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Wohnquartier in Schwetzingen: Schallschutz mit Schwer- und Stahlfaserbeton

Neubau eines Wohnquartiers mit Tiefgarage in Schwetzingen
Kurfürstlich ruhig

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Unweit des Barockschlosses liegt das Schlossquartier Schwetzingen. Behutsam eingebettet in den alten Stadtkern, erforderte der Bau des neuen Wohnviertels besondere Vorsichtsmaßnahmen, vor allem einen reibungslosen Ablauf und gute Baustoff-Qualität beim Schwer- und Stahlfaserbeton – auch aus Schallschutzgründen.

In Schwetzingen gibt es nicht nur exzellenten Spargel, es lässt sich auch gut wohnen. Das wussten schon die Kurfürsten – und bis heute hat sich an der Attraktivität der Stadt nichts geändert. Bestes Beispiel ist das Schlossquartier Schwetzingen, das im März 2016 fertig gestellt wurde. Es verbindet zwei zentrale Straßen in Schwetzingen miteinander und umfasst insgesamt acht Häuser mit 33 Wohnungen für Jung und Alt, darunter ein Gästehaus und ein Gebäude mit 18 Einheiten für Betreutes Wohnen.

Angesichts der Tiefgarage wähnt man sich fast in einem Museum, in das sich Autos verirrt haben. Die Garage ist in ein mildes, gelbes Licht getaucht und überall an den Wänden hängen Bilder mit Schwetzingen-Motiven, quer durch alle Zeiten. Neben der Ästhetik kommt auch die praktische Seite nicht zu kurz: Es gibt eine Tankstelle für Elektrofahrzeuge. Und Fahrstühle führen vom Souterrain barrierefrei direkt in die einzelnen Wohngebäude.
Schwer- und Stahlfaserbeton zur Schalldämpfung
So schön das Ganze im fertigen Zustand anmutet, so schwierig und komplex war der Bau. „Wir konnten die Baustelle nur von einer Straße aus anfahren. Deshalb blieb uns nichts anderes übrig, als das Ganze in zwei Abschnitten zu bauen“, erläutert Dirk Zimmermann, Geschäftsführer der FWD Rohbau GmbH und zugleich Projektleiter. „Und da rings um das Quartier Altbauten in direkter Grenzbebauung stehen, mussten wir diese bis auf Sohle der Tiefgarage ca. 3,5 m unterfangen. Hierzu hat das Bauteam mit einer Injektionslanze eine Zementsuspension mit hohem Druck unter die Fundamente der Bestandsgebäude eingepresst; allein diese Arbeiten haben fast drei Monate beansprucht“, ergänzt Zimmermann.
Besondere Bedingungen erforderte auch der Bau der Fahrstuhlschächte. „Der Schallschutz schreibt hier für die Außenwände eine Mächtigkeit von mindestens 30 cm vor. Dieses Kriterium war aus baulichen Gründen nicht zu erfüllen“, erklärt Dirk Zimmermann.
Stattdessen habe man sich dafür entschieden, den Schacht zur Schalldämpfung mit Schwerbeton auszugießen. „Damit haben wir die geforderte Norm mehr als erfüllt“, betont Zimmermann.
Zufrieden zeigte er sich auch mit dem gesamten Bauverlauf. „Wir wussten von vornherein, dass die Verhältnisse vor Ort eng sind, das Bauvorhaben komplex und der Zeitdruck groß; daher waren Qualität der Baustoffe und Liefersicherheit für uns entscheidende Faktoren“, sagte Zimmermann. Deshalb entschied man sich für HeidelbergCement-Unternehmen als Partner, im Speziellen die Heidelberger Beton Kurpfalz GmbH & Co. KG. Planmäßig im Sommer stand der Rohbau und wenige Wochen später waren die Wohnungen bezugsfertig.
Der Betonbedarf lag insgesamt bei cirka 6 315 m³, davon Normalbeton der Klassen C12/15 bis C45/15. Für den Bau des Tiefgaragenbodens wurden cirka 460 m³ Steelcrete verwendet. Für den Bau der Aufzugschachtwände kamen cirka 175 m³ Schwerbeton zur Verwendung, Rohdichte (fest) 2,6 t/m³, Schwerzuschlag Magnetitsplit (ca. 1 t). Als Fließestrich wurden cirka 355 m³ verarbeitet, davon 330 m³ Anhyment und 25 m³ CemFlow.
Normalbeton; Schwerbeton; Stahlbeton; Fließestrich.
Architekten:
Roth. Fischer Architekten, Schwetzingen


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