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Präventiver Gesundheitsschutz

Antibakterielles Türsystem
Präventiver Gesundheitsschutz

Jedes Jahr sterben nach Angaben des Europäischen Zentrums für Prävention und Kontrolle von Krankheiten cirka 50 000 EU-Bürger, die sich in einer Klinik infiziert haben. Hersteller aus verschiedenen Bereichen rund um die Tür haben gemeinsam ein Türsystem entwickelt, das die Übertragung von Bakterien und Pilzen aktiv verhindert.

Bauvorhaben wie Kliniken, Arztpraxen, Labore, Kindertagesstätten oder Schulen, aber auch Lebensmittel verarbeitende Betriebe gelten als Hygiene-sensible Bereiche. Sie stellen im Hinblick auf die gestiegene Infektionsgefahr besondere Anforderungen an alle Bauelemente, die im direkten Kontakt mit Menschen stehen. Der Schutz vor gesundheitsgefährdenden Bakterien und Keimen wird wichtiger. Ein überwiegender Anteil an Mikroorganismen unterstützt das menschliche Immunsystem. Ein kleiner, jedoch sehr gefährlicher Anteil der Mikroorganismen ist pathogen, d. h. sie verursachen bei Menschen Krankheiten.

Besonders große Ansteckungsgefahr besteht in hoch frequentierten Bereichen wie Krankenhäusern, Schulen und Pflegeeinrichtungen, wo vermehrt Krankheitskeime auftreten. Das europäische Zentrum für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in Stockholm spricht europaweit jährlich von über drei Millionen übertragenen Infektionen, von denen cirka 50 000 tödlich enden. Die Gefahr von Bakterien und Keimen droht vor allem bei verderblichen Lebensmitteln, Essensresten sowie mangelnder Hygiene. Feucht- und Nassräume bieten einen Nährboden für deren Entstehung.
Türelemente, sofern nicht automatisiert, werden von Menschenhand geöffnet bzw. geschlossen und können somit zur Übertragung von Bakterien beitragen. Im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarländern hat Deutschland einen Nachholbedarf in der Frage des präventiven Bakterienschutzes. In keinem anderen Land Europas vermehren sich in Krankenhäusern z. B. die besonders gefährlichen MRSA-Bakterien (Methylicilinresistenter Staphylokokkusaureus) so schnell wie in der Bundesrepublik.
Jeder zwanzigste Patient steckt sich im Krankenhaus mit einem neuen Keim an, pro Jahr mehr als eine halbe Million Menschen. Die Verantwortlichen im Krankenhausmanagement sowie in der Bauplanung verlangen nach wirksamen und zugleich kosteneffizienten Maßnahmen, um Patienten vor Infektionen zu schützen.
Ganzheitliche Lösung
Jeld-Wen legt besonderen Wert auf den verantwortungsvollen Umgang mit Umwelt und Gesundheit. In diesem Kontext entwickelte das Unternehmen zusammen mit den Herstellern BOS Best of Steel (Zargen), Häfele (Drücker) und Resopal (Oberflächen) ein neues, ganzheitliches Türsystem mit dem Ziel, einen optimalen Schutz vor gesundheitsgefährdenden Bakterien und Keimen herzustellen. Eine aktive, hygienische Vorsorge kann durch moderne Oberflächenveredelung getroffen werden.
Türelemente können mit Hilfe einer antibakteriellen Beschichtung das Ansiedeln und Aufwachsen von Bakterien und Pilzen auf der Oberfläche aktiv verhindern.
Die Übertragungskette wird wirksam und nachhaltig unterbrochen. Von den Keimen, die auf die Oberfläche gelangen, sind beim antibakteriellen Türsystem asepticDOOR bereits nach einer Stunde 99,98 % abgetötet. Dies haben Tests des Hygienikers Dr. med. Klaus-Dieter Zastrow, Berlin, für die relevantesten Keimkolonien bestätigt.
Das Türsystem ist speziell auf die Erfordernisse im Klinik- und Krankenhausbereich abgestimmt und mit antibakteriellen und pflegeleichten Oberflächen und Produkten ausgestattet. Mit der geprüften Zarge mit antibakterieller Pulverbeschichtung steuert BOS die Zargen-Komponente zur asepticDOOR bei. Häfele Alasept-Drücker gibt es in zahlreichen Objektausführungen, zum Beispiel für Feuerschutz- oder Rauchschutztüren sowie in verschiedenen Klassifizierungen für die einzelnen Objektkategorien. Resopal und Hipercare ergibt ein Material mit hygieneaktiver Oberfläche, die nachweislich das Ansiedeln und Aufwachsen von Mikroorganismen verhindert. Die Wirkstoffe von Hipercare sind in dem Melaminharz gelöst. Sie entfalten ihre Wirksamkeit beim direkten Kontakt mit der Oberfläche.
Als Hersteller des Türelements asepticDOOR führt Jeld-Wen die einzelnen Komponenten mit weiteren Türeigenschaften wie Brand-, Rauch- und Schallschutz sowie Nassraum, Strahlenschutz und vielen anderen Funktionen zusammen. Die so geschaffene Einheit überzeugt durch ihre Desinfektionsmittel beständige Eigenschaft und verfügt über eine sehr glatte, leicht zu reinigende Oberfläche. Die antibakterielle Wirkung der Oberflächen unterstützt den Reinigungsprozess, ersetzt aber die Notwendigkeit einer Reinigung sowie die Einhaltung der Hygienevorschriften nicht.
Das Ergebnis dieses Projekts ist ein Türsystem, das Schutz vor Infektionen bietet und das Übertragungspotenzial von Bakterien signifikant senken kann. Die beteiligten Markenhersteller stehen für das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten, was Schnittstellen reduziert und die Planungssicherheit auf allen Ebenen erhöht.
Nutzung der Infocodes: Siehe Leserdienstkarte am Heft-Ende oder auf www.bba-online.de
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