Neubau eines Sport- und Freizeitbades in Potsdam von gmp Architekten

Zeitgemäß geformt – Maßgefertigte Elemente aus XPS für das Blu Potsdam

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Blu Potsdam: Weil die alte Potsdamer Schwimmhalle heutigen Ansprüchen nicht mehr genügte, entschied sich die Stadt für einen Neubau. Das 8 000 m² große Sport- und Freizeitbad „Blu“ von gmp Architekten wurde im Sommer eröffnet. Für eine moderne Gestaltung im Inneren des Bades sorgen u.a. maßgefertigte Elemente aus extrudiertem Polystyrol-Hartschaum (XPS).

Stefan Venker | vs

Das Blu Potsdam liegt am Brauhausberg, nur wenige Hundert Meter vom Potsdamer Hauptbahnhof entfernt. Der kompakte, im Grundriss nahezu quadratische Baukörper umfasst ein Freizeitbad, ein Sportbad sowie einen Wellnessbereich.

Die weiträumige Badelandschaft des Freizeitbades ist nach Westen hin orientiert. Hauptattraktion ist eine 114 m lange Rutsche, deren Fahrt auf dem Dach des Gebäudes beginnt und im Erdgeschoss endet. Im Gegensatz zum Freizeitbad orientiert sich das Sportbad in Richtung Osten. Hier befinden sich ein 50-Meter-Becken für Wasserball und Schwimmsport sowie eine Tribüne, die 400 Zuschauern Platz bietet. Zoniert werden Sport- und Freizeitbad durch Service- und Umkleidebereiche. Alle Nutzungen sind über kurze Wege erschlossen und lassen sich unabhängig voneinander betreiben. Im obersten Geschoss befindet sich der Wellnessbereich mit Saunalandschaft, Caldarium, türkischem Hamam sowie Ruhe- und Massageräumen. Er ist vor Einblicken geschützt und bietet nur wenige gezielte Ausblicke.

Auch farblich grenzen sich die einzelnen Bereiche voneinander ab: Im Sportbad dominiert Blau, im Familienbad Gelb. Der Wellnessbereich verfügt über ein eigenes, extravagantes Farbkonzept. Der Saunabereich beispielsweise ist überwiegend in Cappuccino-Braun gehalten, der Ruheraum in Grün.

Hoher Standard in der Werkplanung

Von den Systemlösungen des Emsdettener Unternehmens Wedi überzeugt, entschieden sich Bauherr und Architekt dazu, die raumbildenden Konstruktionen der Saunalandschaft sowie Sitzbänke und Sprudelliegen mit dessen Produkten zu verwirklichen. Basismaterial ist extrudierter Polystyrol-Hartschaum (XPS), aus dem auch die Wedi Bauplatten hergestellt werden. Der Hartschaum XPS wird werksmäßig beidseitig mit alkalibeständigem Glasfasergewebe armiert und mit einem kunststoffvergüteten Mörtel beschichtet.

„Der hohe Standard, mit dem die Firma Wedi ihre Werkplanung erstellt hat, war bei der Umsetzung eine große Hilfe. Besonders die 3D-Visualisierung, mit der die Firma die Produkte im Vorfeld an die Räume angepasst hat, war für uns eine echte Erleichterung“, erklärt Michael Scholz, Architekt bei Gerkan, Marg und Partner.

Für Produktion und spätere Verarbeitung fertigten die Spezialisten von Wedi mit der Produktions- und Freigabezeichnung einen verbindlichen Plan an, auf dessen Grundlage später vor Ort gearbeitet werden konnte. Auf derselben Grundlage wurden maßgeschneiderte Individualanfertigungen per CNC-Fräse erstellt, die sich optimal in die Atmosphäre des Spa-Bereiches einfügen. Damit sichergestellt werden konnte, dass alle Teile inklusive Zubehör komplett sind und genau passen, wurde in der Werkshalle wie üblich ein Testaufbau durchgeführt.

Das so hergestellte und montierte Caldarium besticht mit abgerundeten Formen und gewölbten Decken. Die Bänke sind freistehend und geknickt, das besondere Flair wird durch tiefrote und schwarze Fliesen ergänzt. Im orientalischen Hamam wurden in die Deckenelemente kleine Leuchten eingelassen; diese Lichtquellen hüllen den Raum in ein schummriges, wohltuendes Licht. Auch das Dampfbad wurde komplett aus eigens gefertigten Wedi-Konstruktionen erstellt, die zusätzlich mit einer Dampfbremse versehen wurden. Die Sondersitzbänke wurden bereits werkseitig mit integrierter Heizung ausgestattet.

Ein echter Blickfang ist zudem die Sitzbank im Ruhebereich, die in eine bis zur Decke reichende Trennwand eingelassen ist und mit ihrer abgerundeten Form ausreichend Platz zur Entspannung bietet. Ebenso überzeugen die in einem anderen Gebäudeteil vorhandenen Fußbecken durch hohen Komfort und Liebe zum Detail: Die in eine Sitzbank integrierten Becken sind einzeln voneinander abgetrennt und bieten genug Raum fürs individuelle Fußbad. Sprudelliegen im Badbereich wurden so konzipiert, dass sich die sanften Rundungen optimal an den Körper anpassen und unter Wasser für eine angenehme Ganzkörpermassage sorgen.

Architekten:

Gerkan, Marg und Partner (gmp), Berlin

www.gmp-architekten.de

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