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Poetisch leise Töne

Zentrum Paul Klee in Bern
Poetisch leise Töne

Sein Atem sei zu weit und groß, um ihn in einem normalen Gebäude einzusperren, so Renzo Piano in seinen Visionen über Paul Klee. Klee ist für ihn ein „Poet der Stille“, ein Maler der sanften Töne, und so käme grundsätzlich nur eine Architektur der leisen und verhaltenen Art in Frage. Für seine eigene Vision eines Zentrums für die Werke Paul Klees ließ sich Renzo Piano jedoch nicht nur vom Wesen und Schaffen dieses großen Malers und Grafikers beeinflussen, auch die unmittelbare Umgebung, die Identität des Ortes und die sanft geschwungene Linie des Terrains inspirierten ihn zu seiner wellenförmigen Architektur, die mit der umgebenden Gebirgslandschaft im Einklang zu leben scheint, „mit der Natur Versteck spielt“, wie Piano sein Projekt gerne beschreibt. Die enge Verbindung der Werke Klees zur Natur findet in dem architektonischen Konzept Renzo Pianos ihr ästhetisches Echo.

Drei Hügel aus Glas und Stahl charakterisieren die Architektur des Museums, das rund 4 000 Werke aus der Hinterlassenschaft Klees beherbergt. Über Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, aber auch Archivalien und biografische Materialien möchte das Zentrum das künstlerische, pädagogische und theoretische Werk Klees darstellen und Besucherinnen und Besuchern seine kulturelle wie gesellschaftliche Bedeutung, die er zu seiner Zeit besaß, anschaulich vermitteln. Eine Atmosphäre aus Licht, Transparenz und Leichtigkeit war für Renzo Piano von Beginn der Planungsarbeiten an ein zentrales Anliegen. Auf der anderen Seite durfte in den Ausstellungssälen des Zentrums kein natürliches Licht eingesetzt werden, denn auf Grund der von Klee verwendeten Techniken – oft Aquarell oder auch Öl auf Papier – sind seine Werke hochgradig lichtempfindlich.
Ausgewogener Licht-Mix
Künstliches Licht ist für die Exponate besser und zudem leichter und gezielter steuerbar. Das entwickelte Beleuchtungs-konzept stellt sich als ein ausgewogener Mix aus direktem und indirektem Licht dar. Das mit dem Strahlersystem „Le Perroquet“ (iGuzzini) sowohl als Hänge- wie auch als Schienenversion erzeugte Licht sieht auf den Kunstwerken selbst eine Lichtstärke von 50 – 100 Lux vor, eine Vorgabe, die die Restauratoren zum langfristigen Schutz der Bilder empfohlen haben.
Die Strahler Le Perroquet mit indirektem Licht sind mit 70 W-Halogenmetalldampflampen von 4200 K und 3000 K bestückt. Die anderen Strahler verwenden Niederspannungshalogenlampen mit 75 und 100 W. Eine lichttechnische Besonderheit sind die ausgeklügelten Licht- und Leuchtdecken, die unterhalb der Gewölbekonstruktion schweben und mit den Strahlern hinterleuchtet werden.
Sie erzeugt eine Lichtstärke von 240 Lux und erlaubt die Ausstellung nicht ganz so empfindlicher Exponate. Im Vergleich dazu liegen die übrigen Ausstellungsräume eher in einer Art Dämmerstimmung. Auch die Außenflächen des Zentrums Paul Klee wurden mit bekannten Beleuchtungssystemen von iGuzzini ausgestattet. So kamen Lingotto-, Woody- und Light Up Walk Professional-Systeme zum Einsatz, ausgestattet mit 35, 70 und 150 W Halogen-Metalldampflampen. Einige Light Up Walk Professional sind auch mit 100 W-Niederspannungs-Halogenlampen bestückt.
Weitere Informationen
Le Perroquet-Strahler bba 581
Architekten: Renzo Piano Building Workshop B. Plattner, beauftragter Senior Partner in Zusammenarbeit mit ARB, architects (Bern) Berater: Ove Arup & Partners, B+S Ingenieure AG, Luco AG, Enerconom AG, Bering AG, Emmer Pfenninger Partner AG, Grolimund+Partner AG, Müller-BBM, Institut de securite, Hügli AG, M. Volkart. Schweizerische Hochschule für Landwirtschaft, F. Vogel, Coande
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