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Wärmebrücken ausgeschaltet

Neubau von fünf Stadtvillen in Baden-Baden
Wärmebrücken ausgeschaltet

Prachtvolle Stadtvillen erfüllen gehobene Anforderungen an Wärme- und Schallschutz. Ihre Balkone wurden zur Vermeidung von Bauschäden durch Schimmelbildung und zur Reduzierung des Energieverbrauchs mit einem speziellen Element gedämmt.

In bevorzugter Wohnlage mit einzigartigem Blick auf das Bäderviertel der Kurstadt Baden-Baden entstanden in zwei Jahren insgesamt fünf prachtvolle Stadtvillen. Sie sind dem Villengebiet Friedrichshöhe am Annaberg sowie den „Wasserspielen am Paradies“ städtebaulich eingeordnet. Das Bauvorhaben ist Ergebnis eines Investoren-Wettbewerbs der Stadt Baden-Baden, den die Ideal & Vogel Projektbau GmbH in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Mussler gewonnen hat.

Die Villenanlage umfasst insgesamt 25 Wohneinheiten mit 120 bis 350 m² Wohnfläche je Einheit. Über 400 m² Balkonfläche stellen eine Verbindung zur Natur her
Die exklusiven Häuser mit insgesamt 3 500 m² Wohnfläche wurden in einer reizvollen und zugleich baulich schwierigen Lage errichtet.
Für Planer und Bauausführende stellte die extreme Hanglage eine besondere Herausforderung dar. Auf dem unwegsamen Gelände sollten die Wohngebäude abgestuft errichtet werden, um sich in die Villenlandschaft einzupassen. Die technische Lösung für diese bauliche Anforderung bestand im Bau einer Parallelstraße. Sie dient zur Erschließung der unteren Häuser in dem steilen Hang des Baugrundstücks. Mit diesem Konzept hat sich die Ideal & Vogel Projektbau GmbH im Wettbewerb deutlich von anderen Lösungen differenziert. In der Umsetzung wird das architektonische Bild der Anlage wesentlich geprägt.
Hangseitig bebaut in Felsgelände
Für die Realisierung der Villenanlage mussten insgesamt 20 000 m² Erde ausgehoben werden. 650 t Stahl sorgen für eine sichere Statik. Die Gründung der Stadtvillen erfolgte in dem steilen Gelände teilweise auf Fels, teilweise auf Pfählen. Die zweigeschossige Tiefgarage wurde in den Hang gebaut. Die hangseitige Bebauung auf der oberen Ebene des Grundstücks ist größer, da sie auf der unteren Ebene, hin zum Blücherweg sowie zur Sponheimstraße, an größere Gebäude angrenzt. Hier sind die Häuser straßenseitig zurückgenommen, da sie mit dem Verschnitt der Abfahrtsstraße keine dominanten Eingänge benötigt. Die unteren Häuser zeichnen sich ebenfalls durch eine Abdrehung aus. Sie eröffnen den Bewohnern damit freie Sicht zum Tal. Im Hintergrund der Villenanlage befindet sich das Neue Schloss Baden-Baden mit den landschaftlich interessanten Battertfelsen.
Die mehrgeschossigen Gebäude zeichnen sich allesamt durch ein sehr hohem Ausstattungsniveau aus. Auch die Zugänge der Bestands-Villen sind in aller Regel exklusiv gestaltet; so ist die Zufahrtstraße zur Tiefgarage in den Wintermonaten beheizt.
Die gesamte Wohnanlage wird videoüberwacht. Alle Zugänge entlang der Bernhardstraße sind mit Sandstein-Fassaden versehen, um auch hier eine gestalterische Betonung zu erzielen. Neben der reizvollen Aussicht wurden in dieser Anlage höchste Anforderungen an den Wärme- und Schallschutz gestellt.
Hohe Anforderungen an Wärme- und Schallschutz
Alle fünf Häuser sind deshalb komplett mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen. Der besondere Augenmerk der Planer galt den Wärmebrücken an den auskragenden Balkonen (Heidelberger Betonelemente). Gerade diese Thematik war sehr komplex, da viele Fassadenversprünge und Bauteildurchdringungen realisiert werden sollten.
„Alle außenliegenden Bauteile wurden mit dem Schöck Isokorb komplett thermisch getrennt. Aufwändige Dämmmaßnahmen bei den zahlreichen Fassadenvorsprüngen der Villenarchitektur konnten entfallen“, bestätigte Christian Mussler von Architekturbüro Mussler in Sinzheim bei Baden-Baden. Es wurden insgesamt 46 Schöck Isokorb Typ Q und 190 Schöck Isokorb Typ K in verschiedenen Tragstufen verarbeitet. Der Isokorb ist das tragende Wärmedämmelement zur thermischen Trennung auskragender Bauteile, ob zur Trennung von Beton-Beton, Beton-Holz, Beton-Stahl oder Stahl-Stahl. Er reduziert Wärmebrücken, verhindert Tauwasser- und Schimmelpilzbildung. Indem das Dämmelement außenliegende Stahlbetonbauteile thermisch vom Gebäude trennt, reduzieren sich die Wärmeverluste durch die Drucklagertechnologie (HTE-Modul) auf ein Minimum.
Durch die Kunststoffummantelung des Betondrucklagers wird ein störungsfreier Bewegungsablauf gewährleistet. Bündig integrierte Drucklager (HTE-Module) erleichtern den Einbau im Fertigteilwerk und auf der Baustelle. Generell hilft das Element, Heizkosten zu sparen, CO2-Emisssionen zu reduzieren und natürliche Energieressourcen zu schonen.
bba-Infoservice Balkonfertigelement 532 Wärmedämmelement Isokorb 533
Architekt: Dipl.-Ing. Chrisitan Mussler, Mussler Gesamtplan GmbH, Sinzheim
Statiker: Dipl.-Ing. Stefan Zachmann, Ingenieurbüro für Baustatik GmbH, Bühl

Kompakt-Info
Sichtbar fest im Beton: Mit einbetonierten, justierbaren Ankerschienen lassen sich wirtschaftliche, sichere und kontrollierbare Befestigungen ohne Bohren, Dübeln oder Schweißen erzielen. Wie der Verein zur Förderung und Entwicklung der Befestigungs-, Bewehrungs- und Fassadentechnik e.V. (VBBF) mitteilt, können Ankerschienen Montagezeiten verkürzen, Montagefehler ver- meiden sowie Sicherheit und Qualität der Bauausführung steigern. www.vbbf.de

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