Neubau einer Hochschule für die Handelskammer in Hamburg

Art déco mit green building

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Der Handelskammer Innovations Campus (HKIC) in Hamburg liegt im Nikolaiquartier und behauptet sich zwischen Banken-Niederlassungen vis-à-vis der alten Börse, wo sein Bauherr, die Handelskammer Hamburg, residiert. Für die markante Fassade des HKIC sorgen u. a. Fensterelemente aus Aluminium.

Der Standort gilt als mutig, denn er befindet sich unmittelbar oberhalb von einem U-Bahn-Tunnel und von Gleisanlagen. Deshalb musste der Neubau schwingungsentkoppelt auf nur drei Gründungskörper gestellt werden, was Architekten und Statiker vor Herausforderungen stellte. Eine Sondernutzungsvereinbarung war Voraussetzung für das Gelingen des Projekts. Gründe, die Carsten Friedrich, als Architekt maßgeblich an der Planung und Ausführungsplanung im Büro Hörter + Trautmann tätig, bewogen, den komplexen Bau als „unmögliches Haus“ zu beschreiben.

Hauptmieter des HKIC ist die Hamburg School of Business Administration (HSBA), eine private Hochschule mit internationaler Ausrichtung für den ambitionierten Unternehmensnachwuchs, die 2014 ihr zehntes Gründungsjubiläum feierte. In hochwertig ausgestatteten Seminar- und Besprechungsräumen, dem Audimax für 240 Studierende, aber auch im öffentlichen Café herrscht Campus-Feeling, das auf angenehme Weise den Adolphsplatz belebt.
Tradition und Moderne
Der nach den Entwürfen von Johann von Mansberg Architekten errichtete Neubau adaptiert die klassische Anmutung einer Hochhausfassade des Art déco an ein Green-Buildung-Konzept. Es handelt sich um ein Gebäude mit sechs Obergeschossen, dessen charakteristische Fassade durch Glas und LED-illuminierte transluzente Lisenen dominiert wird.
Die Farbgebung der Aluminiumbauteile im Ton „Champagne eloxiert“ fügt sich harmonisch ins Ambiente der benachbarten Bestandsgebäude ein. Hier werden Tradition und Moderne miteinander verknüpft. Dieses Gestaltungskonzept spiegelt sich auch im warmweißen Ton der hinterleuchteten Glaslisenen wider.
Den Bauausführenden gelang die Umsetzung des anspruchsvollen Entwurfs sowie des Energiekonzepts unter Einsatz von Fensterbändern der Serie Wicline 75 des Aluminium-Systemhauses Wicona als objektspezifische Sonderkonstruktion. Fenster der Baureihe Wicline 75 mit verdecktem Flügel und einem Tilt-First (Kipp vor Drehbeschlag) fügen sich in die Fassadenkonstruktion perfekt ein. Bei 75 mm Bautiefe überzeugt dieses Fenstersystem durch seine bauphysikalischen Merkmale und durch hohe Energieeffizienz, so dass sich damit Low-Energie-Fassaden bis hin zum anspruchsvollen Schweizer Minergie-Standard ausführen lassen.
Vorgefertigte Fensterelemente
Die komplette Fassade des HKIC-Neubaus erreicht Uw-Werte von unter 1,0 W/(m²K). Die Fensterelemente wurden bei der Heinrich Würfel Metallbau GmbH & Co. Betriebs KG in Sontra gefertigt. Auf Basis der Serie Wicline 75 wurden verschiedene Aluminium-Sonderprofile für den Neubau des HKIC entwickelt, um den architektonischen Vorgaben gerecht zu werden. Die Fensterelemente sind komplett inklusive Flügel und Verglasung in der Werkstatt hergestellt worden. Der hohe Vorfertigungsgrad ist nicht nur Garant für hohe, stets reproduzierbare Qualität der Elemente selbst, er bildet auch eine wesentliche Voraussetzung für effektive Bauabläufe. Die fix und fertig verglasten Flügel wurden nachträglich vor Ort eingesetzt.
Auch die hinterleuchteten Lisenen sind komplett im Werk vorbereitet und auf der Baustelle in die an den Fassadenelementen vorgesehenen Einhängekonstruktionen positioniert worden. Es handelt sich um ein speziell entwickeltes ESG-Glas, das sowohl mit Ätzungen als auch durch mehrere Siebdrucke gestaltet ist. Speziell für diesen Zweck konstruierte Aluminium-Sonderprofile fassen diese Glasplatten.
Sie wurden auf den Ecken auf Gehrung verklebt bzw. versiegelt. Diese Verklebungen auf den Gehrungen stellten im Zuge der Fertigung eine besondere Herausforderung dar. Sie lassen üblicherweise nicht sichtbare „innere Werte“ der Versiegelungen, wie etwaige Einschlüsse oder Materialansätze, bei eingeschalteter Hinterleuchtung sichtbar werden.
Konstruktiver Sonnenschutz
Objektspezifische Modifikationen sind im Dialog mit der Wicona Projektberatung beziehungsweise des Projektservice umgesetzt worden: So wurde beispielsweise der Blendrahmen der Elemente auf das vom Architekten gewünschte Breitenmaß angepasst. Der Rahmen ist zusätzlich mit äußeren angepressten Lisenen versehen worden, welche zur statischen Lastabtragung dienen und gleichzeitig den Sonnenschutz führen.
Zu diesem Zweck erhielten die Lisenen Nuten, in welche die Führungsschienen des Sonnenschutzes integriert werden konnten. Die Lisenen bilden den Übergang zu warm-weiß illuminierten Lichtsäulen.
Architekten: Entwurf: Johann von Mansberg Architekten, Hamburg Planung und Ausführungsplanung: Architekt Carsten Friedrich, Hörter+Trautmann, Hamburg


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