Straßenbau-Material für innen - Veredelter Gussasphaltestrich

Neubau eines Baustoffmarktes in München

Straßenbau-Material für innen – Veredelter Gussasphaltestrich

Nachdem sich Gussasphalt als Straßenbelag und Betonschutz von Parkflächen längst bewährt hat, wird er auch für Innenräume immer beliebter. Neben öffentlichen Gebäuden und Wohnungen wird Gussasphaltestrich auch in Baumärkten als Bodenbelag verwendet, da er hoch belastbar ist sowie fugenlos und mit niedriger Aufbauhöhe verlegt werden kann.

Zudem ist das Material nach wenigen Stunden ausgekühlt und betretbar, so dass andere Gewerke auf der Baustelle nicht aufgehalten oder behindert werden. Deshalb wandte sich auch die Kraft Baustoffe GmbH erneut an Thannhauser & Ulbricht Gussasphalt und Estrich GmbH, als der Neubau eines weiteren Baustoffmarktes anstand. Man entschied sich für einen Tuga Terrazzo „bianco 0/8“, einen geschliffenen, hochmodernen Gussasphalt, der auf 550 m2 – darunter auch Treppen und Tresen – verlegt wurde.

„Die Optik des Gussasphalts passt perfekt zum Materialkonzept und bietet das optimale Gegenstück zu den im Baustoffmarkt angebotenen Waren“, so Michael Wimmer, Architekt bei der Münchner 03 Architekten GmbH, die das Bauvorhaben plante. „Außerdem ergänzt Gussasphaltestrich optimal das Thema Baustoffe.“
Wichtig war dem Kunden neben ansprechender Optik vor allem die Langlebigkeit und gute Pflegbarkeit des Bodenbelags. So sollte er Regalen mit schweren Inhalten mühelos standhalten, einfach gereinigt werden können und lange schön anzusehen sein. „Außerdem war uns wichtig, dass der Boden möglichst fugenlos verlegt werden kann, da gerade an den Schnittstellen sonst immer Probleme auftauchen“, erklärt Thomas Reichenspurner, Geschäftsführer der Kraft Baustoffe GmbH. „Wir haben schon in einem anderen Kraft Baustofffachhandel auf Tuga Terrazzo gesetzt. Dieser sieht nach mehr als sechs Jahren immer noch aus wie am ersten Tag. Kleinere Macken können bequem und ohne Nahtstellen ausgebessert werden, der Boden muss nicht jährlich grundgereinigt werden, da er kaum Kratzer aufweist. Andere Böden müssen alle fünf Jahre ausgewechselt werden, daher war die Entscheidung für den Gussasphalt definitiv die wirtschaftlichere und nachhaltigere“, so Wimmer.
Belag schnell betretbar
Bei Asphalt und Terrazzo steht neben der klassischen und ansprechenden Optik vor allem der schnelle und schlanke Einbau im Vordergrund. „Es muss kein zusätzliches Wasser ins Bauwerk gebracht werden“, erklärt Konrad Ulbricht, Geschäftsführer der Thannhauser & Ulbricht Gussasphalt und Estrich GmbH. „Der Belag wird bei 240 °C eingebaut und ist innerhalb von vier bis sechs Stunden abgekühlt.“
Aus ästhetischen Gründen wird der Gussasphaltestrich danach abgeschliffen und versiegelt, was ihm eine hellere Optik verleiht und den ursprünglichen Estrich erst zu einem Terrazzo-Boden macht. „Diese Veredelung wurde allerdings erst ganz am Ende des Bauvorhabens durchgeführt, was mit anderen Materialien nicht möglich gewesen wäre. Erst nachdem Elektrik und Lampen eingebaut waren, also kurz vor Einzug wurden die letzten Bodenbehandlungen erledigt, so dass die Handwerker bei gröberen Arbeiten nicht auf den Gussasphalt acht geben mussten“, so Wimmer.
Mit einer Aufbauhöhe von 35 mm ist Gussasphalt einer der dünnschichtigsten Bodenbeläge. Durch eine spezielle Auswahl an Splitt und Brechsand beim Tuga Terrazzo kann sowohl die Struktur als auch die Farbe des Belags beeinflusst werden. „Durch Zugabe von farbigen Materialien und metallischen Stoffen eröffnen sich zudem individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Auch für Kraft Baustoffe entwickelte unser Labor eine eigene Rezeptur“, so Ulbricht. So erhält der Boden einen gewissen Wiedererkennungswert.
Architekt: Michael Wimmer, 03 Architekten GmbH, München
» Mehr zum Thema Betonboden bzw. Sichtestrich finden Sie auf unserer Themenseite.

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