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Nachhaltige Innentüren für Architektur von kadawittfeldarchitektur

Umbau und Sanierung der ehemaligen Eisenbahndirektion zum Unternehmenssitz in Köln
Einheitlich individuell

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Das Gebäude der einstigen „Königlichen Eisenbahndirektion zu Cöln“ wurde nach Umbau und Sanierung zum exklusiven Unternehmenssitz am Rheinufer. Ein neuer Dachaufbau aus vier Geschossen empfindet die historische Kontur des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Mansarddach nach. Dem hohen Anspruch von kadawittfeldarchitektur nach einheitlichem Design und nachhaltigen Produkten konnten auch die Innentüren gerecht werden.

Jens O. Holthaus | be

Die Lage am Rande der Altstadt macht die neue Direktion Köln zum begehrten Ort für Unternehmen zwischen Dom und Rhein. Nach 100 Jahren wechselvoller Geschichte bezog im Juni 2016 die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) die aufwendig restaurierten Räume hinter historischen Fassaden. Das Gebäude zählt mit seiner neuen Silhouette bereits zu einem der Wahrzeichen am Kölner Ufer.

Wer heute über die breite Freitreppe die herrschaftliche Eingangshalle der Neuen Direktion Köln betritt, atmet noch etwas vom Stolz und Pioniergeist, den die boomende Eisenbahnaera damals verbreitete. Der von 1906 bis 1913 errichtete Bau diente der ehemaligen „Königlichen Eisenbahndirektion zu Cöln“ als Verwaltungsgebäude und wurde bei Bombenangriffen im Mai 1942 stark beschädigt. Das Mansarddach brannte vollständig aus und wurde später provisorisch durch ein Flachdach ersetzt.

Nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland firmierte die deutsche Eisenbahn zur Bundesbahn. Das Gebäude wurde zur Bundesbahndirektion, in dem bis 2011 die Verwaltung der Deutschen Bahn untergebracht war. Im selben Jahr erwarb Hochtief das repräsentative, siebengeschossige Gebäude am Kölner Rheinufer und ließ es von der Bilfinger Hochbau GmbH komplett sanieren.

Das Aachener Architekturbüro Büro kadawittfeldarchitektur schuf in Gemeinschaft mit den Architekten Graf + Graf aus Montabaur mit viel Feingefühl ein Bürogebäude, das neben seiner Optik auch durch Verwendung nachhaltiger Produkte zu überzeugen weiß. In diesem Zusammenhang entschieden die Architekten auch über die Ausführung von 267 nachhaltig produzierten Türenelementen von Jeld-Wen. Der Hersteller bot den Planern nicht nur umfangreiche und individuelle Türlösungen an, sondern erfüllte darüber hinaus auch hohe Ansprüche an das Thema Wohngesundheit und Nachhaltigkeit. Als nach eigenen Angaben einziger Türenhersteller hat er sich nach den Qualitätskriterien des Sentinel Haus Instituts überprüfen lassen und erfüllt diese ohne Einschränkungen. Nachhaltigkeit dokumentieren die Türmodelle darüber hinaus durch international anerkannte Prüfsiegel und Zertifizierungen wie FSC(Forest Stewardship Council) und PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification). Aber auch Sortimentstiefe und vielfältige Ausführungsoptionen überzeugten die verantwortlichen Architekten, und so fügen sich die Innentüren perfekt in das realisierte Interieur-Konzept.

Bereit für neue Mieter

Da sich die Bausubstanz hinter der Fassade als zu marode für eine Sanierung erwies, wurde das Gebäude bis auf die Hülle entkernt. Hinter der beinahe 120 m langen, viergeschossigen Fassade im neoklassizistischen Stil entstand eine 21 400 m2 moderne und flexible Bürofläche. Der Entwurf berücksichtigt den denkmalgeschützten Bestand, der im Zuge der Sanierung ausgebaut, katalogisiert und eingelagert wurde, um später wieder restauriert beziehungsweise reproduziert eingesetzt zu werden. Prunkstück des Gebäudes ist die von hohen Säulen getragene, imposante Eingangshalle mit Mosaikboden und strahlend weißem Terrazzo. Für das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Mansarddach entwickelte kadawittfeltarchitektur eine moderne Lösung mit umlaufenden Terrassen. Metallene Bänder umhüllen die insgesamt vier Dachgeschosse und zeichnen mit ihrer Neigung die historische Dachkontur nach, die lange Zeit die Rhein-Silhouette der Domstadt prägte. Im umlaufenden Fassadenzwischenraum entstanden Balkone mit Panoramablick auf die Stadt.

