Neubau einer Produktionsstätte in Münchsmünster

Schichtweise Lärm vermindert

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Nahe seines Stammwerks hat der Automobilhersteller Audi eine moderne Aluminium-Druckgießerei errichtet. Um den mit der Fertigung einhergehenden Geräuschpegel auf ein Minimum zu reduzieren, entwickelte man eine Flachdachkonstruktion mit Schalldämmung aus Steinwolle und Faserzement.

Im Industriepark Münchsmünster, rund 30 km vom Audi-Stammwerk in Ingolstadt entfernt, wurde Ende November 2013 auf einer Fläche von rund 31 ha eine neue Produktionsstätte fertiggestellt. In der modernen Aluminium-Druckgießerei werden Alu-Gussteile gefertigt und mechanisch bearbeitet. Da die Produktion von u. a. leichten Karosseriebauteilen, Fahrwerkkomponenten und Pressteilen für unterschiedliche Modellreihen des Konzerns mit Maschinengeräuschen verbunden ist, wurde bei der Gebäudehülle darauf Wert gelegt, die Lärmemissionen zu minimieren.

Dabei spielt das Flachdach der neuen Werkshalle eine relevante Rolle. Das Dach der Hallen K10 und K11 umfasst eine Fläche von knapp 18 000 m2 und sollte schallschutz- und brandschutzsicher ausgeführt werden.
„Auf den ersten Blick erscheint das fertige Flachdach wenig außergewöhnlich. Doch unter der Abdichtung schützen gleich mehrere Aufbauschichten die Umgebung vor Lärmemissionen“, berichtet Bauleiter Thomas Beier.
Für die Dämmung und Abdichtung der Dachkonstruktion verantwortlich war das Unternehmen Bauabdichtung Rhein-Neckar GmbH.
Platten solide wie Beton
Die Basis des Dachaufbaus bilden gelochte Trapezprofile, in deren Sicken zunächst Akustikstreifen aus Mineralwolle eingelegt wurden. In einem nächsten Schritt wurde die brandlastarme Dampfsperre Polyfin BLD SK verlegt. Auf diese folgte eine 80 mm dicke Lage der nichtbrennbaren Steinwolle-Dämmplatte Hardrock 040 von Rockwool. Aufgrund einer hoch verdichteten, Last verteilenden Oberlage sind diese Platten besonders widerstandsfähig gegen mechanische Beanspruchungen. Das Dach kann so zu Wartungszwecken vollflächig begangen werden.
Mit einer Punktlast von ≥ 1 000 N und einer Druckspannung von ≥ 70 kPa sind die Hardrock 040 Dämmplatten in der Lage, hohe Lasten zu tragen – eine Eigenschaft, die im Weiteren dringend notwendig war, da zwei Lagen der Eternit Faserzementplatte Eterplan (15 mm) als Zwischenschicht lose auf die Steinwolle-Platten verlegt wurden. Diese witterungsbeständigen, ökologisch geprüften Platten (Ökobilanz ISO 14025) von Eternit sind so solide wie Beton, ebenfalls als nichtbrennbar klassifiziert und bringen vor allem eines auf das Dach: Masse.
Feder-Masse-Feder-Prinzip
Mit einem Gewicht von 27 kg/m2 sind die feuchtigkeitsunempfindlichen Eterplan-Platten rund dreimal so schwer wie Gipsplatten und sorgen in Kombination mit einer weiteren Lage Hardrock 040-Platten für ein besonders leistungsfähiges Feder-Masse-Feder-Schallschutzsystem. Laut dem Eternit Schallschutzprüfzeugnis von der Gesellschaft für Materialforschung und Prüfungsanstalt für das Bauwesen (MFPA) Leipzig erreicht der Dachaufbau ein abgeleitetes Schalldämmmaß von mehr als 48 dB und sperrt laute Maschinengeräusche zuverlässig ein. Das System ist dabei durchgängig nichtbrennbar, was mit vielen Alternativdachaufbauten – etwa mit mehreren Schichten aus Bitumen – nicht machbar gewesen wäre, so der Bauleiter.
Im letzten Arbeitsschritt wurde die Kunststoffabdichtungsbahn Sikaplan 20 G von Sika verlegt. Der gesamte Dachaufbau wurde mechanisch gemäß Windsoglastenberechnung und statischen Erfordernissen mit Kunststoff-Schraubkombinationen (Zahn ZKSK) befestigt.
Planung: Kohlbecker Architekten & Ingenieure, Gaggenau Bauleitung: Bauabdichtung Rhein-Neckar GmbH, Heidelberg


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