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Used-look für ein Hotel in Heiligenhafen, Türenoptik eingeschlossen

Neubau eines Hotels in Heiligenhafen
Willkommen in der Holzklasse

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Heiligenhafen hat sich gewandelt: Am Seebrückenvorplatz – einst Ödnis mit Parkplatz und Buschwerk – wurde die „Bretterbude“ als cooles Lifestyle-Hotel eröffnet. Mit der gewollt lässigen Unterkunft wird das vormals etwas angestaubte Image der Gemeinde „aufgemöbelt“. Auch Zimmertüren mit Lacknasen tragen zum Used-look-Konzept bei.

Jens O. Holthaus | be

Hotelier Jens U. Sroka hat ein spezielles Hotelkonzept entwickelt und dabei jugendlichen, unaufgeregt-sportlichen Lifestyle in ein Urlaubserlebnis verwandelt. „Dieses Projekt ist spannend, weil es das in dieser Form noch nie gab“ , so Sroka. Er tituliert sein stylisches Hotelkonzept auch gerne als „Holzklasse“: Nicht nur für seine exponierte Lage direkt an der Strandpromenade ist das Hotel äußerst günstig, es sieht auch dank der Fassade im Helgoländer Hummerbuden-Look sehr „holzig“ aus.

Online wirbt das Hotel um eine junge Zielgruppe – oder auch „Freiheitsdiven, Wasserakrobaten, Boardliebhaber, Naturfetischisten und Konventionsbrecher“: „Die Bretterbude ist ein Platz zum Pennen, zum Abladen, zum Hungerstillen. Zum Abhängen nach dem Kiten, zum Runterkommen nach dem Surfen. Zum Freisein und Heimischfühlen.“

Die Bretterbude ist neuestes Projekt des Hoteliers, der zuvor mit seinem Bruder gemeinsam für das „StrandGut Resort“ verantwortlich war und in eigener Regie das „Beach Motel“ in St. Peter Ording entwickelt hat. Der Architekturentwurf der Bretterbude stammt von Thomas Ladehoff der gleichnamigen Architekturwerkstatt aus Hardebek. Am 6. Oktober 2017 erhielt die Bretterbude in Heiligenhafen beim europäischen Fachbranchentreff „hotelforum“ in München die Auszeichnung als „Hotelimmobilie des Jahres“.

Andreas Martin, Geschäftsführer der hotelforum management GmbH: „Die Bretterbude ist im positiven Sinne des Wortes eine Bretterbude: von der in unterschiedlichen Hölzern gestalteten Fassade angefangen, über individuell gestaltete Bretterbutzen (norddeutsch: abgetrennte, fensterlose Schlafnischen in Bauernhäusern) bis zur Knetkammer und dem Plankenverleih ist das Thema Holz überall präsent und zwar rau und klar, aber auch herzlich, wie es der Sprache der Ostseeküste entspricht. Die Bretterbude überzeugte die hotelforum-Jury mit diesem stimmigen Gesamtkonzept für alle Altersgruppen und in bester Küstenlage.“

Die Architektur des Neubaus ist an Hummerbuden auf Helgoland angelehnt und wirkt optisch wie in einzelne kleine Häuser aufgeteilt. Integriert wurde das Gebäude in den vorhandenen Deich, weshalb es auf Meerseite drei und auf der Südseite vier Stockwerke hoch ist. Die Fassade erhielt eine Verkleidung aus vier verschiedenen Sorten Echtholz, die unterschiedlich schnell altern und damit für ein lebendiges Fassadenbild sorgen.

Die Inneneinrichtung ist puristisch und industriell geprägt. Alle Flure und öffentlichen Bereiche sind nur grob verputzt. In den Zimmern wird die industrielle Anmutung durch viel Holz aufgelockert. Die meisten Elemente sind Sonderbauten und wurden extra angefertigt. Das Mobiliar in Leder und Stahl weist Finessen auf, wie beispielsweise Barhocker aus alten Fahrradsatteln oder Sitzmöglichkeiten aus Europaletten.

