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Gut in Form

Neubau einer Mensa für die Universität Leipzig
Gut in Form

Die Uni Leipzig erhielt innerhalb einer umfangreichen Neu- und Um- gestaltung auch eine neue Mensa. Hierbei erforderte die Installation von Flucht- und Wartungswegen eine hochdruckfeste, formstabile Flachdach-Dämmung, die aus nicht brennbaren Mineraldämmplatten besteht.

Kern des Konzeptes von Behet, Bondzio und Lin für den Neubau eines Instituts und der Mensa sowie für den Umbau von Hörsaal- und Seminargebäude ist ein langgestreckter, zentraler Innenhof, von dem aus sämtliche Bestands- und Neubauten erschlossen werden. Mit gläsernen Fassaden öffnen sich die Gebäude zum Hof hin und betonen so seine Funktion als kommunikatives Zentrum. Markanter Schlusspunkt im Süden des Universitätsgeländes ist der Mensa-Neubau mit rund 3 800 m² Nutzfläche. Dem historischen Grundstücksverlauf folgend gruppiert er sich um das alte Hörsaalgebäude herum. Mit großen offenen Glasflächen sowie zurückhaltender Proportionierung und Staffelung tritt der flachgedeckte Baukörper zugleich in spannungsvollen Dialog mit der Moritzbastei auf der östlichen Geländeseite. Eine hinterlüftete Fassade aus schneeweißen Betonfertigteil-Elementen unterstreicht den Solitär-Charakter des Ensembles.

Flachdachdämmung
Die Flachdachgestaltung des Mensa-Gebäudes stellte hohe Ansprüche an die Planung. Dabei musste die Begehbarkeit sichergestellt werden, denn das Dach sollte bei Feuer als Fluchtweg genutzt werden. Außerdem waren Laufgänge für Wartungszwecke vorzusehen. Entsprechend galt es, einen Dämmstoff zu finden, der hochdruckfest ist und auch bei dauerhaft hohen Druckbelastungen formstabil bleibt. Zusätzlich mussten bei der Dachkonstruktion Anforderungen an den vorbeugenden Brandschutz berücksichtigt werden. Gefordert war ein Dämmstoff der Baustoffklasse A 1.
Die Wahl fiel auf die Mineraldämmplatte Ytong Mulitpor von Xella. Sie wurde überall dort eingesetzt, wo hohe Belastungen zu erwarten waren, also in den Bereichen der Fluchtwege bzw. der Wartungsgänge sowie in den Einbringöffnungen. Alle anderen Flächen, die nicht so hoch belastet werden, wurden mit Mineralfaserdämmstoff ausgeführt.
Damit kam auf dem Dach der Leipziger Mensa ein Dämmstoff zum Einsatz, der mit der Wärmeleitfähigkeit von λR = 0,045W/(mK) über eine hohe Wärmedämmung verfügt. Während viele Dämmstoffe ihre maximale Druckfestigkeit erst bei einer Stauchung von 10% erreichen und infolge dessen häufig leicht instabil wirken, sind die massiven Multipor Platten hoch druckfest und behalten selbst bei starken Belastungen ihre Form (Verformung = 1 mm bei 1000 N Punktlast). Hinzu kommt die hohe Sicherheit im Brandfall: Der rein mineralische Baustoff ist entsprechend EN 13501–1 als nicht brennbarer Dämmstoff der Baustoffklasse A 1 klassifiziert. Im Brandfall entwickelt Multipor auch bei sehr hohen Temperaturen weder giftige Dämpfe noch Rauch. Zudem konnte damit auch ein Gefälledachsystem ausgeführt werden.
„Die Kombination dieser Materialeigenschaften,“ so Architekt Roland Bondzio, „war entscheidend für den Einsatz von Ytong Mulitpor.“ Bei diesem Projekt nicht ausschlaggebend, aber als Zusatznutzen gerne mitgenommen wurden die ökologische Eigenschaften des Baustoffs, die durch die Natureplus- und IBU-Zertifikate bestätigt werden.
Für Gefälledachkonstruktionen steht ein einfaches und variables Baukastensystem mit verschiedenen Neigungen von 1% bis 5% zur Verfügung. So ist es möglich, unterschiedliche Gefälle für eine Fläche zu planen und auszuführen. Im vorliegenden Fall war ein Gefälle von 2% gefordert, die Anschlussbereiche der Einbringöffnungen wurden mit 3,3% Gefälle ausgeführt. Dabei lag die Anfangsdicke der Dämmelemente bei 160 mm, die Enddicke betrug 240 mm. Die Platten wurden auf Basis eines Verlegeplans bereits werksseitig in den erforderlichen Dicken konfektioniert und entsprechend auf die Baustelle geliefert.
Die Ermittlung der Dachgeometrie sowie die Herstellung und Optimierung der mit CAD Unterstützung hergestellten Gefällepläne und Stücklisten gehören zu den Service-Leistungen des Herstellers. Er übernimmt auch – wenn der Dachaufbau bekannt ist – die bauphysikalische und hydraulische Überprüfung der Dachkonstruktion sowie die hydraulische Bemessung der Flachdacheinläufe und Entwässerungsrinnen und kümmert sich um die Feststellung der mittleren Dämmstoffdicke und des U-Wertes für den Dachaufbau.
Architekten: 2BXL Behet Bondzio Lin, Münster

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