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Neubau eines Lehr- und Weiterbildungszentrums in Aachen

Auftakt mit Durchblick

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Hightech und Nachhaltigkeit – das verkörpert der Neubau des CT² Center for Teaching and Training in Aachen. Eine dichte Gebäudehülle sollte die schlichte Kubatur umgeben. Für die transparenten Kopffassaden wurde ein wärmegedämmtes Pfosten-Riegel-System mit Sonnenschutzverglasung gewählt.

Anforderung:

Viel Tageslicht durch verglaste Kopffassaden ohne übermäßige Erwärmung des Innenraums

Lösung:

Sonnenschutzverglasung mit Tageslichtdurchlässigkeit von 60 % und  niedrigem  g-Wert  von 28 %


Dipl.-Ing. Claudia Närdemann

Den repräsentativen Auftakt für den Campus Melaten der RWTH Aachen bildet das neue Gebäude des CT² Center for Teaching and Training im Cluster Biomedizintechnik. Der Entwurf stammt von slapa oberholz pszczulny | sop architekten.

Die Planer nutzten die exponierte Lage des Grundstückes. Auf dem Plateau an der Südspitze des Campusgeländes schufen sie einen siebengeschossigen Solitär mit weitreichender Signalwirkung, der den Eingang zum dahinterliegenden Universitätsgelände markiert. Er symbolisiert das Tor zur einer der größten Forschungslandschaften in Europa. Die Stärke des Entwurfs liegt in der Reduktion. Entstanden ist ein unverwechselbares Gebäude, dessen klare Ausstrahlung seiner Formensprache sowie der Materialwahl entspringt.

Geschlossene, mit einem Edelstahlgewebe überzogene Seiten und transparente Kopffassaden betonen die Funktion des Neubaus als einladender Zugang zum Campus. Die gebäudehohen Verglasungen ermöglichen tiefe Einblicke und machen so das Innere von außen ablesbar.

Sonnenschutzverglasung mit hoher Selektivität

Konstruiert, gefertigt und eingebaut wurden die großen Glasfronten von Trube & Kings Fassadentechnik. Sie bestehen aus dem Fassadensystem „Schüco FWS 60.HI“ mit 250 mm tiefen Pfosten und 200 mm tiefen Riegeln. Die Pfosten-Riegel-Konstruktion verfügt über eine innere und äußere Ansichtsbreite von nur 60 mm. Durch neue Isolatoren erzielt das System eine hohe Wärmedämmung.

Als Verglasung kam ein Zwei-Scheiben-Sonnenschutzverglasung nach TRAV (Technische Regeln für absturzsichernde Verglasungen) mit 14 mm Luftzwischenraum zum Einsatz. Die Wahl fiel auf „Guardian Sunguard Neutral SNX 60/28 – VSG“. Dank der besonders hohen Selektivität mit einer Tageslichtdurchlässigkeit von 60 % und dem niedrigen g-Wert von 28 % können die Energiekosten reduziert werden, da sowohl der Bedarf für künstliches Licht als auch für Klimatisierung sinkt. Neben seinen Sonnenschutzeigenschaften bietet diese Verglasung mit einem Ug-Wert von 1,0 W/(m²K) zudem gute Wärmedämmeigenschaften.

Für die Türen wurde das besonders stabil konstruierte System „Schüco ADS 75 HD.HI“ gewählt. Es eignet sich für schwere oder übergroße Flügel mit hoher Dauerbelastung und verfügt über einen Uf-Wert 2,2 W/m2K bei einer Bautiefe von 75 mm.

Raumkonzept

Die Architekten entwickelten ein komplexes Raumkonzept mit hochfunktionalen Grundrissen. In dem Lehr- und Weiterbildungsgebäude gibt es ein Trainingszentrum mit Demonstrations-Operationssaal, einen Multifunktionssaal für bis zu 400 Personen, Lernlounges sowie Seminar- und Büroflächen.

Beim Betreten des Neubaus präsentiert sich ein großzügiges, lichtdurchflutetes Atrium. Der gebäudehohe Luftraum macht die verschiedenen Ebenen und deren vielschichtigen Bezüge zueinander sichtbar. Sie gewähren spannende Ein- und Ausblicke in alle Richtungen und erzeugen zusammen mit den unterschiedlichen horizontalen und vertikalen Erschließungswegen sowie den großflächigen Aufenthalts- und Lernbereichen eine lebendige, kreative Atmosphäre, die von Begegnung und Kommunikation geprägt ist.

