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Sebastian Körber (FDP) plädiert für Stärkung der Mauerstein-Industrie

Sebastian Körber (FDP) plädiert für Stärkung der Mauerstein-Industrie
»Einseitige Holzbau-Förderung ist nicht zukunftstauglich«

Sebastian Körber und Dr. Hannes Zapf beim Mauerstein-Hersteller Zapfwerke in Schwaig bei Nürnberg
Sebastian Körber (MdL) besuchte auf Einladung von Dr. Hannes Zapf (r.) die Zapfwerke in Schwaig bei Nürnberg. Schwerpunkt der Besichtigung war die Produktion der ersten Recycling-Kalksandsteine. Bild: Zapf KG

Sebastian Körber (FDP), Vorsitzender des Ausschusses für Wohnen, Bau und Verkehr im Bayerischen Landtag, hat sich gegen die einseitige Holzbau-Offensive der bayerischen Regierung gewandt. „Der Bayerische Staatsdirigismus mit seiner einseitigen Holzbau-Förderung ist nicht zukunftstauglich“,  sagt Körber, der auch als Architekt tätig ist.

Bei seinem Besuch von Bayerns größtem Kalksandsteinanbieter »Zapf Daigfuss« in Schwaig bei Nürnberg informierte sich Sebastian Körber über innovative Entwicklungsprojekte und aktuelle Forschungsaktivitäten der Mauerstein-Industrie in Bayern. Dr. Hannes Zapf, geschäftsführender Gesellschafter bei Zapf Daigfuss, gab einen Einblick in die unternehmenseigene Produktion und die Herstellung der ersten Recycling-Kalksandsteine aus einem Gebäudeabbruch in Nürnberg.

Forschungsprojekt zur CO2-Speicherung von Mauerstein

In einem aktuellen Forschungsprojekt u. a. am Privathaus der Familie Zapf wird derzeit wissenschaftlich untersucht, wie viel CO2 in den 117 Jahre alten Wänden gespeichert wurde. Der CO2-Speichereffekt ergibt sich aus der Rückbindefähigkeit des Bindemittels Kalk. Je größer die Oberfläche des unverputzten Mauerwerks, desto größer die eingelagerte Menge an CO2 über den gesamten Lebenszyklus.

Durch den neuen Recycling-Kalksandstein kann das im Kalksandstein des Abbruchgebäudes gebundene CO2 im Neubau für weitere 80 Jahre weitergebunden bleiben. Die Rekarbonisierung wird bei der Entwicklung neuer Kalksandstein-Produkte in Zukunft eine größere Rolle spielen.

„Unsere Aktivitäten in Forschung und Entwicklung sind ein wesentlicher Beitrag, um sicherzustellen, dass die bayerische Kalksandstein-Industrie zukunftsfähige Mauersteine für das klimafreundliche und kostengünstige Bauen anbieten kann. Mauersteine sind mit einem Marktanteil von 70 Prozent auch in Bayern der Baustoff für den dringend benötigten bezahlbaren Wohnungsbau“, so Dr. Zapf.

Mauerwerk auch 2020 führende Bauweise

Einseitige Holzbau-Förderung „der falsche Weg“

Das Bauen mit Holz sei in den letzten Monaten fast unbezahlbar geworden und Bauholz kaum noch verfügbar. Zudem werde Holz für den Wohnungsbau aus dem Ausland importiert, was aufgrund der langen Transportwege hohe CO2-Emissionen verursache. Kalksandstein hingegen bestehe zu 100 Prozent aus heimischen Rohstoffen, sei unabhängig von internationalen Lieferketten, preisstabil und jederzeit verfügbar.

Sebastian Körber plädiert deshalb dafür, die Innovationsfähigkeit der deutschen Mauerstein-Industrie für den kostengünstigen Wohnungsbau durch Förderprojekte zu stärken, statt wie Ministerpräsident Markus Söder einseitig auf den Holzbau zu setzen. Die weitere Industrialisierung des Waldes sei der falsche Weg und als Übergang zu einem CO2-neutralen Bauen eine teure Bauweise. Zudem sei Holz nicht robust genug, um vor Hitzeperioden und Flutszenarien zu schützen, wie wir sie derzeit erlebten.

„Die Bayerische Regierung ist mit ihrem Staatsdirigismus für einseitige Holzbauvorschriften nicht zukunftstauglich. Bauherren, Planer und Kommunen können selbst am besten entscheiden, was für das jeweilige Bauvorhaben der geeignetste Baustoff ist“, so Landtagsabgeordneter und Architekt Körber.


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