Neubau einer Kochschule in Klingenberg

Unangestrengter (Hör)Genuss

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In seiner Kochschule legt Ingo Holland nicht nur bei Speisen und Gewürzen selbst Hand an. Auch die Einrichtung der neuen „Genussetage“ geht auf seine Ideen zurück. Den architektonischen Rahmen setzt eine optisch dezente Akustikdecke, die den Erlebnissen des Schmeckens und Riechens eine Atmosphäre des angenehmen Hörens hinzufügt.

Mit dem „Alten Rentamt“ im bayerischen Klingenberg hatte Ingo Holland 16 Jahre lang einen Stern im Guide Michelin. 2007 gab er das Restaurant ab und widmete sich seiner Passion als Gewürzmüller und seiner Kochschule, in die später Sohn Kilian mit einstieg. Auch diese Projekte haben Erfolg, was sich u. a. in der Auszeichnung als Kochschule des Jahres 2013 ausdrückte – aber schlicht auch im zunehmenden Platzbedarf für den Gewürzhandel und die Kochkurse. So fiel die Entscheidung für eine neue Firmenzentrale im Klingenberger Gewerbegebiet. Der Neubau wurde nach Plänen von Dipl.-Ing. Architekt Alfons Oberle in den Jahren 2015|16 errichtet.

Die äußere Formensprache entspricht der Lage und präsentiert sich als schnörkellos-sachlicher, funktionaler Baukörper mit zwei Etagen. Im Erdgeschoss befinden sich die Produktion und Logistik des Gewürzhandels sowie die Personalräume, oben neben Verwaltung und Vertrieb die Seminarräume und die Versuchsküche der Kochschule. „Genussetage“ nennen die Hollands diesen Bereich, denn die in der offenen Küche zubereiteten Speisen können im großen Saal mit bis zu 150 Sitzplätzen sowie auf der überdachten Terrasse direkt im Anschluss gegessen und diskutiert werden.

Genuss bezieht sich dabei vor allem auf die Sinne des Riechens und Schmeckens, was auch einen optisch und akustisch passenden Rahmen erhalten sollte. Erster Blickfang ist in der Kochschule die moderne Vorführ- und Lehrküche an der Stirnseite. Pendelleuchten mit verschiedenen Designs über den Tischen und in der Küche gehen auf Entwürfe des Seniorchefs zurück. Die Varianten reichen von klassischen Milchglaskugeln über Schirme aus gelochtem Corten-Stahl oder übergroßen Glühbirnen bis hin zu Leuchten in Form von umgekehrten Stahlkappen und Gasflaschen.

Decke mit Schallabsorption für Gespräch und Vortrag

Um diese Vielfalt optisch voll zur Wirkung kommen zu lassen, wurde eine elegante, aber optisch dezente Unterdecke gesucht, die gleichzeitig die akustische Qualität des Raumes verbessert. Denn auch bei voll besetztem Raum sollte eine gedämpfte Geräuschkulisse erhalten bleiben, wie sie zu einem stilvollen Essen passt. Die Lösung für diese Anforderungen fand sich in den Deckenplatten Sinfonia des Akustikdecken-Spezialisten Owa Odenwald Faserplattenwerk.

Akustikdecken Owacoustic premium Sinfonia stehen in verschiedenen Farben (Weiß, Grau und Schwarz) zur Auswahl. Im Sinne der angestrebten optischen Neutralität wurde in der Kochschule die weiße Ausführung gewählt und mit dem sichtbaren, ebenfalls weißen Tragsystem S 3 aus der Owalifetime collection montiert. Das Plattenformat von 625 × 625 mm lässt ein gleichmäßiges Raster entstehen, das zusammen mit den feinen glatten Oberflächen der vlieskaschierten Mineralplatten eine harmonische und ruhige Deckenansicht bildet.

Die Decke erreicht eine Schallabsorption von 0,85 (w und RC), was den allgemeinen Geräuschpegel im Raum dämpft und so für unangestrengte Gespräche der Gäste untereinander sorgt. Gleichzeitig entsteht eine gute Hörsamkeit.

Der Vortragende bleibt gut zu verstehen, wenn in der Vorführküche die Finessen des guten Kochens nicht nur demonstriert, sondern auch erklärt werden. Für diese Doppelfunktion des großen Saals, der auch für Events, Schulungen und Verkaufsveranstaltungen gemietet werden kann, eignen sich die universell einsetzbaren Akustikdeckenplatten mit ihrer hohen, aber nicht maximalen Schallabsorption in besonderer Weise.

Zusätzliche Vorteile sind der gute Brandschutz (A2-s1,d0 nach DIN EN 13501-1) sowie die gerade für Küchen und Speiseräume wichtige Hygiene. Falls erforderlich, lassen sich die Deckenplatten Sinfonia bis zur Reinraum-Partikelklasse ISO 5 nach ISO 14644-1:1999 (weiße Ausführung) einsetzen.

Bei dem hier für die Montage gewählten System S 3 ist jede Deckenplatte einzeln herausnehmbar, sodass der Deckenhohlraum für Nachinstallationen, Wartungsarbeiten oder Reparaturen an jeder Stelle leicht zugänglich ist. Dadurch entstand in Klingenberg die notwendige Flexibilität für den elektrischen Anschluss der unterschiedlichen Pendelleuchten, aber auch der Freiraum für die Installation von zusätzlichen Deckeneinbauleuchten, Klimageräten und Lüftungsauslässen in der Decke.

Gute Hörsamkeit

Unmittelbar an den großen Saal grenzen weitere Seminarräume, die je nach Art der Veranstaltung mit Glasfaltwänden geöffnet oder geschlossen werden können. Im Sinne der architektonischen Einheit der Genussetage erhielten diese Räume ebenfalls Sinfonia-Akustikdecken. In den anderen Räumen des Gebäudes, etwa den Büros und Personalräumen oder den zwei weiteren Küchen, die für die Herstellung der Gewürzmischungen dienen, wurden die Decken je nach optischer und akustischer Anforderung auch mit dem Dessin Sternbild aus dem Sortiment Owacoustic smart ausgeführt. Diese smart-Platten zeichnen sich durch ein besonders geringes Gewicht aus und weisen die für Funktionsräume meist ausreichende Schallabsorption von 0,60 (w und NRC) auf. Hier, wie auch im großen Saal, war die hohe Lichtreflexion von 88 (ISO 7724-, ISO 7724-3) wichtig, die für eine gute Helligkeit sowohl in den Räumen mit Publikumsverkehr als auch in der Produktion und im Backoffice sorgt.

Architekt:
Dipl.-Ing. Architekt Alfons Oberle, Oberle Bau- und Planungs GmbH, Kleinwallstadt

www.oberle-wohnbau.de

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