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Stilkontraste auf hohem Niveau

Alte Mälzerei in Düsseldorf
Stilkontraste auf hohem Niveau

Die Kombination der Gestaltungsideen von Architekt Bob Gansfort mit einem kongenialen Brandschutzkonzept von HHP Nord/Ost Beratende Ingenieure GmbH hat im Medienhafen in Düsseldorf ein attraktives Bürogebäude entstehen lassen: Die über 100 Jahre alte Mälzerei verbindet den Charme eines Industriedenkmals mit höchsten Ansprüchen an Transparenz, Komfort und Sicherheit.

Im Zentrum des Konzeptes steht ein großzügig mit Brandschutzverglasungen ausgestattetes Atrium, das Tageslicht in alle angrenzenden Mieteinheiten leitet.
Denkmalgeschütztes Objekt
Die Alte Mälzerei präsentiert sich im Kontext des Medienhafens in Düsseldorf als denkmalgeschütztes Objekt inmitten moderner Architektur; zugleich stellt sie den historischen Bezug zum ehemaligen Industriestandort her.
In unmittelbarer Nachbarschaft, U-förmig um das Hafenbecken arrangiert, befinden sich expressive Neubauten von William Alsop, David Chipperfield, Frank O`Gehry, Fumihiko Maki und Claude Vasconi. Diese Konzentration architektonischer Solitäre sorgt für einen kontinuierlichen überregionalen Architekturtourismus, der das hochwertige Quartier zusätzlich belebt.
Historischen Charakter bewahrt
Die Mälzerei mit ihrer charakteristischen Ziegelsteinfassade wurde mit Sensibilität und unter Berücksichtigung historischer Authentizität von dem mittlerweile verstorbenen Architekten Bob Gansfort entwickelt.
Drei Fassadenseiten blieben weitgehend unverändert, die bis zu 4,50 m hohen Sprossenfenster-Anlagen wurden in Aluminiumprofilbauweise aufwändig nachgebildet.
Die bis zu sechs Meter hohen Innenräume hingegen sind von den nutzungstechnischen Anforderungen moderner Büroarchitektur geprägt. Doch auch hier blieben historische Elemente, wie etwa die Kappendecken oder die filigranen Gussstahlsäulen optisch sichtbar und in ihrer statischen Funktion erhalten.
Stilprägend für die modernen Ergänzungen im Innenausbau ist der dezent-edle Materialmix aus Glas, Stahl, Aluminium und Naturstein.
Anpassung an zeitgemäße Bürostandards
„Eine historische Immobilie attraktiv zu finden, ist etwas völlig anderes, als darin auch arbeiten zu wollen”, bemerkt Bauherr Hartmut Ibing bezogen auf das Nutzungs- und Vermarktungskonzept für die Mälzerei. Hartmut Ibing, von Hause aus Architekt und als Investor mit mehreren Objekten im Medienhafen vertreten, war bei Projektbeginn bewusst, dass das Gebäude nur durch helle Räumlichkeiten und eine außergewöhnliche Innenarchitektur zu einer wettbewerbsfähigen Immobilie in diesem exquisiten Immobilienumfeld zu entwickeln sei.
So war es für ihn selbstverständlich, dass die rund 7 900 Quadratmeter Bürofläche im Loftstil alle Anforderungen an hochwertige Gebäude- und Sicherheitstechnik erfüllen.
Spektakuläre Belichtungslösung
Da bereits zu Planungsbeginn deutlich wurde, dass die Tageslichtführung über die historischen Fassadenverglasungen bei weitem nicht ausreichen würde, um offene, bis in den Gebäudekern Licht durchflutete Mieteinheiten bereitzustellen, entwickelten Architekt und Bauherr in Abstimmung mit dem Denkmalschutz eine spektakuläre Belichtungslösung.
Die nicht von Denkmalschutzauflagen betroffene Giebelseite des Bauteils Süd, ehemals Brandwand, wurde auf fünf Ebenen durchschnitten, um einen repräsentativen Eingangsbereich in Gestalt eines elliptischen, voll verglasten Atriums zu schaffen. Den äußeren Abschluss des Atriums bildet eine Structural-GlazingFassade, im Gebäude selbst sorgt eine Dachverglasung oberhalb von Ebene 5 für den Lichteinfall.
An diese Erschließungszone des Bauteils Süd grenzen sämtliche Mieteinheiten an und profitieren somit von der natürlichen Belichtung aus dem Gebäudekern. Während der elliptische Grundriss des Atriums gestalterisch motiviert ist, dient dessen versetzte Ausrichtung nach Westen der optimalen Ausnutzung der Nachmittagsonne.
Transparent geschützte Feuerüberschlagswege
Konzeptionell realisierbar wurde dieses multifunktionale Atrium, das neben der Belichtung zugleich dem Empfang, der Erschließung und als zweiter Flucht- und Rettungsweg im Bauteil Süd dient, durch den umfangreichen Einsatz von Brandschutzverglasungen in Verbindung mit der Sprinklerung großer Teile des Atriums und Teilsprinklerung der Geschosse.
Die gesamte Innenfassade ist über fünf Ebenen mit geschosshohen Pilkington Pyrodur®-Verglasungen für die Feuerwiderstandsklasse G 30 ausgestattet. Wesentliche Funktion der Brandschutzfassade ist der Schutz der Nutzungseinheiten vor der Gefahr eines vertikalen Feuerüberschlags in höher liegende Geschosse bzw. Brandabschnitte.
Da das Atrium darüber hinaus brandlastfrei gehalten wurde, genehmigte die Feuerwehr Düsseldorf als Zustimmung im Einzelfall dessen Nutzung als zweiten Rettungsweg neben dem zum Nordbauteil angrenzenden Sicherheitstreppenraum.
Die zusätzliche Sprinklerung war von den Behörden als Kompensation für den nicht ausreichenden Feuerwiderstand der historischen Gussstahlträger gefordert worden, die, nun durch einen Brandschutz-Anstrich mindestens auf die Feuerwiderstandsklasse F 60 gebracht, in ihrem ursprünglichen optischen Zustand belassen werden konnten.
Brandschutzfassade
Ästhetische und sicherheitstechnische Gesichtspunkte bestimmten auch die Ausführung der Brandschutzfassade.
Auf Wunsch von Architekt und Bauherr kam eine filigrane Systemkonstruktion (forster vario G 30) in Stahlprofilbauweise zum Einsatz, die den Charakter von Transparenz und Leichtigkeit weiter unterstreicht.
Der gewählte Pyrodur-Glastyp erhöht durch eine integrierte Folie die Sicherheitseigenschaften zum Schutz vor Durchbruch imBrüstungsbereich.
Dem Rauchschutz war durch die natürliche Entrauchung des Atriums über Zu- und Abluftöffnungen genügend Rechnung getragen.
Weitere Informationen
Pyrodur-Verglasung bba 556
Architekt: Dr. Bob Gansfort, Düsseldorf Brandschutzkonzept: HHP Nord/Ost Beratende Ingenieure GmbH, Braunschweig
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