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Schallmessung neben Kirchenglocken

Neubau eines Technikgebäudes mit zwei Schallmessräumen in St. Georgen im Schwarzwald
Schallmessung neben Kirchenglocken

Das Technikum mit zwei hochmodernen Schallmessräumen erhöht die Kapazitäten des Ventilatoren- und Elektromotorenherstellers ebm-papst in St. Georgen. Um bei möglichst kompakter Bauweise gute Absorption tonaler Geräusche zu erzielen, wurde in einem der beiden Messräume eine Wand- und Deckenverkleidung mit Keilen gewählt. Beim größeren der beiden Räume kamen Flachabsorber zum Einsatz.

Jörg Meyer | jo

In den Schallmessräumen der ebm-papst St. Georgen GmbH werden Funktion und Geräuschemission von Ventilatoren mit Laufraddurchmessern von 15 bis 250 mm getestet. Diese kommen z. B. in Kühlschränken und Computern zum Einsatz. Im September vorigen Jahres nahm das Unternehmen sein neues Technikum in Betrieb. Den Auftrag für die Errichtung des Technikums bis zur schlüsselfertigen Übergabe führte G+H Schallschutz durch, ein Unternehmen der Gruppe G+H Isolierung.
Die Besonderheit des Technikums ist die Möglichkeit, sowohl Messungen aerodynamischer als auch akustischer Parameter gleichzeitig durchführen zu können.
Raum-in-Raum-Bauweise
Ein auf Federn gelagerter 400 Tonnen schwerer Messkubus enthält zwei Schallmessräume – einer für die Messungen auf der Saug-, der andere für die auf der Ausblasseite des Ventilators. Beide Räume sind über ein Kanalsystem miteinander verbunden. Es führt den Luftstrom, den ein Ventilator ausbläst, zurück auf die Saugseite. Die Luftmenge (Volumenstrom) sowie die physikalischen Parameter Luftdruck, -feuchte und -temperatur werden dabei erfasst und gemessen.
Keil- und Flachabsorber
Bei Messräume sind entsprechend akustisch ausgekleidet. So erhielt man Freifeldbedingungen und kann die Geräusche sowohl auf der Saug- als auch auf der Ausblasseite störungsfrei messen.
Der Messraum der Saugseite kann für Messungen bei Über- oder Unterdruck druckdicht verschlossen werden und ist mit schallabsorbierenden Keilen ausgestattet. Um das Regelverhalten der Anlage zu optimieren, wurde dieser Messraum so kompakt wie möglich gebaut. Um jedoch trotz der relativ kleinen Abmessungen eine gute Absorption tonaler Geräusche zu erzielen, wurde eine Wand- und Deckenverkleidung mit Keilen gewählt.
Der Prüfraum der Ausblasseite hingegen ist mit Flachabsorbern versehen, die das freie Volumen des Raumes erhöhen. Die Turbulenzgeräusche eines Ventilators – ein breitbandiges Rauschen – sind so besser messbar.
Erdbebengefahr und Glockenläuten
Für G+H Isolierung als Generalunternehmer ­ vom Fundament bis zur Solaranlage auf dem Dach ­ gab es zwei weitere, besondere Herausforderungen: Das zu bebauende Grundstück liegt in einer Erdbebenzone und entkoppelte Räume können sich während eines Erdbebens aufschaukeln. Die statische Auslegung des Technikums musste diese Gefahr ausschließen.
Die Citylage war ein weiterer Knackpunkt in Sachen Akustik/Schallschutz: In direkter Nachbarschaft steht der Glockenturm einer Kirche. Selbstverständlich dürfen weder Glockenläuten noch Straßenlärm in den Messräumen hörbar sein.
Planung / Akustische Auslegung: G+ H Schallschutz | G+H Isolierung
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