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Neubau eines Wohn-Passivhauses in der Nähe von Stuttgart

Effizienz mit Loft-Eleganz

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Wie baut man mit überschaubarem Budget ein energetisch sinnvolles Einfamilienhaus mit Hingucker-Qualität und Loft-Charakter? Man lässt die eigenen Bedürfnisse konsequent in die Planung einfließen, folgt der Prämisse „Kreativität statt Kosten“ und strebt eine meisterlich handwerkliche Umsetzung an. So war für die Fassade aus Holz und Metall große Genauigkeit gefragt: Planebene Aluminium-Verbundplatten ließen sich knick- und verwerfungsfrei verlegen.

Anforderung:

Passiv-Wohnhaus mit Loft-Charakter und authentischen Materialien

Lösung:

Biegesteife Aluminium-Verbundplatten von hoher Oberflächenqualität


Kay Rosansky | be

Nahezu jeder, der über baupraktische Erfahrung verfügt, wünscht sich eine verbesserte Kommunikation. Bei dem hier gezeigten Einfamilienhaus waren die Kommunikationswege denkbar kurz, denn alle Kompetenzen liegen in der Familie gebündelt, die gleichzeitig auch die Bauherrin ist. Ein Ehepaar, sie Architektin, er Bautechniker und gelernter Zimmermann, schwärmen seit jeher für Lofts und haben auch über Jahre in solchen gelebt. Als der Platz für die Familie nicht mehr ausreichte, entstand zunächst der Plan, auch diesmal ein ehemals gewerblich genutztes Gebäude zu nutzen und zur Wohnung umzubauen. Schließlich entschloss sich die Familie aber doch, neu zu bauen, und dabei die eigenen Vorstellungen hinsichtlich Offenheit und Raumangebot umzusetzen, ein Einfamilienhaus mit Loftcharakter.

Loft Living

Die wesentlichen Mittel, um den Loft-Gedanken in einen Neubau zu transponieren, waren für die Familie das Raumkonzept, die Materialauswahl und die Lichtplanung. Deshalb besteht das Erdgeschoss nun aus einem einzigen großen Raum, von einem kleinen Technikraum, einer Abstellkammer sowie einem Gäste-WC abgesehen.

Um die Stützenfreiheit zu erreichen, wurde ein Doppel-T-Träger als sichtbarer Unterzug verbaut. Dieser macht nicht nur die Statik sichtbar, sondern wird außerdem als Haltevorrichtung für Kinderschaukeln und ähnliches genutzt. So steht der Familie nun ein 50 m² großer Wohn- und Essbereich mit einer Raumhöhe von 3 m zur Verfügung. Im ersten Obergeschoss befinden sich zusätzlich zwei Schlafräume, ein Bad und ein Büro, wobei auch der Treppenraum offen ist.

Die verwendeten Materialien sollten möglichst authentisch sein. Ein Estrich auf der Bodenplatte dient als Boden, und auch die Treppe sowie einige Möbel für den Innen und den Außenbereich bestehen aus Sichtbeton. Die raumbegrenzenden Flächen wurden entweder schwarz oder weiß gehalten; Farben sollten lediglich durch die Menschen und das Leben im Haus eingebracht werden.

Das Kunstlicht im Hauptraum entspringt vor allem einem Lichtkanal, der oberhalb des langen Esstisches verläuft. Ergänzt wird diese Grundausleuchtung durch Akzentlichter in Form von Up- und Downlights sowie durch Hinterleuchtungen. Die Lichtsteuerung erfolgt über ein Bussystem, sodass unterschiedliche Lichtstimmungen programmierbar sind.

Hybrid-Fassade

Die Architektin entwarf für ihr Haus eine harmonisch proportionierte Fassade, welche aus Metall- und Holzelementen besteht. Der Techniker und gelernte Zimmerer hat mit seinem Beitrag die Idee mit einer herausragenden handwerklichen Präzision umgesetzt. Die Holzfassade besteht aus insgesamt 5 500 lfm Rhombusschalung, welche bis zur Abwicklung mit großer Sorgfalt geplant und ausgeführt wurde. Die Materialwahl fiel auf vorvergraute Sibirische Lärche, die ohne chemischen Holzschutz auskommt.

