Bereits im Planungsprozess sind zahlreiche Details zu klären

Übergroße Verglasungen

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Die Nachfrage nach übergroßen Verglasungen steigt. Anwendung finden sehr große Verglasungen z.B. in transparenten Foyers, die über mehrere Stockwerke angelegt sind. Den höheren planerischen Aufwand sieht man diesen Fassaden meist nicht an, doch erfordern sie deutlich mehr Weitsicht und ein hohes Maß an Vorab-Detailplanung.

Anforderung:

Sehr großflächige, störungsfreie Transparenz an der Fassade

Lösung:

Beschichtete Verglasungen bis zu 3,21 x 18 m mit High-End-Coatings für Sonnenschutz, Wärmedämmung etc.


Marc Everling, Head of Marketing AGC Interpane | jo

Die maximalen Produktionsgrößen von beschichteten Verglasungsprodukten entwickelten sich in den letzten Jahren stetig nach oben. „The Shard“ in London, der „Taunusturm“ in Frankfurt oder der „Apple Campus“ in Cupertino – diese Gebäude haben die Gemeinsamkeit, dass beschichtete Verglasungen von AGC Interpane verbaut wurden, deren Abmessungen bis vor wenigen Jahren nicht umsetzbar gewesen wären. Interpane verfügt in Plattling über eine Anlage, die hochwertige Beschichtungen auch auf Überformaten aufbringen kann.

Die Qualitätsanforderungen an den Gesamtprozess bis zur fertigen Fassade sind jedoch höher als bei Normalformaten. Denn geht im Prozess etwas schief, z. B. beim Vorspannen, bei der Magnetronbeschichtung, der Isolierglasfertigung oder auf der Baustelle im Handling der „unhandlichen“ Formate, ist unter Umständen die gesamte (große) Verglasungseinheit verloren.

Planung

Bereits im Planungsprozess sind unzählige Punkte zu klären, z. B. das Gewicht und die Statik der Einzelscheiben und der späteren Verglasungseinheiten sowie die Statik der gesamten Fassade. Je größer die Verglasungseinheit, desto mehr Angriffsfläche bietet sie gegenüber den üblichen Lasten. Auch die enormen Glasgewichte sind für Standardfassaden normalerweise zu hoch. Um Scheiben in diesen Dimensionen einzubauen, sind Sonderprofile und -Träger erforderlich. Verankerungen, Stabilität und auch die Klotzung der Einheit spielen hier eine entscheidene Rolle. Das gesamte Gewicht der Verglasungseinheit muss sicher und dauerhaft in der Fassade abgetragen werden. Teilweise müssen auch altbekannte Verglasungsregeln erweitert und auf die großen Einheiten angepasst werden.

Gerade bei der Klotzung ist ein erhöhtes planerisches Augenmerk geboten. Die Auflagerpunkte der Fassade müssen diese Gewichte direkt in die Konstruktion übertragen. Biegen sich hier beispielsweise die Profile zu stark durch, kann das fatale Folgen für die gesamte Fassade haben. Geben die Klötze im eingebauten Zustand nach oder werden nicht die richtigen Klotzsysteme verbaut, kann es im schlimmsten Fall zum Bruch der Gläser führen. Der Planungsprozess klärt letztlich alle konstruktiven Details: Welche Mindestdicken sind in den unterschiedlichen Glasarten wie Floatglas, TVG, ESG, ESG-H (H = Heißlagerungstest) einzuhalten und wie wirken sich Veredelungsschritte und z. B. keramischer Digitaldruck aus.

Dass Einzelscheiben mit Längen von 18 m hergestellt und beschichtet werden, gewährleistet nicht zwangsläufig, dass auch das Endprodukt in dieser Größe erreicht werden kann. Man plant von vornherein das Endprodukt, damit geprüft werden kann, ob im gesamten Prozess beziehungsweise den weiteren Veredelungsschritten gegebenenfalls Restriktionen vorliegen, die die gewünschte Größe erschweren. Je nach gefordertem Resultat müssen dann zum Beispiel auch Vorspann- oder Heat-Soak-Öfen, Schleifanlagen etc. vorhanden sein, die auf diese Scheibengrößen vorbereitet sind.

Transport und Handling sehr großer Verglasungen

Die übergroßen Glasscheiben zu ihrem Bestimmmungsort zu transportieren, ist ebenfalls eine Herausforderung: Meist sind hierfür besondere Fahrzeuge (mit gelenkten Achsen) notwendig. Gleiches gilt dann auch für die Hebezeuge vor Ort, um die Scheiben sicher einzubauen. Ein Knackpunkt hierbei sind z.B. die Spezialsauger, mit denen man diese Sonderformate handeln kann. Bei der Auswahl von Spezialwerkzeugen, bei der Frage entsprechender Fahrzeuge auf der Straße und auch bei speziellen Containern für die Verrschiffung kann der Glashersteller bei Bedarf behilflich sein.

Für den erfolgreichen Einsatz von übergroßen Verglasungen müssen vielfältige Faktoren in Planung, Produktion, Transport und auf der Baustelle vorab geplant werden. Für einen reibungslosen Prozess wird die enge Zusammenarbeit mit dem Glashersteller empfohlen.


Klotzung

Glasscheiben werden beim Einbau meist auf Kunststoff- oder Hartholzklötze (Tragklötze) gesetzt, die das Eigengewicht der Glasscheibe an die Unterkonstruktion ableiten.



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