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Zugluftfrei kühlen

Modernisierung einer Notariatskanzlei in München
Zugluftfrei kühlen

1904 errichtet, im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, 1946 wiederaufgebaut und nun liebevoll restauriert – so liest sich der kurzgefasste „Lebenslauf“ dieses Geschäftshauses in München. Mit dem Einzug einer Notariatskanzlei in das historische Gebäude wurden die Räume im 3. OG umfassend modernisiert. Sie erhielten unter anderem ein leistungsstarkes Kühldeckensystem.

Die Entscheidung für ein Flächentemperiersystem ergab sich zwangsläufig aus den Wünschen des neuen Mieters: Die Büroräume sollten möglichst zugluftfrei gekühlt werden können und die dafür benötigte Technik am besten gänzlich unsichtbar sein. Um das Gesamtbild der sanierten Büroräume nicht zu stören, sollten die Kühldecken zudem keine sichtbaren Fugen aufweisen.

In nur elf Arbeitstagen realisierten die Mitarbeiter der Incotec GmbH & Co. KG sämtliche Umbaumaßnahmen und statteten insgesamt zehn Räume mit einer Deckenfläche von rund 220 m2 mit einem leistungsstarken Kühlsystem aus, inklusive der Kaltwassererzeugung und übergeordneten DDC-Regelung.
Demontage und Unterkonstruktion
In einem ersten Schritt mussten die alten Gipsplattendecken demontiert werden. Nach dem Entfernen einer Dämmschicht aus Mineralwolle trafen die Handwerker auf eine Überraschung: Weite Teile der Betonrasterkammerdecke waren mit einem Brandschutzspritzputz versehen. Auf diesen Putz konnten keine genauen Bohrmarkierungen für die neue Deckenkonstruktion angebracht werden. Deshalb wurden mit Hilfe von Lasermessgeräten die korrekt eingemessenen Stellen für die Bohrlöcher an die Decken projiziert und die Bohrungen durchgeführt. Für den sicheren Halt der Unterkonstruktion setzten die Handwerker Durchsteckanker im Achsabstand von etwa 900 mm.
In die mittels Noniusabhängern etwa 250 bis 300 mm tief abgehängten CD-Grundprofile und die mit Kreuzverbindern angebrachten Trageprofile (Achsabstand 330 mm) wurden anschließend die Klimaregister (mit mediumführenden Kupferrohren, Durchmesser 12 mm) mit eigens entwickelten Montagehilfklammern zwischenliegend eingehängt. Die wasserführenden Zuleitungen wurden mit speziellen Schellen befestigt. Dass die erzeugte Kälte nicht nach oben entweicht, sondern möglichst vollständig in die darunter liegenden Räume abgestrahlt wird, dafür sorgt eine in PE-Folie eingeschweißte, vollflächig über die Tragekonstruktion verlegte Mineralwolledämmung (2 x 20 mm).
Beplankung mit Klimadeckenplatte
Für die Beplankung der Decken wählte das Handwerker-Team die „Climafit Prothermo“-Systemlösung von Rigips. Die hierbei zum Einsatz kommenden 10 mm dicken „Climafit“-Gipsplatten weisen dank ihres Graphit-modifizierten Kerns eine besonders hohe Wärmeleitfähigkeit auf und sorgen für eine – im Vergleich zu einer Beplankung mit herkömmlichen Gipsplatten – über zehn Prozent effizientere Kühlleistung des Gesamtsystems.
Der Wandanschluss erfolgte mit einer 5-mm-Fuge mit Kompriband als beweglicher Randabschluss und anschließender Acrylverfugung.
Die glatten und fugenlosen Oberflächen der Beplankung passen sich optimal in das Ambiente der Innenräume ein. Die ,unsichtbaren’ Stärken des montierten Systems wurden mit Aufnahmen einer Wärmebildkamera beweisen. Sie zeigen deutlich, wie gleichmäßig die Kühle abgestrahlt wird. In Verbindung mit den weiterhin genutzten konventionellen Heizkörpern lässt sich das Raumklima so optimal regeln.
Planung und Durchführung:
INCOTEC GmbH & Co. KG, Altdorf

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