Im Kontrast zum Holz stehen sehr planebene Fassadenelemente aus Metall. Weil auch bei diesen eine größtmögliche geometrische Genauigkeit gewünscht war, wurden Aluminium-Verbundplatten Alucobond von 3A Composites auf die Unterkonstruktion geschraubt und geklebt. Die dreilagigen Fassadenplatten sind äußerst biegesteif und maßhaltig, außerdem lassen sie sich millimetergenau kanten, ohne dass dabei Verwerfungen oder Knicke entstehen. Der Farbkontrast zum Holz entsteht durch die schwarze Farbe (Farbton Black 326) und wird dies aufgrund der hohen Oberflächenqualität auch in vielen Jahren noch tun. Ergänzt wird die Außenansicht im Erdgeschoss durch Holz-Alu-Fenster und im 1. OG durch Kunststoff-Alu-Fenster.

Energiesparer

Da für das gesamte Baugebiet die Anforderung „maximaler Heizwärmebedarf ≤ 18 kWh/m²a“ bestand, ließ sich die Familie bereits im Vorfeld die entsprechenden Berechnungen nach EnEV und EEWärmeG (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz) erstellen. Um KfW-Fördermittel beantragen zu können, wurden außerdem Berechnungen nach dem KfW-Förderprogramm 153 erstellt. Nun ruht das Gebäude auf einer 16 cm dicken, aktivierten Bodenplatte aus Stahlbeton, und diese auf auf einer 30 cm starken XPS-Dämmung. Der 180 mm-Holzrahmenbau wurde mit Steinwolle gedämmt und auf der Rauminnenseite mit 16 mm dicken OSB-Platten verschlossen. Auf eine 60 mm-Installationsebene, ebenfalls mit Steinwolle gedämmt, folgt der raumseitige Abschluss aus zwei Lagen 12,5 mm Gipskartonplatten. Von außen wurden die Holzrahmen mit 15 mm DWD-Platten beplankt und mit einer 2 x 60 mm Steinwolldämmung sowie einer UV-beständigen Unterspannbahn als wasserführende Schicht versehen. Auf dieser liegt eine 30 mm dicke, hinterlüftende Unterkonstruktion, welche die verschraubten und verklebten Aluminiumverbund-Fassadenplatten trägt. Das Flachdach wurde mit einer XPS-Dämmung versehen und extensiv begrünt.

Eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit einem Wärmerückgewinnungsgrad von 85 % minimiert die durch Lüftung entstehenden Verluste des sehr dichten Gebäudes. Das passivhaustaugliche Gebäude wird mit Grabenkollektoren und Sole-Wärmepumpe beheizt. Die nachträglich installierte Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 9,54 kWp a, die mit einem 7,5 kWh-Stromspeicher gekoppelt wurde, stellt auch den von der Wärmepumpe benötigten Strom zur Verfügung.


Bauherren: Kerstin Philipp und Wolfgang Thaler

Architektin: Dipl.-Ing. Architektin Kerstin Philipp, Esslingen


Dipl-Ing. Architektin Kerstin Philipp: „Oft habe ich noch entworfen, während mein Mann schon gebaut hat (…) und heute ist das Haus ein Spiegel unserer Persönlichkeiten.“


KfW-Förderprogramm 153

Der Antrag auf ein gefördertes Darlehen für ein KfW-Effizienzhaus darf nicht vom Handwerker, sondern muss von einem beauftragten Sachverständigen gestellt werden. Die Kosten für den Sachverständigen können bezuschusst werden: Bei Förderzusage für das Darlehen haben Bauherren Anspruch auf 50 % Zuschuss.


Mehr zum Thema

  • bba-Fachbeitrag Aluminium-Verbundfassade

hier.pro/bba0917Metallfassade_verspiegelt



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