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Frei von Wärmebrücken: Attikalösung von Puren für fast jede Bautechnik

Attikalösung
Frei von Wärmebrücken

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Hochwärmegedämmte Gebäudehüllen sind nichts Ungewöhnliches mehr. Dagegen fordern geometrische, konstruktive und materialbedingte Wärmebrücken auch heute noch die erhöhte Aufmerksamkeit der Planer. Im Fokus dieses Beitrages ist eine Attikalösung für fast jede Bautechnik und für jeden Dämmstandard bis hin zum Passivhausstandard.

Im Attikabereich trifft die Flachdachdämmung auf die Dämmung der Fassade. Neben der Ecksituation, die sich als geometrische Wärmebrücke auswirkt, kann die erforderliche Verstärkung des Attikabereiches mit Laschen, Verschraubungen oder Dübeln eine konstruktive Wärmebrücke und durch integrierte Holztragwerke auch eine materialbedingte Wärmebrücke entstehen lassen.

Das für dieses Baudetail konzipierte Attikaelement von Puren wurde vom Passivhaus Institut mit WDVS und VHF geprüft und in die bestmögliche Kategorie, zu den sogenannten wärmebrückenfreien Konstruktionen eingestuft.
WDVS und VHF
Ursprünglich wurde das Attikaelement von Puren für hochdämmende WDV-Systeme entwickelt. Im Treffpunkt dieser beiden, sehr wirksamen Dämmlagen mit dem Flachdach gab es immer wieder Wärmebrückenprobleme. Mit dem auf der obersten Betondecke montierten Attikaelement gehört diese Wärmebrücke der Vergangenheit an. Beide Dämmlagen schließen an das Element an und vollenden das Attikadetail. Ebenso wie bei WDV-Systemen kann eine baugleiche Konstruktion auch für vorgehängte hinterlüftete Fassaden (VHF) eingesetzt werden. Detaillierung und Wirkung sind im Prinzip gleich.
Monolithisches Mauerwerk
Wärmedämmende monolithische Mauerwerke weisen im Attikabereich, insbesondere bei einbindenden Stahlbetondecken, neben der geometrischen Wärmebrücke auch konstruktive und materialbedingte Schwächen der Wärmedämmung auf. Hierfür entwickelte Puren zwei Lösungen. Die große Lösung ist eine auf Attikahöhe über der Stahlbetondecke und der obersten Steinreihe abgestufte Dämmkonstruktion, die den gesamten Deckenbereich komplett abdeckt.
Die Standardlösung ist die Dämmung der reinen Stahlbetondecke. Die Dämmung setzt exakt ab Unterkante Stahlbetondecke an und führt die Dämmebene zum Attikaelement und zur Flachdachdämmung hoch. In beiden Fällen kann die zusätzliche Dämmung der Stahlbetondecke auch als verlorene Schalung verbaut werden.
Sanierung
Besonders alte gemauerte oder betonierte Attiken vergrößern durch ihre Kühlrippenwirkung die geometrische Wärmebrücke zusätzlich. Während sich aufgemauerte Attiken zuweilen rückbauen lassen, erweisen sich betonierte Konstruktionen meist als resistent.
Für dieses spezielle Einsatzgebiet wurde das „Attika Kit“ entwickelt. Es besteht oberhalb der Attika aus einem hoch verdichteten PU-Dämmkeil und einer pur-enit-Abdeckplatte. Seitlich zur Flachdachdämmung hin ist die Betonattika unterhalb des überstehenden PU-Dämmkeils mit einer auf Maß geschnittenen PU-Dämmung verfüllt. Von der Wandseite aus wird die Dämmung, wie üblich, bis unter die Abdeckplatte geführt. In allen genannten Fällen erfüllen die vorgeschlagenen Konstruktionen die hohen Anforderungen, die an ein Passivhaus gestellt werden.
