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Transparenz inszeniert

Gläserne Manufaktur in Dresden
Transparenz inszeniert

Am Rande des historischen Stadtzentrums Dresdens wurde vor einem Jahr die Gläserne Manufaktur Dresden eingeweiht. Nicht zum ersten Mal präsentiert die Volkswagen AG ihre automobilen Aktivitäten als Inszenierung. Schon mit der Autostadt in Wolfsburg wurde der Erlebnischarakter der Autoentgegennahme zelebriert.

Mit der Gläsernen Manufaktur in Dresden fällt nun auch der letzte Vorhang industrieller Fertigung. Es wird nichts versteckt: Verwaltung, Fertigung und Öffentlichkeit sitzen zusammen im Glashaus.
„Immaterielle“ Architektur
Mit dem homogen in das Stadtbild integrierten Standort realisierte Volkswagen ein Konzept, das die klassische industrielle Automobilproduktion mit manufakturartigen Arbeiten verknüpft. Statt monumentaler Industriekolosse im alten Stile hat Architekt Gunter Henn „immaterielle“ Architektur geschaffen. In den gläsernen Fassaden spiegeln sich das Blau des Dresdener Himmels und das Grün des eigens angelegten Parks. Transparent und offen zeigt sich der wohl ungewöhnlichste Automobil-Produktionsstandort der Welt.
Verbunden mit dem neuen Architekturkonzept ist auch das Konzept der Rückkehr der Industrie in die Stadt Dresden.
Nicht lautstark, störend und mit rauchenden Schloten, sondern kleinteilig, manufakturartig, mit Liebe zum Detail.
Vision und Wirklichkeit
Schon die Wahl des Grundstückes ist Teil der neuartigen Konzeption. Am Straßburger Platz in unmittelbarer Nachbarschaft zum Großen Garten gelegen, galt das ehemalige Ausstellungs- und Messegelände bereits in der Vergangenheit als Ort des Visionären und Innovativen.
Über ein übliches Auslieferungszentrum hinaus inszeniert die Gläserne Manufaktur vor allem die Produktion des Automobils. Dabei wird die Qualität des Produktes und dessen Handfertigung transparent in den Vordergrund gerückt.
Zugleich ist die manuelle Fügung der automobilen Einzelteile in den hellen atelierartigen Räumen von außen miterlebbar.
Übergreifende Inszenierung
Nicht nur die Produktion in der Manufaktur selbst, sondern auch die Stadt wird mit in die Inszenierung einbezogen.
So erfolgt die Anlieferung der Einzelteile über eine eigens entwickelte CargoTram, die die bestehenden Gleise der öffentlichen Nahverkehrsbetriebe nutzt. Statt einer anonymen Lagerung der Einzelteile wird auch die Aufbewahrung zu einem Schaustück: die Karossen stehen bis zur Einbindung in die Produktion im sogenannten „Schaufenster“ der gläsernen Straßenfassade.
Im ebenfalls vollkommen transparenten 40 Meter hohen Fahrzeugzylinder warten umgekehrt die fertiggestellten Fahrzeuge auf die Übergabe an ihre Käufer.
Handarbeit im weißen Kittel
Kernelement der neuen Produktion ist das Schuppenband. Es erinnert nur noch in seiner Taktsteuerung an die bekannten Fließbänder klassischer Automobilproduktion. Im Rundlauf angelegt, besteht das Schuppenband aus 29 Einzelgliedern, deren Oberfläche vollständig mit Parkett belegt ist.
Auf ihnen werden die zu montierenden Fahrzeuge mittels vielfach verstellbarer Hubtische mitgeführt. Allein der optische Eindruck durch die einheitliche Parkettböden in den Montage- räumen und auf dem Schuppenband vermittelt den Eindruck einer Manufaktur.
Neben Produktion und Auslieferung bietet die Gläserne Manufaktur zudem ein breit gefächertes Erlebnisangebot. Ausstellungen, Techniksimulationen, Restaurants und Bars wenden sich nicht nur an die Käufer, sondern auch an die Bewohner und Besucher der Stadt. Dieser neu erstandene Erlebnisraum wird als urbanes Ereignis im Sinne eines Marktplatzes im öffentlichen Raum Dresdens verstanden.
Zur Stadt hin komplett verglast
Die L-förmige Gläserne Manufaktur Dresden findet sich auf einem 8,3 Hektar großen Grundstück, rund 100 Meter vom Botanischen Garten entfernt.
