Neubau eines Kellereigebäudes in Ellerstadt/Pfalz

Geschmeidige Detailausbildung

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Beim Neubau dieses Kellereigebäudes wählten Architekt und Fachhandwerker als Dachabdichtung eine EPDM-Dachbahn, die aufgrund der Warmverformbarkeit Anschlussausbildungen erheblich erleichtert. Als Dachrandabdeckung gab es vom Hersteller objektbezogen produzierte Dachrandprofile in Anthrazit.

Sven-Erik Tornow | jo

Für den Neubau arbeitete der Winzer Markus Schneider mit dem Büro Prof. Gräf Architekten aus Kaiserslautern zusammen. Die Aufgabe der Architekten bestand darin, die 2006 mit einem mittlerweile zu klein gewordenen Neubau begonnene Materialsprache auf den nun geplanten, zusätzlichen Neubau zu übertragen sowie alle Produktions- und Lagerstätten, die sich im Ort verteilt befanden, zusammenzufassen. Entstanden ist ein dreigeteilter Baukörper, der auf einer Fläche von 4 800 m2 Platz für die Kellerei bietet. Neben der Abfüllhalle ist hier auch noch das Lager mit 800 000 Flaschen Wein und 1 600 Holzfässern untergebracht. Die 100 m lange Kelterhalle folgt den Spuren der bestehenden Rebzeilen. Zugleich zeichnen sich die neuen Kellereigebäude anthrazitfarben vor dem dunklen, tanzenden Höhenzug der Haardt ab und fügen sich harmonisch in das Landschaftsbild inmitten des Rebenmeers ein.
Vielfältige Zwischenräume gliedern und zonieren den Gebäudekomplex und ermöglichen so überraschende Durchblicke und Raumerlebnisse.
Klare Vorgaben für das Dach
Prägend für das gesamte Ensemble ist eine Kassettendecke. Sie ist nicht nur ein ästhetisches, modernes Zitat von Gewölben historischer Fasskeller, sondern zugleich ein statisch hoch belastbares Bauteil. Außerdem ist die Kassettendecke als thermische Masse bei der Gestaltung eines konstanten Raumklimas für die Weinlagerung sehr effizient. Der gesamte Betonbau ist in voller Länge unterkellert. Durch die ungedämmten, erdberührten Bauteile und der daraus resultierenden bauphysikalischen Aktivierung des Erdreichs ist eine dauerhafte Temperatur von 12° in den Lagerstätten garantiert.
Mit den Kassettendecken folgte für den weiteren Dachaufbau eine klare Vorgabe. Übliche Durchdringungen der Tragschale waren aus optischen Gründen auf ein Minimum zu reduzieren. Um die notwendige Dachabdichtung fachgerecht zu erstellen, nutzte der mit den Abdichtungsarbeiten beauftragte Fachbetrieb die lose Verlegung mit Auflast. Für die Abdichtung kam die homogen schweißbare EPDM-Dachbahn Evalastic von alwitra zum Einsatz.
Dach- und Dichtungsbahn
Schon seit drei Jahrzehnten überzeugt Evalastic durch ihre Thermoelastizität, Bitumenverträglichkeit, Dämmstoffneutralität und Weichmacherfreiheit. Zu den produktspezifischen Eigenschaften zählen die hohe Chemikalienbeständigkeit, die FLL -geprüfte Durchwurzelungs- und Rhizomfestigkeit sowie die enorm hohe Kälteflexibilität. Auch die Verarbeitung der Dach- und Dichtungsbahn ist dank der Polymerbasis EPDM/PP einfach: Durch Heißluftschweißen werden die Bahnen materialhomogen gefügt. Besonders praxistauglich zeigt sich Evalastic bei der Detailausbildung und in den Anschlussbereichen. Aufgrund ihrer Warmverformbarkeit ist sie äußerst geschmeidig, wodurch die Anschlussausbildung erheblich erleichtert wird. Auch in ökologischer Hinsicht kann die Bahn überzeugen: Sie ist absolut chlorfrei und auch frei von chlorierten organischen Verbindungen. Alle Evalastic-Bahnen sind mit dem CE-Zeichen als EPDM Dach- und Dichtungsbahn gemäß EN 13956 und EN 13967 gekennzeichnet. In der Umwelt-Produkt-Deklaration (EPD) – vom Institut Bauen und Umwelt (IBU) e.V. erstellt – wird sowohl die Nachhaltigkeit als auch das ökologische Profil überprüfbar dokumentiert.
Dachschichtenpaket
Zur Abdichtung der insgesamt 2 200 m2 umfassenden Dachflächen erhielt die Oberseite der Betonkassentendecke einen bituminösen Voranstrich als Haftvermittler. Nachfolgend verlegte man eine bituminöse Dampfsperre mit Aluminiumeinlage. Zwei Schichten EPS-Dämmplatten sorgen für eine ausreichende Wärmedämmung der Betondecke. Die oberste Lage wurde als Gefälledämmung ausgebildet. Zur Abdichtung der Flächen verlegte man oberhalb der Dämmung die Dach- und Dichtungsbahn Evalastic. Darauf folgt als Auflast eine extensive Dachbegrünung.
Dachrandprofile
Für die Abdeckung der Attiken ließ man von alwitra objektbezogen Dachrandabdeckungen aus Aluminium fertigen. Die Profilserien sind Halter-Stab-Konstruktionen mit montagefertigen Außen- oder Innenecken. Zudem sind die normen- und richtlinienkonformen Profile für alle Dachabdichtungen geeignet und schnell montierbar. Darüber hinaus sind sie fassadenseitig mit Aufkantung erhältlich und haben ein Quergefälle von 2° (3,5%) zur Dachfläche hin. Dadurch fließt das Wasser von der Abdeckung nur auf die Dachfläche. Schmutzablagerungen werden nicht nach außen gespült und die Fassaden bleiben sauber. Je nach Profilserie sind alwitra-Dachrandabdeckungen in Standard- oder individuellen Kronenbreiten erhältlich. Als Oberflächen werden die Dachrandabdeckungen in Aluminium-natur oder pulverbeschichtet angeboten. Für den Neubau des Weinkellers in Ellerstadt kamen die Dachrandprofile in Anthrazit zum Einsatz.
Architekt:
Prof. Gräf Architekten GmbH, Kaiserslautern


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