Die Bretterbude verfügt über das Restaurant „Strandschuppen“ mit 149 Innen- und 80 Außenplätzen, eine „Spelunke“ als Reinkarnation einer alten Hafenpinte, zwei Tagungsräume sowie einen Spa-Bereich mit finnischer Sauna, Dampfbad, Außenbereich und drei „Knetkammern“ .

Türen im Used-Look

Das Konzept Used-Look wird auch in den Zimmern konsequent umgesetzt. Die zweckmäßigen „Butzen“, also Schlafnischen, sind mit heller Holzoptik und nostalgischen, teils maritimen Details gestaltet. Einige Butzen sind nur circa 12,3 m2 groß, bieten dabei aber alles, was der junge Urlauber braucht. Auf mehr Raum präsentieren sich die Etagenbutzen und großen Butzen, aber alle mit individuellem Relax-Faktor.

Bis hin zu den Innentüren wirkt sich das Designkonzept aus. Zu Beginn der Planung war angedacht, Türen aus Stahl mit einer rostig wirkenden Legierung als Zimmertüren zu verbauen. Bei der Beratung durch Jeld-Wen wurde dieser Gedanke jedoch schnell verworfen, da sich mit Stahltüren das im Hotel wichtige Thema des Schallschutzes nicht annähernd gastkonform umsetzen lässt. Die Lösung hatte der Türenhersteller jedoch bereits im Gepäck:

Um den gewünschten Used-Look umsetzen zu können, kamen fertig vorgrundierte Schallschutztüren Typ 42/ SK2 zum Einsatz, die auf der Baustelle von den Malern bewusst amateurhaft und „rough“ mit deutlich sichtbaren Lacknasen „veredelt“ wurden. Der gewählte Farbton erinnert an den blanken Stahl von Containerschiffen. Unterstrichen wird diese Optik durch eine schmiedeeiserne Griffstange sowie schablonierte Kennungen auf der Außenseite der Tür. Trotz Used-Look ist die Funktion sichergestellt, denn mit den gewählten Modellen der Schallschutzklasse 2 (SK2) halten die Innentüren mühelos dem meist etwas rauen Hotelalltag stand und stellen die bei Hotelzimmern wichtige Privatsphäre sicher.

So war bei den Türen nicht nur das Design wichtig. „Wir haben nicht nur die Optik der Tür für ein Hotelzimmer verändert, wir sind auch ganz bewusst weggegangen von den hoteltypischen Keycards. Schlüssel sowie ein Schließzylinder passen viel besser. Look & Feel sind hierdurch einfach anders, authentischer und letztlich näher dran an der Zielgruppe der jungen Leute“ , so Sroka. Weiter kamen in den Versorgungsbereichen und Restaurants vorgrundierte Feuchtraumtüren des Typs Optima 30 und Optima 34 sowie weitere Schallschutztüren des Typs 48/ SK2 mit Lichtausschnitt zur Ausführung.

Dass Lacknasen, Schließzylinder & Co. die richtige Entscheidung waren, beweisen die Besucherzahlen sowie die Auslastung der Bretterbude. Bereits im ersten Jahr liegt diese weit über dem Küstendurchschnitt.

Insgesamt wurden in der Bretterbude 220 Türen eingebaut, davon 81 Zimmertüren und 15 Brandschutztüren. Dass bei solchen Projekten am Ende oft der Zeit-Schuh drückt, ist selbstredend. Doch auch für die Umstände, dass sich in sprichwörtlich letzter Minute Maße verändern oder andere technisch bedingte Neuerungen ergeben können, hat Jeld-Wen eine praxisorientierte Lösung. Das Hochleistungs-Liefersystem 5plus sorgt seit knapp zehn Jahren dafür, dass jede Bestellung unabhängig von der Losgröße in äußerst kurzen Lieferzeiten zur Verfügung steht.

Architekt: Thomas Ladehoff, Architekturwerkstatt Ladehoff, Hardebek


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