Neubau von 300 Wohnungen in der neuen Europacity in Berlin

Hohes Maß an Plastizität ermöglicht

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Aufwändig gestaltete Sockelzonen sind ein prägendes Element der Berliner Bautradition, das in der Europacity jetzt mit Architekturbeton und einem neuen Verankerungssystem zeitgemäß weiterentwickelt wurde. Die gestalterischen Vorteile klassischer Betonoberflächen lassen sich bei dem nur 40 mm dicken Betonfertigteil mit einer bisher bei diesem Baustoff kaum gekannten Leichtigkeit und vor allem Plastizität realisieren.

Anforderung:

Nur 40 mm dicke, großflächige Betonfertigteil-Fassadenplatten statisch sicher befestigen

Lösung:

Fassadenplattenankersystem (Hängezuganker, Druckschraube, Verstiftung) mit neuer Allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung


Thomas Hanack, Ltg. Planungsbüro GBJ Geithner
Betonmanufaktur Joachimsthal GmbH | jo

Nördlich des Berliner Hauptbahnhofs entsteht die neue Europacity als urbane Mischung aus Arbeiten, Wohnen, Einkaufen, Kultur und Freizeit. In zentraler Lage mitten im Areal befinden sich die Baufelder Stadthafenquartier 11 und 12, die nach einem Entwurf von Max Dudler Architekten als zusammenhängender Block bebaut werden. Der Entwurf sieht über 300 Wohnungen in ausdifferenzierten Baukörpern vor.

Der hierbei realisierte zweigeschossige Sockelbereich folgt einer Berliner Bautradition, die historisch meist mit Natursteinfassaden und teilweise sehr feingliedrig ausgeführt wurde. Die GBJ Geithner Betonmanufaktur Joachimsthal GmbH hat die Bauweise zeitgemäß mit Betonfertigteilen neu interpretiert, dabei aber die ursprüngliche Idee der Gestaltung mit individuellen Oberflächen, kleinteiligen Strukturen und abgesetzten Farbtönen bewahrt. Grundlage dafür sind projektbezogen hergestellte Fertigteile mit nur 40 mm Dicke, die mit dem neu entwickelten Fassadenplattenankersystem „FPA SL30“ von Halfen befestigt wurden. In der schlanken Ausführung geben sie dem robusten und darum gerade für Sockelzonen geeigneten Beton eine bisher kaum gekannte Leichtigkeit und Filigranität.

Schlankes, großflächiges und damit schweres Betonfertigteil befestigen

Die Mindestdicke von Fassaden- oder Brüstungsplatten betrug nach der Stahlbetonnorm Eurocode 2 bisher 70 mm, weil nur dann die Betonüberdeckung sicher die Korrosion des eingelegten Bewehrungsstahls verhindern kann. Mit der Entwicklung des Textilbetons und seiner korrosionsbeständigen Bewehrung aus alkaliresistenten (AR-)Glasfasern oder Carbon eröffnen sich heute Möglichkeiten für Bauteildicken unter 70 mm. Doch fehlten zunächst noch statisch nachweisbare Befestigungssysteme für die Verankerung eines derartig schlanken, aber großflächigem und damit schwerem Betonfertigteil. Die 2018 erteilte Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für das Fassadenplattenankersystem FPA SL30 von Halfen konnte diese Lücke schließen. Dabei wird keine Unterkonstruktion benötigt, sondern allein mit den drei bereits vom Halfen-System FPA bekannten Elementen Hängezuganker, Druckschraube und Verstiftung wird eine justierbare und rechnerisch nachweisbare Befestigung von großflächigen, schlanken Betonfertigteilen ab 30 mm Dicke bei bis zu rund 10 m² Fläche erreicht.

Vor allem die gestalerischen Vorteile gaben den Ausschlag, die leichte und filigrane Bauweise mit dem neuen Ankersystem einzusetzen. Denn die hier mit 40 mm Dicke hergestellten Elemente gestatten gegenüber der konventionellen Mindestdicke von 70 mm ein deutlich höheres Maß an Plastizität der Fassade. Markante Versätze, Vor- und Rücksprünge sowie Umfassungen lösen die Fassadenebene auf und geben der Sockelzone eine lebendige Struktur, die sich ohne Weiteres mit den historischen Vorbildern aus Naturstein messen kann.

Neben den dreidimensionalen Stützenumfassungen waren es Sturzbekleidungen, Flächenelemente mit und ohne Umkantungen sowie Fensterbänke, die die Geithner Betonmanufaktur mit dem neuen Fassadenplattenanker FPA SL30 von Halfen montierte. Das Unternehmen hat für die räumlichen Teile spezielle Schalungen gebaut und eine auf die anspruchsvollen Randbedingungen abgestimmte Rezeptur der Betongüte C60/75 entwickelt.


Vorhaben: Wohnungsneubau Berlin Stadthafenquartier, Baufelder 11 und 12

Realisierung: Projektgemeinschaft Richard Ditting GmbH & Co. KG + Quantum Immobilien AG

Architekt: Max Dudler, Berlin
www.maxdudler.de


Fassadenplattenanker ermöglichen die schnelle Verankerung einer Beton-Fassadenplatte an einer Beton-Tragschicht. Das Halfen-Fassadenplattenanker-System ist in Laststufen von 5,0 bis 56 kN lieferbar und zeichnet sich durch seine gute Justierbarkeit in alle Richtungen aus.

Mit dem neuen Befestigungssystem FPA-SL30 können nun auch dünne, großformatige Betonfassaden mit einer Dicke von nur 30 mm befestigt werden.

(Quelle: Halfen)


Mehr zum Thema

  • bba-Fachbeitrag ‚Betonfertigteile für die Fassadengestaltung – Ansichtsqualitäten ohne Überraschung‘

www.hier.pro/bba0615Betonfertigteile



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