerichtet, und eine dynamische Fahrgastinfo sorgt insgesamt für eine verbesserte Übersichtlichkeit. Zudem wurden alle Bussteige mit Sitzbänken und einem Wetterschutz ausgestattet. Hierbei wurden auch die Ergebnisse aus einer umfassenden Bürgerbefragung in die Planung miteinbezogen. So waren ursprünglich mehrere kleinere Fahrgastunterstände geplant; auf Wunsch der Bürger wurde jedoch eine große, durchgängige Überdachung realisiert.

Hell erleuchteter Platz

Insgesamt gliedern sich die neuen Überdachungen am ZOB in Gelsenkirchen in drei Bereiche: zum einen das zentrale Dach auf der neuen Mittelinsel, zum anderen die Überdachung auf der Seite der Ladenlokale. Außerdem gibt es noch drei kleinere Unterstellplätze am Südwestrand des Bahnhofs. „Der Entwurf definiert sich durch eine einheitliche Gestaltung der Überdachungen in Materialität und Form“, erklärt Architekt Stefan Schmitz. „Eine robuste Tragkonstruktion aus verzinktem Stahl mit einer Verkleidung aus Aluverbundplatten erzeugt eine elegante Form, die der Dynamik des Verkehrs entspricht.“

Besonderes Merkmal sind die in den Dachrand integrierten, umlaufenden LED-Leuchtbänder, die sowohl die Fahrbahnen als auch den Wartebereich beleuchten. „Hier sollte ein moderner und heller Platz geschaffen werden, der von vornherein abschreckend gegen kriminelle Aktivitäten wirkt“, erklärt Gerd Cosse, Geschäftsführer der Emslicht AG. Sein Unternehmen stattete den neuen Busbahnhof mit der maßgeschneiderten LED-Beleuchtung aus. Sie sorgt für hohe Energieeffizienz bei gleichzeitig hoher Lichtqualität: Rund 518 m LED-Lichtband in vollvergossener Ausführung für eine hochwertige Farbwiedergabe bei einer Lichtstärke von 180 lm/W kamen zum Einsatz.

Für eine zusätzliche Belichtung sorgt zudem die Mittelzone der Überdachung: Hier ist oberseitig ein Systemdach mit transparenten Hohlkammerplatten eingesetzt, unterseitig eine transparente Fläche aus weiß-opalen Doppelstegplatten. Im Hohlraum zwischen den beiden Flächen befinden sich nach unten abstrahlende LED-Schienen, die bei Nacht für eine zusätzliche Beleuchtung des zentralen Bereiches der Haltestelle sorgen. Tagsüber wird dieser Bereich durch natürliches Tageslicht von oben erhellt. „Die Überdachungen sollten einerseits als Witterungsschutz dienen, anderseits für Tageslicht durchlässig sein und bei Nacht einen gut ausgeleuchteten und sicheren Ort schaffen“, so der Architekt.

Individuelle Lösungen aus einer Hand

Der Bedarf an künstlichem Licht wurde im Vorfeld anhand von Berechnungen und Lichtsimulationen exakt definiert: Wo genau ist welche Lichtqualität erforderlich, wie müssen Spotwirkungen berücksichtigt werden, wie soll die Lichtverteilung aussehen? Diagramme und Erläuterungen auf insgesamt 120 Seiten und der hausinterne Musterbau von Emslicht lieferten die Antworten auf alle offenen Fragen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Design der futuristisch anmutenden Überdachung und der daraus resultierenden Beleuchtungselemente. Die Form der Aluminiumprofile für die LEDs erwies sich als technisch sehr anspruchsvoll, da sie den Radien der Dächer präzise folgen musste. 248 Leuchten wurden in 25 verschiedenen Varianten komplett als Sonderanfertigung hergestellt. Der Raum zwischen den Elementen betrug 2 bis 4 mm, daher waren die Schienen besonders exakt zu planen und zu produzieren.

Laut Projektleiter Thomas Baumgartner (E. Ziegler Metallbearbeitung AG) übernahm der LED-Hersteller Emslicht beim Projekt in Gelsenkirchen eine immer wichtigere Rolle. „Dies begann mit einer sehr fundierten Beratung und praxisnahen Lösungen. Wir wissen zudem sehr zu schätzen, dass Emslicht nicht nur die Leuchtkörper produzierte und als Komplettprodukt mit den U-Profilen lieferte, sondern auch die Installateure der Firma Enters bei der Montage beratend unterstützte. Diese äußerst anspruchsvollen Aufgaben hätte der ursprünglich angefragte Lieferant so nicht übernommen. Es hat sich also gezeigt, dass die Produktion bei Emslicht in den besten Händen lag“, so Baumgartner.

