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Schlagregendicht durch Fugendichtungsbänder bei Bauteilanschlüssen

WDVS-Bauteilanschlüsse mit Fugendichtungsbändern im System
Schlagregendicht

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Um eine Fassade langfristig trocken und gut zu erhalten, ist es eine der wichtigsten Planungsaufgaben, frühzeitig an die Bauteilanschlüsse zu denken. Die ausführenden Fachunternehmen müssen diese schlagregendicht ausführen. Fugendichtungsbänder werden immer häufiger genutzt, um auch große Bewegungen verschiedenster Bauteile in der Fassade aufzunehmen und den Anschluss dauerhaft schlagregendicht zu gestalten.

Anforderung:

Bauteilanschlüsse in der Fassade: langfristig schlagregendicht und sauber

Lösung:

Frühzeitig planen mit System-Fugendichtbändern nach DIN 18542, Ausgabe 2020-04, für BG 1


Anton Merath, Technische Dienstleistung – Architektur bei Baumit | be

Bei Wärmedämmverbundsystemen dürfen ausschließlich imprägnierte Fugendichtbänder verwendet werden. Bei Anschlüssen an Fenster, Fensterbänke, Durchdringungen, Dachanschlüssen, Dehnungsfugen, Feldbegrenzungsfugen etc. müssen UV- und witterungsbeständige BG 1 Fugendichtbänder (voll- oder seitenflächenimprägniert) zum Einsatz kommen.

Das neue Merkblatt „Ausbildung von Details mit Profilen und Fugendichtungsbändern bei Außenputz und WDVS“ (Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e.V, VDPM) zeigt die Möglichkeiten und die Planungsansätze für die sichere Planung und Ausführung solcher Details auf.

Bereits bei der Planung verschiedenster Anschlüsse sind u.a. folgende Punkte zu beachten:

  • Typ und Eigenschaften des anzuschließenden Fassadensystems
  • Geplante Anschlusssituation an Fenstern und sonstigen Wandöffnungen
  • Zu erwartende Bauteilbewegungen durch statische Anforderungen, z.B Balkonbrüstungen, und die unterschiedlichen Wärmedehnungskoeffizienten der zu verwendenden Baustoffe
  • Geplante Putzdicke (dünn- oder dicklagig)
  • Objektbezogene Exposition des Gebäudes bzgl. Schlagregenbelastung und Windlasten.

Dimensionierungs-Berechnung

Die notwendige Dimensionierung der Fugendichtungsbänder wird meist über die Wärmedehnungskoeffizienten der anzuschließenden Baustoffe und deren Ausmaß gewählt.

Beispiel für die Berechnung der zu erwartenden Längenänderung eines Baustoffs über die bekannten Wärmedehnungskoeffizienten:

  • Rechnerisch zu erwartende Dehnung von Metall, z. B. Aluminium und Zinkblech, bei Δ t 50 Grad Kelvin bzw. Δ t 70 Grad Kelvin (entspricht 50 °C bzw. 70 °C): 50 K x 0,023 mm/mK = 1,15 mm/m
  • Bei dunklen Fenstern oder Fassaden: 70 K x 0,023 mm/mK = 1,61 mm/m

Die Fugendichtungsbänder sind entsprechend der geplanten Fugenbreite zuzüglich der erwarteten Bewegung in der Bauteilfuge zu ermitteln, z.B bei einem Metallbauteil von ca. 1,80 m Länge bei Δ t 50 Grad Kelvin.

Schlagregendichte Bauteilanschlüsse gemäß DIN 18542 für BG 1

Handelsübliche Fugendichtungsbänder sind gekennzeichnet mit der Breite des Dichtbands (Fugentiefe) und dem Einsatzbereich (Fugenbreite). Ein Band des Typs 15/3–9 hat eine Breite von 15 mm und ist geeignet für Fugenbreiten zwischen 3 und 9 mm. Somit kann für alle Größenordnungen von Bewegungen das richtige Fugendichtband errechnet werden.

Durch ein umfangreiches Sortiment von Fugendichtungsbändern in verschiedenen Breiten und für unterschiedliche Einsatzbereiche lassen sich Fugen und Anschlüsse aller Art schlagregendicht herstellen gemäß Anforderungen nach DIN 18542, Ausgabe 2020-04, für Beanspruchungsgruppe 1 (BG 1).

Bei größer dimensionierten Fugen reicht es allerdings nicht mehr aus, das Fugendichtungsband zwischen dem Dämmstoff bzw. zwischen den Dämmstoffen zu platzieren. In dieser Situation kommen spezielle PVC Profile zum Einsatz, die gleichzeitig auch die Putzfläche begrenzen und für eine saubere Optik sorgen.

Beispiel für die Ausführung mit imprägnierten Fugendichtungsbändern in WDVS: Die obere Fuge kann sowohl vertikal als auch horizontal ausgeführt werden. Auch Kreuzfugen können mit entsprechend vorgefertigten Eckwinkeln realisiert werden.

Werden große Bauteilbewegungen erwartet, empfehlen wir, zur kompletten Entkoppelung der Bauteile die Fugenbreite entsprechend zu erhöhen, um den Einsatzbereich des Fugendichtbands zu erweitern.

Anschlussband sicher montiert

Das Baumit SupraCompact AnschlussSystem besteht aus folgenden Bestandteilen:

  • SupraCompactProfil mit angeschweißtem Gewebestreifen,
  • SupraCompactEckProfil vorgefertigt mit angeschweißtem Gewebestreifen,
  • FugendichtBand FB 30/10–18, Farbe Schwarz oder Anthrazit.

Die WDVS-Platten werden mit einem Abstand von 15 mm an das anzuschließende Bauteil geklebt. Darauf folgt die Montage der Supra Compact- und SupraCompactEckProfile. Abstandshalter aus EPS-Plattenresten in Fugenbreite zwischen Profile und anzuschließende Bauteile klemmen, Unterputz und Oberputz, ggf. Anstrich aufbringen. Als letztes wird der Abstandshalter aus EPS entfernt, die Fuge mit loser Stopfwolle locker hinterstopft und das FugendichtBand FB 30/10–18 montiert.

Übrigens eignet sich das System auch hervorragend für zerstörungsfreie Anschlüsse an fremdes Eigentum, was bei Reihenhaussiedlungen oft vorkommt. Hier lässt sich beispielsweise eine Betonbalkonbrüstung mit dem SupraCompact AnschlussSystem sauber und schlagregendicht trennen.


Werden große Bauteilbewegungen erwartet, empfehlen wir, zur kompletten Entkoppelung der Bauteile die Fugenbreite entsprechend zu erhöhen, um den Einsatzbereich des Fugendichtbands zu erweitern.



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