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Hohlböden für schimmelfreie Nassbereiche

Hohlböden in Feuchträumen
Schimmelfrei dank DIN-Prüfungen

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Hohlböden sind in modernen Büro- und Verwaltungsgebäuden, Krankenhäusern, Sportstätten oder Großküchen nicht mehr wegzudenken. Überall dort, wo viel Platz für Installationen und ein hohes Maß an Flexibilität erforderlich sind. Mit der richtigen Materialkombination aus speziellen Zementfaserplatten und Kunstharz-Oberbelägen ist die Gefahr gebannt, dass Feuchte und Schimmel entstehen können.

Anforderung:

Hohlböden mit Produktprüfungen für Feucht- und Nassbereiche

Lösung:

Trockenhohlboden aus hochverdichteten Zementfaserplatten mit Kunstharz-Oberbelag: Nachgewiesen schimmelresistent


Christian Dirnberger,
Leitung Produktmanagement Boden | be

Dank variabler Aufbauhöhen bieten Hohlbodensysteme eine große planerische Gestaltungsvielfalt. Im Neubau ebenso wie in der Sanierung können auf diese Weise der Untergrund ausgeglichen oder unterschiedliche Höhenniveaus geschaffen werden. Bei der Wahl der Oberbeläge stehen alle Möglichkeiten offen: Egal ob Kautschuk, PVC, HPL, Teppich oder Steinfliesen und Parkett, selbst die Kombination mit einer Fußbodenheizung/-kühlung ist denkbar.

Für eine stabile Konstruktion der Hohlböden setzt Lindner als Systemanbieter neben Fließestrich v. a. auf vorgefertigte Trockenbau-Bodenplatten aus faserverstärktem Calciumsulfat. Die Verklebung der Bodenplatten erfolgt über eine Verzahnfräsung an den Bodenplattenkanten, wodurch eine geschlossene Tragschicht entsteht. Damit lässt sich die Konstruktion in kürzerer Zeit bei gleicher Tragfähigkeit schlanker ausführen – mit planer Oberfläche. Der Zugang zum Hohlraum erfolgt über integrierte oder nachrüstbare Revisionsöffnungen. Die Unterkonstruktion besteht aus höhenverstellbaren, korrosionsgeschützten Stahlstützen.

Regelwerk Feucht- und Nassbereiche mit Hohlböden

Wichtig ist die Auswahl der verwendeten Werkstoffe und Materialien. Äußere Faktoren wie Raumtemperatur und relative Luftfeuchtigkeit müssen beachtet werden, da dadurch Dimensions- und Eigenschaftsschwankungen verursacht werden können. Unter Normalbedingungen geht man von Temperaturen zwischen 15 – 25 °C und relativer Luftfeuchtigkeit von 40 – 65 % aus. In Feucht- und Nassbereichen kann das Raumklima erheblich von diesen Vorgaben abweichen. Grundsätzlich kann eine zu hohe Luftfeuchtigkeit, im Raum selbst und im Bodenhohlraum, zu hygienischen Problemen wie Schimmelbildung führen. Bauseitig ist dringend darauf zu achten, dass der Baukörper genügend ausgetrocknet ist und keine Durchfeuchtung stattfinden kann.

Hinzu kommt die Problematik von regelmäßigem Wassereintrag. Für besondere Anforderungen in Feuchträumen und Bereichen mit erhöhtem Feuchteeintrag hat Lindner das Trockenhohlbodensystem „Hydro“ entwickelt: Es besteht aus hochverdichteten Zementfaserplatten, die nicht nur feuchtebeständig, sondern auch nachgewiesen schimmelresistent sind. Dank seiner besonderen Eigenschaften ist es für eine Umgebung mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit geeignet. Die Prüfung hierzu erfolgt in Anlehnung an DIN EN ISO 856:2019, Verfahren A „Beständigkeit gegen Schimmelpilze – Wachstumstest“.