Energiekonzept

Für Büro- und Beratungsräume sowie Seminar-, Funktions- und Nebenräume wurden raumlufttechnische Anlagen mit Wärmerückgewinnung gewählt. Ein „Luftbrunnen“ ermöglicht für die Innenzone und den Galeriebereich eine natürliche Lüftung und Teiltemperierung. Dabei wird die Außenluft über Erdkanäle geführt, die unterhalb des Gebäudes verlaufen. Dort erzielt die Luft einen Kältegewinn im Sommer und einen Wärmegewinn im Winter.

Mit dem nach außen öffnenden Fassaden-Einsatzelement Klappflügel „Raico Wing 50A“ können im Frühjahr und Herbst die Büro- und Beratungsräume gezielt natürlich belüftet werden. Durch die sehr schlanken Ansichtsbreiten und dem patentierten, verdeckt liegenden Beschlag fügt sich das Einsatzfenster auch optisch perfekt in die Fassade ein.

Die Beheizung und Kühlung erfolgt im Wesentlichen über einen im Erdreich versenkten saisonalen Eisspeicher in Kombination mit Wärmepumpe und Solarabsorbern des Typs „SLK 600“ von Viessmann. Eingesetzt wurden zwei Wärmepumpen von Viessmann „Vitocal 300-G Pro Typ BW302.C140“ mit einer Leistung von jeweils 140 kW. Die vollhermetische Bauweise mit neuer Scroll-Technologie benötigt mit nur 855 mm Breite wenig Raum zur Aufstellung. Für die Spitzenlast wurde ein Gas-Brennwertkessel mit einer Leistung von 187 kW installiert. Der bodenstehende „Vitocrossal 300 Typ CT3B“ von Viessmann mit Inox-Crossal-Wärmetauscherfläche ermöglicht hohe Leistungen bei moderaten Abmessungen und geringem Gewicht.

Fazit

Unter der Federführung der Unternehmensgruppe Frauenrath entstand ein identitätsstiftendender Neubau mit Symbolcharakter, der hohe Funktionalität mit Nachhaltigkeit und signifikanter Gestaltung vereint. Bereits von weitem werden die transparenten Kopffassaden mit Sonnenschutzverglasung des Solitärs wahrgenommen, die sein Inneres nach außen kommunizieren.

Grundriss EG
Zeichnungen: sop architekten
Schnitt
Zeichnung: sop architekten

Bauherr: Campus Tor GmbH

Architekten: slapa oberholz pszczulny | sop architekten, Düsseldorf (LPH 1 – 5)
www.sop-architekten.de

Generalübernehmer: A. Frauenrath BauConcept GmbH, Heinsberg

TGA: TEN Ingenieure GmbH, Aachen
www.ten.de

Pfosten-Riegel-Fassade: Trube & Kings Fassadentechnik, Uersfeld
www.trube-kings.de

Bruttogeschossfläche: 7 510 m2
Gebäudevolumen: 37 796 m3
Fertigstellung: 2018


Stimmen

Wolfgang Marcour, geschäftsführender Gesellschafter von sop architekten: „Der Baukörper präsentiert sich als zeichenhafter Solitär, dessen transparente Kopffassaden entsprechend der architektonischen Leitidee einen Durchgang zum dahinterliegenden Campus formulieren.“

Werner Wilms, Gesellschafter TEN Ingenieure: „Nachhaltigkeit stand von Beginn an im Mittelpunkt der Gebäudeplanung und so konnten wir hier ein zukunftsweisendes Klima- und Energiekonzept umsetzen.“

Gereon Frauenrath, Unternehmensgruppe Frauenrath: „Das CT² Center for Teaching and Training stellt das neue Tor zum Campus Melaten dar und bildet einen repräsentativen Auftakt für weitere Bauabschnitte.“


Regelwerke

DIN 18008: Norm für Glas im Bauwesen – Bemessungs- und Konstruktionsregeln

DIN EN 410: Norm für Glas im Bauwesen – Bestimmung der lichttechnischen und strahlungsphysikalischen Kenngrößen von Verglasungen

DIN EN 673: Norm für Glas im Bauwesen – Bestimmung des Wärmedurchgangskoeffizienten


Mehr zum Thema

  • bba-online-Dossier
    Sonnenschutz | Rollladen

www.hier.pro/Dossier_Sonnenschutz



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