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Natürlich gedämmt

Neubau eines Sportheims in Herschbach
Natürlich gedämmt

Beim Neubau eines Sportlerheims für eine Westerwald-Gemeinde wurde ein Zeichen für moderne Architektur im kommunalen Zweckbau gesetzt. Dabei macht u.a. die Dämmung mit Holzfaserplatten deutlich, wie gut sich außergewöhnlich gestaltete Gebäude mit natürlichen Materialien realisieren lassen.

Im nördlichen Rheinland-Pfalz wurde in der Ortsgemeinde Herschbach im Westerwald ein neues Sportlerheim gebaut. Form und Fassade des 30 x 8 m großen Zweckbaus bilden den natürlichen Verlauf der Westerwälder Landschaft nach mit ihren zahlreichen Erhebungen, weitläufigen Wiesen und Tälern. Architekt Professor Dr. Markus Holzbach hat das Gebäude vorwiegend als Holzrahmenbau geplant mit einer Fassade aus recyceltem Aluminium sowie bepflanzten Fassaden- und Dachbereichen. Keramisches Recyclingmaterial wurde in die Pflanzerde eingebracht, um Wasser zu speichern und gezielt wieder abzugeben.

Wenn die Rede vom experimentellen Bauen in der Peripherie ist, hat dies mehrere Gründe: Im Bereich des Westerwaldes gibt es nach Aussage von Markus Holzbach drei unterschiedliche rohstoffbezogene Cluster, nämlich Metall, Keramik und Holz. Deren Kompetenzen und Alleinstellungsmerkmale sollten an diesem Bau exemplarisch zusammengeführt werden.
Der experimentelle Charakter deutet sowohl auf die bauliche Ausführung mit wieder verwerteten und verwertbaren Werkstoffen als auch auf die soziale Konstellation hin. Vom Gebäude geht ein wichtiger Impuls für die Ortsgemeinde sowie Entwicklung und Leben im ländlichen Bereich aus. An der Realisierung beteiligten sich regionale Unternehmen, Energieversorger, Sportvereinsmitglieder und Rentner der Gemeinde. Kofinanziert wurde das Projekt von der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Gekostet hat die Errichtung summa summarum 512 000 Euro, davon hat die Europäische Union 252 000 Euro übernommen.
In der knapp 980 Einwohner zählenden Ortsgemeinde Herschbach, von denen mehr als die Hälfte Mitglieder im HSV 21 sind, war man überzeugt, dass sich das Projekt für alle Herschbacher lohnt und auch die Region von der attraktiven Architektur profitiert. So begriffen die Bürger den Neubau ihres Sportheims als Gemeinschaftsaufgabe.
“Das Sportheim Herschbach ist ein gebautes Bekenntnis zu formsinniger Architektur im ländlichen Raum. Bewundernswert, dass dieser spektakuläre Entwurf fernab der großen Metropolen verwirklicht wurde“, sagt Matthias Roth, Schreinermeister im Außendienst des ökologisch orientierten Bauzulieferers Inthermo. „Dies ist auch als Signal an andere Kommunen zu verstehen, dass es beim nachhaltig zukunftsfähigen Bauen weniger auf eine möglichst zentrale Lage ankommt als vielmehr auf die Begeisterungsfähigkeit der Bürger, die mit dem Baumeister idealerweise schon bei der Planung und Umsetzung an einem Strang ziehen sollten.“
Feste Holzfaserplatte
Die ökologische Ausrichtung zeigt sich auch in der Wahl des Dämm-Materials. Während die Dämmung der Wandgefache aus Zellulose besteht, wurde die Holzrahmenkonstruktion mit der bewährten Holzfaserdämmplatte Inthermo HFD-Exterior Solid in 60 mm Dicke bekleidet. Als Putzsystem kam auf Teilflächen der Fassade ein weißer Inthermo HFD-Mineral-Leichtputz zum Einsatz. Die Bauausführung oblag der ortsansässigen Zimmerei Schlag & Pröbstl.
Die Holzfaserdämmplatte weist eine hohe Materialfestigkeit auf, was für die Direktbeplankung und Vorfertigung im Holzrahmenbau ideal ist. Ihre hohe Feuchterobustheit basiert auf der sehr guten Hydrophobierung der Grundlamelle und der feuchtebeständigen Leimverbindung der Gesamtplatte.
Architekt: Prof. Dr. Markus Holzbach, Holzbach Architekten, Koblenz
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