Höchste Präzision

Für die Montage mussten die U-Profile am Ende jeweils in zwei Richtungen gebogen werden. Die komplexe Formgebung beruhte auf 3D-Daten, die Emslicht teilweise von der Dach-ARGE übernehmen und mit dem eigenen CAD-Programm überarbeiten konnte.

Thomas Baumgartner lobt die gute Abstimmung unter den Projektbeteiligten, insbesondere das Engagement von Emslicht: „LEDs bekommt man heute überall – die Technik an sich ist ja nicht mehr revolutionär. Aber es gibt nach wie vor große qualitative Unterschiede, und für uns ist wichtig, dass die Produkte bei dem jeweiligen Projekt zu 100 % genau passen. Hierzu gehört auch, dass der Hersteller flexibel und belastbar ist, denn die Zeitfenster für die Planung und Umsetzung werden immer enger.“

Angesichts üblicher bauablaufbedingter Verschiebungen im Zeitplan, die den Fertigstellungstermin aber letztendlich nicht gefährdeten, war „der direkte Draht“ zwischen den Ansprechpartnern laut Thomas Baumgartner entscheidend für den Erfolg. So konnte die Konstruktion am Gelsenkirchener ZOB pünktlich realisiert und die Aufenthaltsqualität für die Fahrgäste nachhaltig verbessert werden.


Bauherr: Stadt Gelsenkirchen

Architekten: Stefan Schmitz BDA Architekten und Stadtplaner, Köln
www.stefan-schmitz-architekten.de

Elektrofachplanung: Weigelt Ingenieurgesellschaft mbH, Köln
www.weigelt-ingenieure.de

Dach-ARGE: E. Ziegler Metallbearbeitung, Leonberg + mmcité+, Bílovice (CZ)

Projektgröße: 6 000 m2

Standort: Gelsenkirchen


Architekt Stefan Schmitz: „Die LED-Lichtbänder an den Rändern der Dächer bereichern das Erscheinungsbild bei Dunkelheit und verleihen dem Ort des Busbahnhofes eine starke eigene Identität.“


Architekt Stefan Schmitz: „Die Überdachungen des Busbahnhofes sollten einerseits als Witterungsschutz dienen, anderseits für Tageslicht durchlässig sein und bei Nacht einen gut ausgeleuchteten und sicheren Ort schaffen.“


Gerd Cosse, Geschäftsführer Emslicht AG: „Am ZOB in Gelsenkirchen sollte ein moderner und heller Platz geschaffen werden, der von vornherein auch abschreckend gegen kriminelle Aktivitäten wirkt.“


Thomas Baumgartner, Projektleiter E. Ziegler Metallbearbeitung AG: „LEDs bekommt man heute überall – die Technik an sich ist ja nicht mehr revolutionär. Aber es gibt nach wie vor große qualitative Unterschiede, und für uns ist wichtig, dass die Produkte bei dem jeweiligen Projekt zu 100 % genau passen. Hierzu gehört auch, dass der Hersteller flexibel und belastbar ist, denn die Zeitfenster für die Planung und Umsetzung werden immer enger.“


Thomas Baumgartner, Projektleiter E. Ziegler Metallbearbeitung AG: „Der LED-Hersteller Emslicht hat beim Projekt in Gelsenkirchen eine immer wichtigere Rolle eingenommen. Dies begann mit einer sehr fundierten Beratung und praxisnahen Lösungen. Wir wissen zudem sehr zu schätzen, dass Emslicht nicht nur die Leuchtkörper produzierte und als Komplettprodukt mit den U-Profilen lieferte, sondern auch die Installateure der Firma Enters bei der Montage beratend unterstützte. Diese äußerst anspruchsvollen Aufgaben hätte der ursprünglich angefragte Lieferant so nicht übernommen. Es hat sich also gezeigt, dass die Produktion bei Emslicht in den besten Händen lag.“


Revisionierbarkeit

Die Revisionierbarkeit der Technik spielte am ZOB in Gelsenkirchen eine wichtige Rolle. Deshalb schlug der LED-Hersteller eine praktische Lösung vor: Im Gegensatz zum ursprünglichen Plan wurden statt einiger großer einfach mehrere kleine Vorschaltgeräte eingesetzt, die sich jeweils leicht zugänglich in der Nähe der LEDs befinden. So konnte auf den Einbau großer Zugangsluken in das Dach der rund 80 m langen Mittelinsel verzichtet werden. Der potenziell notwendige Austausch von Leuchten und andere Reparaturmaßnahmen sind dadurch deutlich schneller zu bewerkstelligen. Dies führt im langfristigen Betrieb zu spürbar reduzierten Wartungskosten.


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www.hier.pro/bba-busbahnhof



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