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Besonders täuschungsalarmsicher

Neues Brandschutzkonzept für Museum in München
Besonders täuschungsalarmsicher

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Im Rahmen umfangreicher Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen im Kunstmuseum Lenbachpalais war auch ein neues Brandschutzkonzept angesagt: Zum Einsatz kamen ein Brandvermeidungssystem, ein Ansaugrauchmelder sowie für die Brandbekämpfung eine Schnellabsenkung der Restsauerstoffmenge ­ alles aus einer Hand.

Katrin Strübe | jo

Aufgrund der Empfindlichkeit und des hohen Wertes der Kunstwerke schied ein konventionelles Löschsystem aus. Die Exponate sollten so umfassend wie möglich vor den Auswirkungen eines Feuers geschützt werden. Die Entscheidung fiel auf ein Brandschutzkonzept von Wagner, bestehend aus aktiver Brandvermeidung, Brandfrühesterkennung und einem Gefahrenmanagementsystem.
Aktive Brandvermeidung
Das Brandvermeidungssystem „OxyReduct“ senkt in den Depot-und Lagerräumen durch das kontrollierte Einleiten von Stickstoff den Sauerstoffgehalt dauerhaft auf 17 Vol.-% ab und sorgt für eine Schutzatmosphäre, in der ein Brandverhalten stark reduziert wird. Die Räume bleiben dabei für das Personal begehbar. Die Sauerstoffkonzentration wird über Sensoren überwacht und an eine Steuerzentrale übermittelt, um eine Aufrechterhaltung der Restsauerstoffmenge zu gewährleisten.
Frühe Detektion
Um einen Brand in seiner Entstehung detektieren zu können, werden die Archiv-und Technikräume durch Ansaugrauchmelder „Titanus pro Sens“ nach Klasse A der EN 54–20 überwacht. Über ein Rohrsystem im Deckenbereich werden Luftproben entnommen, einer Detektionseinheit zugeführt und auf Rauchpartikel hin überprüft. Lediglich 2 g stoffliche Zersetzung genügen für eine Detektion. Das System reagiert so bis zu 2 000 Mal schneller als konventionelle Rauchmelder – und zudem besonders täuschungsalarmsicher.
Schnellabsenkung der Restsauerstoffmenge
Im Fall einer Detektion wird durch die Steuerzentrale umgehend eine Schnellabsenkung eingeleitet. Innerhalb von 240 Sekunden wird die Restsauerstoffmenge von 17,0 Vol.-% auf ein Vollschutzniveau von 9,0 Vol.-% reduziert. Durch das frühzeitige Einleiten der Brandbekämpfung wird ein Schaden auf ein Minimum reduziert. Brandmelde- sowie Einbruchmeldezentrale, Fluchtwegsteuerung, Gebäudeleittechnik und Videoüberwachung wurden im Lenbachhaus in einem System zusammengeführt. Die Vernetzung der sicherheitstechnischen Anlagen erfolgt durch das Gefahrenmanagementsystem „VisuLAN“.
Planung: ZWP Ingenieur-AG, Niederlassung München


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