Die exklusive Innenausstattung schafft eine lichte Atmosphäre. Über alle drei Innenhöfe, die das Gebäude gliedern, erstreckt sich eine Fotocollage aus Porträts von 800 Mitarbeitern der Europäischen Agentur für Flugsicherheit, zusammengesetzt zu einer überdimensionalen Europakarte. Bezugnehmend auf die Aufgaben der EASA zeigen großflächige, fein linierte Wandbilder technische Zeichnungen von Flugobjekten – vom kleinen Papierflieger im Erdgeschoss über Ballons und Segelflieger bis hin zum großen Passagierflugzeug A380 im siebten Stockwerk.

Hochwertige Arbeitsplätze mit flächenbündigen Innentüren

Obwohl das Gebäude in seiner Planung so konzipiert wurde, dass jede Organi-sationsform möglich gewesen wäre, entschied sich die EASA als neuer Nutzer für Großraumbüros. Die Planer von Graf + Graf Architekten, mit der Gestaltung der Büroflächen beauftragt, verwirklichten Arbeitsplätze, bei denen trotz Großraumfläche mit kleinen Einheiten eine angenehme Arbeitsatmosphäre geschaffen wurde.

Auch die zu verbauenden Innentüren mussten den technisch-funktionalen Vorgaben und den Designansprüchen der Planer entsprechen. Aufgrund der gewerblichen Nutzungsform des Gebäudes fiel die Wahl auf das Türmodell Optima 30 mit HPL-Oberfläche. Das „high pressure laminate“ trotzt selbst extrem hohen Beanspruchungen und bietet mit seiner großen Auswahl unterschiedlicher Optiken zahlreiche Gestaltungsoptionen. Meist zurückhaltend geplant und flächenbündig verbaut, fügen sich die Türen unaufdringlich in das Design- und Farbkonzept ein.

Neben dem Wunsch nach einem konzeptkonformen Türdesign mussten auch die gesetzlichen Sicherheitsbestimmungen konsequent umgesetzt werden. So wurde die Optima 30 nicht nur um eine Feuchtraumtürvariante ergänzt, sondern zusätzlich noch um eine Vielzahl an Schall-, Brand- und Rauchschutztüren von 43 bis 70 mm Stärke. Die Ausstattung mit Brand- und Rauchschutztüren ist in einem Gebäude mit diesen Dimensionen besonders sicherheitsrelevant. Die feuerhemmenden Innentüren T30–1 Typ70 wurden von Jeld-Wen als Komplettlösung mit Schlössern, Drückern, Bändern und automatischen Schließern geliefert.


Anforderung:

Konzeptkonformes Türdesign im Einklang mit gesetzlichen Sicherheitsbestimmungen

Lösung:

Türen mit HPL-Oberfläche für hohe Beanspruchung und mit Brand- und Feuchteschutz


Bauherr: HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH Niederlassung Rhein-Ruhr

Betreiber: Projektgesellschaft Konrad-Adenauer-Ufer Köln GmbH & Co. KG

Architekt: kadawittfeldarchitektur, Aachen, in Kooperation mit Graf + Graf Architekten, Montabaur
www.kadawittfeldarchitektur.de
www.grafundgraf.de

Realisierung: 2013 – 2016


Farbkonzept

Der offenen Raumgestaltung für flexible Nutzung liegt das von kadawittfeldarchitektur entwickelte Design- und Farbkonzept „Himmel über Köln“ zugrunde. Die Farbcodierung der sieben Bürogeschosse folgt dem Leitbild des Himmels über Köln bei Sonnenuntergang am Rhein. Jedes Stockwerk erhielt seinen eigenen Farbton für Wände, Teppiche und Möbeldetails sowie Innentüren.


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  • Bauwerke als Wahrzeichen

www.hier.pro/wahrzeichen_ingenieursbaukunst


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