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Flucht- und Rettungswege planen

Kein Spiel mit dem Feuer
Flucht- und Rettungswege planen

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Neben der überarbeiteten Musterbauordnung (MBO) sorgen vor allem Umstellungen auf europäische Normen, gepaart mit Verschärfungen bei Wärme- und Trittschallschutz dafür, dass Architekt und Tragwerksplaner ein großes Detailwissen bzgl. Bauprodukten haben müssen. Lösungen für Laubengänge berücksichtigen z. B. Wärme-, Feuchte- und Brandschutz gleichermaßen.

Schöck Bauteile GmbH | be

Paragraph 14 der Musterbauordnung (§14 MBO): „Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind.“
Als Vertreter des Bauherrn zeichnet der Architekt für Planung und Umsetzung von Brandschutzmaßnahmen verantwortlich. In der Regel werden bei größeren Projekten oder Sonderbauten Fachplaner beauftragt. Größere Planungsbüros haben häufig eine eigene Brandschutzabteilung. Die Erfahrung zeigt, dass besonders zu Beginn der Planung gestalterische Aspekte (z. B. Fassade) oder funktionale Aspekte (z. B. die Statik mit entsprechender Materialwahl) im Fokus stehen. Planungsrelevante Brandschutz-Anforderungen treten in den Hintergrund. Wer Brandschutz in der Planung vernachlässigt, der spielt allerdings im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Feuer. Das Projekt gerät in Gefahr, es können zusätzliche Kosten und Zeitverzögerungen entstehen.
Brandschutz ist baurechtlich gefordert. In den letzten Jahren hat sich das Fachgebiet ständig erweitert. Die Musterbauordnung (MBO) wurde überabeitet, es gab Umstellungen auf europäische Normen und der Stand der Technik bei den Bauprodukten hat sich weiterentwickelt. Dies, gepaart mit Verschärfungen im Bereich Wärme- und Trittschallschutz, hat dafür gesorgt, dass Planer über ein großes Detailwissen auf Bauproduktebene verfügen müssen.
Architekten müssen in verschiedenen Detailebenen, wie Brandschutz, Wärmeschutz und Trittschallschutz, gleichzeitig denken und unterschiedliche Anforderungen an Bauteile gut kombinieren können.
Anforderungen an Laubengänge
Flucht- und Rettungswege sind hierfür ein gutes Beispiel. Laut Musterbauordnung (§31 MBO) müssen Laubengänge, welche als erste Rettungswege gelten, so geplant werden, dass sie nach der europäischen Norm DIN EN 13501–1/2 die Brandschutzklassifizierung REI30 (Gebäudeklasse 2 und 3) bis REI90 (Gebäudeklasse 5) erfüllen. Sie müssen im Brandfall über die geforderte Tragfähigkeit (R), Rauchdichtigkeit (E) und die erforderliche Hitzeabschirmung (I) verfügen und entsprechend der Feuerwiderstandsdauer geplant werden. Gleichzeitig aber stellen Laubengänge Wärmebrücken dar und müssen im Rahmen des Wärme- und Feuchteschutzes berücksichtigt werden.
Hier kommt der Schöck Isokorb zum Einsatz. Das Produkt gibt es in zwei Variationen: Einmal mit Brandschutzausführung (REI120) und einmal ohne (R0), da laut MBO an frei auskragende Balkone, die keinen Rettungsweg darstellen, keine Brandschutzanforderungen gestellt werden. Bei Laubengängen sollte der Isokorb immer mit Brandschutzausführung in REI120 ausgeschrieben werden, um alle Anforderungen je Gebäudeklasse abzudecken.
Das Produkt wurde im Rahmen von bauaufsichtlichen Zulassungsprüfungen mehrfach geprüft und hat die maximale Brandschutzklassifizierung REI120 erreicht. Die Brandschutzausführung besteht aus einem Zweikomponenten-System, das die bauphysikalischen Funktionen Wärmeschutz und Brandschutz getrennt ausführt.
Der Wärmeschutz wird über den Dämmkörper gewährleistet, Brandschutz wird über eine obere und untere faserzementgebundene Brandschutzplatte mit seitlichen Quellbändern sichergestellt. Der Dämmkörper aus Neopor lässt keine Feuchtigkeits- oder Wasserzunahme zu, er kann also im Außenbereich uneingeschränkt eingesetzt werden. Bei Hybridsystemen, bei denen ein Material zwei Funktionen übernimmt, also Wärme- und Brandschutz, könnte dies nicht immer sichergestellt sein, da die äußeren Rahmenbedingungen einen Einfluss haben können.
Der Architekt trägt in Sachen Brandschutz die Verantwortung. Um auf der sicheren Seite zu sein, muss das Thema bereits bei Planungsbeginn berücksichtigt und am besten schon vom Bauteil bis hin zur Bauproduktebene ausgeschrieben werden. Außerdem sollte bei der Auswahl der Produkte auf die multifunktionalen Eigenschaften geachtet werden, damit Wärme- und Feuchteschutz nicht zu kurz kommen.
Isokorb mit Brandschutz

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