Hinter 27 500 Quadratmetern Fensterflächen produziert man hier den neuen Luxusklassewagen Phaeton auf drei Ebenen im 55 000 Quadratmeter umfassenden Produktionsbereich.
Dieser ist vor allem durch die zur Stadt hin komplett verglaste, winkelförmige Baukörperform mit einer Kantenlänge von 140 Metern und einer Höhe von 20 Metern geprägt. Selbst in unmittelbarer Nähe zum Produktionsbereich nehmen Fußgänger und Anwohner kaum Geräusche wahr.
Erfahrbare Qualität
Die Realisierung der Gläsernen Manufaktur stand unter hohen Anforderungen seitens der Volkswagen AG. Auf die Ausbildung der Gebäudehülle hinsichtlich Langlebigkeit und Sicherung der Funktionalität legte man besonderen Wert.
Neben bauphysikalischen und sicherheitstechnischen Aspekten stand zudem der Umweltschutz im Fokus der Produktentscheider. Bereits seit einigen Jahren haben die Verantwortlichen in den Bauabteilungen des Konzerns für unterschiedlichste Bauteile entsprechende Produkte überprüft, ausgewählt und gelistet.
So stehen z.B. für die Abdichtung der Dächer insgesamt nur vier Produkte zur Auswahl. Sie erfüllen jeweils die hohen Anforderungen an die Ökologie sowie die konstruktive und brandschutztechnische Sicherheit des Bauteils.
Bewährte Kunststoffbahn
Zu den vier Abdichtungsbahnen gehört auch die „Evalastic“ der Trierer alwitra Flachdach-Systeme GmbH & Co. KG. Sie zählt zur Werkstoffgruppe der thermoplastischen Elastomere (nach DIN 7724) und wird auf der Basis von EPDM/PP und recyclebarer Polyolefine hergestellt.
Produktspezifische Charakteristika dieser seit Jahrzehnten bewährten Bahn sind die Thermoelastizität und Bitumenverträglichkeit.
Zudem ist sie dämmstoffneutral und weichmacherfrei. Dank ihrer besonders hohen Chemikalienbeständigkeit und Durchwurzlungsfestigkeit (FLL-geprüft) sowie ihrer extrem hohen Kälteflexibilität ist sie nahezu unbegrenzt für alle Verlegearten und Flachdachbauweisen in allen Klimazonen geeignet.
Zugleich erfüllt sie die in DIN 4102 Teil 7 gestellten Anforderungen an die Widerstandsfähigkeit gegen Flugfeuer und strahlende Wärme.
Auch in toxikologischer und ökologischer Hinsicht kann diese Bahn einiges vorweisen. Die Bahn ist chlorfrei – d.h. sie enthält auch keine chlorierten organischen Verbindungen – sowie halogenfrei.
Neben Weichmachern fehlen in der Bahn auch umweltbelastende Stabilisatoren wie z.B. Blei oder Cadmium.
Praxisgerecht
In der Verlegung zeigt sich die „Evalastic“ verarbeiterfreundlich. Die Nahtverbindungen sind so einfach herzustellen, wie man es von vielen Kunststoffbahnen her kennt.
Aufgrund der besonderen Werkstoffeigenschaft lässt sich die Bahn an jeder Stelle – also nicht nur im Nahtbereich – durchgehend homogen verschweißen.
Diffizile Anschlussdetails können direkt auf der Baustelle rationell erstellt werden. Statt spezieller Formteile ist hier auch die mit Heißluft vorformbare „Evalastic“ Anschlussbahn einsetzbar.
Lösungen im System
„Evalastic“-Dachbahnen können zudem fachgerecht an alle Einbauteile aus dem alwitra-Systemdach, wie z.B. Gullies, Lichtkuppeln oder Lüfter, angeschlossen werden.
Spezielle kaschierte Verbundbleche und selbstklebende Anschlussbahnen sowie Eckformteile und Kalt-Klebstoffe runden das Programm ab. Den krönenden Dachrandabschluss bilden die optisch ansprechenden alwitra Dachrandprofile.
In der 33-monatigen Bauzeit der Gläsernen Manufaktur Dresden wurden insgesamt 14 300 Quadratmeter Dachfläche mit „Evalastic“ fachgerecht abgedichtet.
Ihre helle und zugleich wärmestrahlenreflektierende Oberfläche unterstreicht den hohen architektonischen Anspruch, den die einzelnen Bauteile für sich und im Ensemble haben.
• „Evalastic“-Dachbahn
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Architekt:: HENN ARCHITEKTEN, München
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