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Brandschutz ohne optische Kompromisse

Umbau eines Klosters im Schwarzwald
Brandschutz ohne optische Kompromisse

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Das Kloster Sankt Peter wurde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, weshalb eine Einteilung in Brandabschnitte nach geltendem Baurecht erforderlich wurde. Um dabei die Ästhetik des historischen Gebäudes zu erhalten, kamen besondere Lösungen für transparenten Brandschutz zum Einsatz.

Das Kloster Sankt Peter im Hochschwarzwald ist ein einzigartiges Zeugnis süddeutscher Barockarchitektur. Gegründet im 11. Jahrhundert, war es bis zur Säkularisation im Jahre 1806 Wohn- und Wirkungsstätte von Benediktinermönchen, dann wurde die Anlage verstaatlicht. 36 Jahre später beherbergt es das Priesterseminar der Erzdiözese Freiburg. Seit November 2006 wird das Gebäudeensemble als geistliches Zentrum genutzt und ist somit öffentlich zugänglich. Es zieht jährlich zahlreiche Besucher an. Um die Nutzer des ehemaligen Klosters im Brandfall zu schützen, war bei den Umbaumaßnahmen ein solides Brandschutz-Konzept sehr wichtig.

Sobald das Konzept vorlag, suchte das Erzbischöfliche Bauamt Freiburg unter Federführung von Architekt Alexander Steger nach einer Möglichkeit, die erforderlichen Baumaßnahmen unauffällig ins bestehende Raumbild zu integrieren. Die Planer stimmten sich dabei mit dem Landesamt für Denkmalschutz in Freiburg ab.
Dabei wurden die Verantwortlichen auf die Firma Hoba aufmerksam. Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, Brandschutzelemente herzustellen, die sich individuell der gegebenen Architektur anpassen und dabei maximale Transparenz bieten. Es erfolgte eine enge Zusammenarbeit im frühen Planungsstadium zwischen Architekt, Brandschutzgutachter, Denkmalamt und Hoba. Sie stimmten gestalterische Details ab, ermittelten anhand einer Kostenschätzung das Budget und legten den Einbau einer Musteranlage fest. Um die geforderten Feuerwiderstände zu erreichen, waren Nebenarbeiten erforderlich: Wände, Decken und Böden mussten ertüchtigt werden. Auch der Umfang dieser Arbeiten wurde für die anstehende Ausschreibung definiert.
Überzeugende Türqualität
Nach Einbau des Musterelementes von Hoba waren alle Beteiligten von dessen Güte überzeugt. Deshalb entschloss sich der Auftraggeber zu einer beschränkten Ausschreibung für die Hauptmaßnahme. Keines der im Vergleich herangezogenen Produkte reichte an die Qualität des Musterelementes heran. Und zudem blieben die Kosten im Rahmen des veranschlagten Budgets; Hoba erhielt den Auftrag.
Allerdings sollte das Gebäude auch während der Baumaßnahmen mit möglichst wenigen Einschränkungen genutzt werden können. Darauf musste die Werkplanung bei Hoba eingehen und die Produktion sowie Freigabe der Elemente in mehreren Stufen vorsehen. Dies erforderte nicht nur große Flexibilität bei Herstellung und Logistik des Unternehmens, sondern auch bei Montage und Ertüchtigung der Wand- und Bodenanschlüsse – eine logistische Herausforderung. Dank des eigenen Fuhrparks bei Hoba konnten die erforderlichen Elemente „just in time“ Bauabschnitt für Bauabschnitt termingerecht angeliefert werden. Die Brandschutzelemente wurden durch einen Kooperationspartner montiert und fügen sich in die Architektur des Gebäudes ein.
Reduziert ästhetisch
Die Besonderheit der Brandschutzelemente liegt in ihrer minimalistischen Konstruktion. Claus Schmid, Geschäftsführer Hoba, war es als Erstem gelungen, Brandschutztüren derart in Brandschutzverglasungen einzubauen, dass die Türzargen keinerlei Verbindung mit den umlaufenden Rahmen mehr haben. Folglich trägt das Glas die Tür.
Grundlage dieser mutigen Konstruktion war der Fortschritt bei der Entwicklung von Brandschutzscheiben. Sie können heute nicht nur dem Feuer widerstehen, sondern verhindern auch den Durchgang der Hitzestrahlung. Damit entsprechen die Brandschutzverglasungen der Feuerwiderstandsklasse F bzw. im europäischen Sprachgebrauch EI.
Die Weiterentwicklungen von Brandschutzglas und Norm der letzten Jahrzehnte nutzte Hoba ebenfalls zur Weiterentwicklung ästhetischer und sicherer Brandschutztüren. Die im Kloster St. Peter eingesetzte Edelstahlrahmentür wurde beispielsweise mit dem Red Dot-Designpreis ausgezeichnet.
Wesentliche konstruktive Besonderheiten sind in diesem Projekt die Montage der Türzarge im freien Glasumfeld, die rahmenlose Anbindung der Verglasungen an angrenzende Wände sowie die mit filigranem Edelstahl eingefasste Brandschutztür aus Glas.
St. Peter ist ein Musterbeispiel dafür, wie Planer ein historisches Gebäude in die vorgeschriebenen Brandabschnitte einteilen und dabei seine ursprüngliche großzügige Raumwirkung erhalten. Neben verglasten Brandschutz-Elementen galt es, auch die historischen Türen mit Füllungen und Zierwerk durch entsprechende Brandschutztüren mit gleichem Dekor zu ersetzen. Auch hier konnte Hoba mit geprüften Elementen allen Aufgabenstellungen an Sicherheit und Denkmalschutz gerecht werden. Im Ergebnis erfüllt das historische Kloster nun höchste Brandschutzanforderungen.
Brandschutztüren
Planung:
Architekt Alexander Steger, Erzbischöfliches Bauamt Freiburg
http://ebfr-bau.de

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