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Holzrahmenbau aus vorgefertigten Holzbaumodulen

Neubau eines Verwaltungsgebäudes in St. Johann in Tirol
Holzrahmenbau in Modulen

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Das Verwaltungsgebäude besteht aus zwei viergeschossigen Baukörpern aus vorgefertigten Holzbaumodulen, die durch ein glasüberdachtes Atrium miteinander verbunden sind. Die Hauptelemente für die Module bilden OSB 4 Top-Platten. Für die Modulbauweise erhielt der Architekt Bruno Moser Architekturpreise.

Jährlich verleiht eine unabhängige Jury aus namhaften Architekten den best architects 17 Award. Damit werden die besten Architekturprojekte aus dem europäischen Raum in den Kategorien Wohnungsbau, Büro- und Verwaltungsbauten, Gewerbe- und Industriebauten, öffentliche Bauten und Innenausbau ausgezeichnet. 2016 freute sich der Breitenbacher Bruno Moser über den Award für seine Architektur des Egger Stammhauses. Zudem erhielt er dafür auch den American Architecture Prize in Bronze, verliehen in New York im Oktober 2016.

Die von Bruno Moser speziell für Egger entworfene Bauweise wurde bereits vor dem Bau des Stammhauses in St. Johann für andere Gebäude der Unternehmensgruppe verwendet: Das Verwaltungsgebäude in Radauti (Rumänien, 2010), das TechCenter in Unterradlberg (Österreich, 2011) sowie das Forum Brilon (Deutschland, 2012) entstanden in derselben Modulbauweise im Holzrahmenbau.
Das 2015 eröffnete Verwaltungsgebäude besteht aus zwei viergeschossigen Baukörpern aus vorgefertigten Holzbaumodulen, die durch ein glasüberdachtes Atrium miteinander verbunden sind. „Die Hauptelemente der Module bilden die Egger OSB 4 Top Platten. Für den Bau konnten wir aber fast die gesamte Produktpalette des Unternehmens nutzen“ , so Bruno Moser.
Beim Verwaltungsgebäude in St. Johann sind drei Elemente prägend: das Atrium, die Fassadengestaltung aus Holz und der mehrgeschossige Holzbau mit vier Ebenen. Das Bürogebäude bietet insgesamt Platz für 276 Arbeits- und 48 Schulungsplätze. Ein Mitarbeiterrestaurant mit 220 Sitzplätzen ist ebenfalls Teil des Gebäudes. Alle vier Ebenen der beiden Gebäudeteile sind über eine selbsttragende Treppe aus OSB-Platten im Atrium erreichbar. Bis auf die Tiefgarage aus Beton besteht der gesamte Viergeschosser hauptsächlich aus Glas und OBS 4 Top Platten für den Holzrahmenbau.
Konstruktion
Die OSB 4 Top Platten aus dem Egger Werk in Wismar wurden in den vorgefertigten Elementen im Ausmaß von 2,80 x 11,40 m eingesetzt. Somit kommen die beiden Gebäudeteile auf eine Gesamtlänge von ca. 60 m und eine Breite von etwa 8,5 m. Die Wandelemente bestehen aus 28 cm starken Stehern aus Schichtholz, an denen innen und außen OSB 4 Top Platten mit einer Dicke von 3 cm angebracht sind.
Aufgrund ihrer Verfahrenstechnologie und Produktausprägung erfüllen OSB 4 Top Platten mit bauaufsichtlicher Zulassung wichtige Holzbau-Anforderungen.
Die definierte hohe Rohdichte von über 600 kg/m³ führt zu einer sehr guten Luftdichtigkeit der Platte, wodurch robuste und zuverlässige Konstruktionen ohne den zusätzlichen Einsatz von Folien ausgeführt werden können. Darüber hinaus verleiht die sichtbar geschliffene und oberflächenbehandelte Platte den Innenräumen eine harmonische Atmosphäre.
Für die Deckenelemente wurde ebenfalls die statisch tragende OSB 4 Top Platte verwendet. Der Kies auf der OSB 4 Top Platte im Element sorgt dabei für den Schallschutz. In der Schicht darüber wurden diverse Leitungen für die Haustechnik verlegt. Die als Scheibe ausgeführten Decken- beziehungsweise Dachelemente fungieren als Horizontalausteifung. Halbseitig offene Wandschmalseiten der Holzrahmenbau-Elemente sind für die vertikale Leistungsführung der Zu- und Abluft vorgesehen und dienen gleichzeitig als Vertikalschächte für Heiz-, Kühl-, Wasser- und Elektroleitungen. Nach dem Einziehen der Leitungsstränge über alle Geschosse wurden diese mit OSB-Platten geschlossen.
Jedes Geschoss hat einen umlaufenden Balkon mit einer Breite von 1,40 m. Dieser dient der Wartung sowie dem Sonnenschutz.
Die dort integrierten Fassadensprinkleranlagen sind Teil des Brandschutzkonzeptes von Dehne und Kruse. Das Brandschutzkonzept besteht aus zwei außenliegenden Treppenhäusern sowie dem Treppenhaus im Atrium zur Flucht. Außerdem ist das gesamte Verwaltungsgebäude mit einer komplett vernetzten Brandmeldeanlange und Sprinkleranlagen im Fassadenbereich ausgestattet.
Architekt:
architekturWerkstatt Bruno Moser, Breitenbach (AT)
Brandschutzplaner:
Dehne Kruse Brandschutzingenieure, Gifhorn
Innenarchitekten:
Schwebius Gestaltung, Prien am Chiemsee (D)
Johanna Egger, München (D)


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