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Die europäische Stadt im 21. Jahrhundert - Ausstellung »urbainable«

Ausstellung »urbainable« in Berlin
Problemfall oder Erfolgsmodell? – Die europäische Stadt im 21. Jahrhundert

Seit der Antike hat sich die europäische Stadt  dank  ihrer Anpassungsfähigkeit und Innovationskraft zum Erfolgsmodell entwickelt. Doch ist sie heute noch imstande, den großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts – Klimaverträglichkeit und Nachhaltigkeit – zu begegnen? Positionen dazu zeigt die Ausstellung „urbainable – stadthaltig“ ab 5. September in der Akademie der Künste in Berlin.

Die Defizite der Städte liegen zunächst auf der Hand: Sie verbrauchen Ressourcen und fossile Energie, stoßen klimaschädliche Gase aus, versiegeln Flächen und erzeugen Abfall. Städte belasten Umwelt und Gesundheit, und sie sind Schauplatz sozialer Konflikte wie der Verteilung von Arbeit, Wohnraum und Vermögen.

Doch wäre es denkbar, dass die Stadt nicht nur Teil des Problems, sondern auch Teil der Lösung ist? Könnte nicht gerade ihre Kraft zur Selbsterneuerung zum Motor für die notwendigen Veränderungen der kulturellen, technischen und gesellschaftlichen Systeme werden? Und inwieweit können Maßnahmen des Städtebaus und der Architektur solche Prozesse befördern?

Niederbaumbrücke, Hamburg, 2010. Bild: Erik-Jan Ouwerkerk

Kaleidoskop der Konzepte

Die Ausstellung „urbainable – stadthaltig“ der Akademie der Künste in Berlin spielt bereits mit ihrem Titel auf die Hypothese an, dass Nachhaltigkeit und Stadt nicht unabhängig voneinander gesehen werden können. Sie setzt sich mit der Rolle der europäischen Stadt in Zeiten der Klimaerwärmung, der Digitalisierung, des demografischen Wandels und der Auflösung traditioneller sozialer Netzwerke auseinander.

Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen. Eine Rauminstallation aus Bildern des Berliner Fotografen Erik-Jan Ouwerkerk bildet ein urbanes Panorama, das – durch Fakten aus den Recherchen des Instituts für Entwerfen und Städtebau der Leibniz Universität Hannover ergänzt – in das Thema einführt und die Potenziale vermittelt, die unsere Städte für eine nachhaltige Entwicklung bereithalten.

Im Hauptteil der Ausstellung zeigen 34 Mitglieder der Sektion Baukunst der Akademie der Künste und ihre Gäste, wie diese Potenziale konkret genutzt werden können. Ihre Projekte, Visionen und Initiativen aus den Bereichen Architektur, Ingenieurwesen, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung zeigen ein breites Spektrum an Ideen für die Stadt der Zukunft, vom konstruktiven Detail bis zur stadtplanerischen Vision, von der Gebäudetechnik bis zum politischen Diskurs.

Es ist ein Kaleidoskop der Konzepte entstanden, eine Tour d’Horizon durch die aktuelle europäische Architektur und Stadtplanung entlang der drängenden Themen unserer Zeit – wie Digitalisierung, Mobilität, Kulturtechniken der Dichte, Umgang mit der Natur, Bauen im Bestand oder technische Innovationen.

Nothing to see here, Berlin
Nothing to see here, Berlin, 2007. Bild: Erik-Jan Ouwerkerk

Kreatives Potenzial unserer Städte nutzen

Die aktuelle Schau wurde bereits vor der Corona-Krise geplant und konzipiert, doch bei ihrer Durchführung wurde die Erfahrung der Pandemie einbezogen. Schon jetzt zeigen sich die enorme Anpassungsfähigkeit und das kreative Potenzial unserer Städte. Dieses Potenzial zu nutzen anstatt nur die Defizite der Städte zu beheben, ist das Plädoyer dieser Ausstellung.

Mit Beispielen u. a. aus Berlin, Bremen, Bordeaux, Budapest, Gelsenkirchen, Güstrow, Hamburg, Köln, Linz, London, Malta, München, Paris, Regensburg, Venedig, Wien und Zürich.

  • Ausstellung: urbainable – stadthaltig. Positionen zur europäischen Stadt für das 21. Jahrhundert
  • Zeitraum: 5. September – 22. November 2020
  • Öffnungszeiten: Di–So 11–19 Uhr (coronabedingte Zugangseinschränkungen, Zeitfenster-Onlinetickets)
  • Ort: Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin

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