Die DIN 18534 zur Abdichtung von Innenräumen regelt, wie unter keramischem Belag abgedichtet werden soll – also z. B. welche Abdichtungsart in gewerblich genutzten Küchen oder Badezimmern und Duschanlagen im privaten Bereich anzuwenden ist. Feucht- bzw. Nassräume werden laut DIN 18534 in sogenannte Wassereinwirkungsklassen unterteilt. Je nach Intensität der Wassereinwirkung sind auf den Oberflächen unterschiedliche Maßnahmen zur Abdichtung nötig und erfordern einen zementär-gebundenen Untergrund. Hier spielt Hydro seine Stärke aus.

Aufgrund erhöhter Feuchtebelastung muss auch die Unterkonstruktion den veränderten Umgebungsbedingungen angepasst werden. Mit hochwertigem Korrosionsschutz versehen, kann die Kategorie „C4-hoch“ (für mäßig aggressive Umgebungen) nach DIN ISO 12944–6 erreicht werden.

Geeignete Oberbeläge für Hohlböden

Neben entsprechender Beschaffenheit des Bodensystems muss auch der Oberbelag für Feuchträume geeignet sein. Lindner arbeitet hier seit Jahren mit Barit Kunstharz Belagstechnik zusammen, die spezielle Kunstharz-Oberbeläge anbieten. Gemeinsam werden regelmäßig Produktprüfungen zur „Ermittlung der Haftzugfestigkeit und des Verschleißwiderstands“ nach DIN EN 12004–2 bzw. DIN 52108 beauftragt. Die Systeme werden dabei nach Normal-, Wasser- und Warmlagerung geprüft. Die Kombination aus Barit Kunstharzoberflächen und Hydro Trockenhohlboden erzielte in der letzten Prüfung im Oktober 2020 hervorragende Ergebnisse.

Regelmäßige Produktprüfungen und Weiterentwicklungen setzen die Rahmenbedingungen für den sicheren Einsatz von Hohlbodensystemen. Zur Erweiterung beim Zubehör entwickelt Lindner derzeit eine wasserdichte Revisionsöffnung, um auch in stark wasserbeanspruchten Bereichen den Zugang zum Bodenhohlraum zu ermöglichen.


Bei projektspezifischen Anforderungen an Hohlböden sollten Systemanbieter und ausführende Gewerke bereits in der Planungsphase einbezogen werden. Individuelle Projektlösungen und Weiterentwicklung von Systemen: Derzeit arbeiten die Produktentwickler von Lindner z. B. an einem Doppelbodensystem aus hochverdichteter Zementfaser. Dieses modulare System könnte in Einsatzbereichen mit besonderen Anforderungen, wie z. B. Technikbereiche in Tunnelanlagen, vorteilhaft sein.


Systemböden e. V.

Eine dauerhafte Stabilität ist eines der wichtigsten Kriterien bei Hohlbodensystemen. Gerade wegen der rechtlichen Haftung und bauaufsichtlichen Vorgaben diesbezüglich hat sich deren Planung, Ausschreibung und Ausführung zur anspruchsvollen Aufgabe entwickelt. Um diese zu vereinfachen, wurde 2001 eine einheitliche europäische Anforderungsklasse für Hohlböden eingeführt, die DIN EN 13123. Hier ist klar festgehalten, welche Tragfähigkeitsanforderungen – die Aufnahme von Nutz- und Verkehrslasten bzw. Verteilung von Lasteinwirkung – beachtet werden müssen und welche Normen in Bezug auf Brandschutz, Akustik, Nachhaltigkeit und auch im Bereich Hygiene gelten.

Der Umsetzung dieser Normen mit entsprechenden Konformitätsnachweisen hat sich der Bundesverband Systemböden angenommen. Hier verpflichten sich Anbieter wie die Lindner Group zu einer ständigen technischen Produktprüfung durch unabhängige Prüflabore. Zusätzlich bietet der Verband praktische Planungshilfen für die konstruktive Ausführung an.



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