Montage
Entscheidender Vorteil der Attikaelemente ist neben der durchdachten Dämmung deren rationelle und sichere Montage. Die Elemente bestehen im Standard aus senkrechten, 80 mm breiten, 350 mm hohen und 1 200 mm langen purenit-Balken, die oben eine 5°-Schräge aufweisen. Darauf werden stoßversetzt und mit handelsüblichen Holzschrauben 25 mm dicke, 280 mm breite und 1 200 mm lange Abdeckplatten montiert. Die Elemente werden mit handelsüblichen Stahlwinkeln und Stahllaschen auf der obersten Betondecke festgeschraubt und die Flachdachdämmung (bis 265 mm Dicke) wie die Fassadendämmung (bis 180 mm Dicke) gegen die Elemente gearbeitet. Eine größere XL – Attikavariante kann Flachdachdämmungen bis 420 mm und Fassadendämmungen bis 300 mm Dicke zusammenführen.
Funktionswerkstoff
Purenit ist ein erfolgreicher Funktionswerkstoff von puren. Es wird im eigenen Werk nach hohen Qualitätsstandards aus Produktions- und Baustellenreststoffen hergestellt. Müssen purenit-Elemente auf Maß zugeschnitten werden, helfen bauübliche Werkzeuge und Geräte aus der Holzbearbeitung. Einer der großen Vorteile von purenit ist die Feuchtigkeitsstabilität des Materials.
Der hoch verdichtete Funktionswerkstoff bietet mit einem Lambda-Wert von 0,086 W/mK einen in diesem konstruktiv wichtigen Bereich bestmöglichen Wärmeschutz und ist zudem als Dämmstoff bauaufsichtlich zugelassen.
Psi-Werte (Ψ)
Der Psi-Wert, der die negative Wirkung einer Wärmebrücke beschreibt, sollte im Standard nicht höher als 0,7 sein. Das bedeutet, dass der Wärmeschutz der betreffenden Wärmebrücke um den Differenzbetrag 0,7 W/mK schlechter ist als des ungestörten Bauteils daneben. Das fordert die DIN 4108–2 im Abschnitt 6 (Mindestanforderungen an den Wärmeschutz im Bereich von Wärmebrücken). Gebäudedetails mit höheren Psi-Werten bergen laut dieser DIN in sich die Gefahr der Schimmelpilzbildung.
(Ψ) 0,1: Bei hochgedämmten Gebäuden, das ist bekannt, wirken sich Wärmebrücken stärker aus als im Standard. Ziel muss es daher sein, diesen Wert möglichst klein zu halten. Viele moderne Konstruktionsdetails weisen heute Psi-Werte unterhalb von 0,1 auf.
(Ψ) 0,01: Einen Schritt weiter geht das Passivhaus Institut in Darmstadt. Es fordert für Passivhaus-Komponenten einen Psi-Wert von 0,01 W/mK. Dann gelten solche Baukonstruktionen als wärmebrückenfrei und müssen bei einer Wärmebrückenberechnung nicht mehr berücksichtigt werden.
(Ψ) 0,005: Bei der Prüfung des Attikaelementes von Puren ermittelte das Passivhaus Institut für eine mit WDVS gedämmte Fassade, bei einem U-Wert der Fassade und des Flachdaches von 0,15 W/m²K, einen Psi-Wert von 0,005 W/mK. Damit entspricht das Attikaelement allen Anforderungen an Bauteile in Passivhäusern und unterschreitet die strengen Vorgaben für sogenannte wärmebrückenfreie Bauteile nochmals um rund 50%.
(Ψ) bis (-) minus 0,01: Weitere Prüfungen von Puren ergaben bei bestimmten Konstellationen von Fassaden- und Flachdachdämmungen Psi-Werte bis minus (-) 0,01 W/mK. Das bedeutet, dass ein mit dem Attikaelement gedämmtes Gebäudedetail bessere Dämmeigenschaften aufweisen kann, als die angrenzenden ungestörten Dämmlagen des Flachdaches und der Fassadendämmung.
Dipl. Ing. Gerard Halama | jo


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