Trockenestrich-Fußbodenheizung bei Sanierung einer denkmalgeschützten Klosteranlage in Mallersdorf

So trocken wie möglich

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Mit viel Gespür für die historische Bausubstanz wurde in einem z.T. denkmalgeschützten Kloster in Mallersdorf eine zeitgemäße technische Gebäudeausstattung realisiert. Beim Einbau der Fußbodenheizung mussten Herausforderungen wie Statik, Brandschutz, Schalldämmung und optimale Raumluftfeuchte gemeistert werden. Der Planer entschied sich schließlich für eine einfach zu verlegende Flächenheizung mit Trockenestrich.

Anforderung:

Berücksichtigung von Statik, Denkmal-, Brand-, Schallschutz und Feuchte bei Einbau einer Fußbodenheizung

Lösung:

Trockenestrich-Fußbodenheizung mit geringer Aufbauhöhe und relativ niedrigem Flächengewicht


Carolin Weinzierl | vs

Seit 1869 ist die imposante, ursprünglich von Benediktinern gegründete Klosteranlage in der Hand der „Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie“. Die meist kurz „Mallersdorfer Schwestern“ genannte Kongregation hat sich – neben der Seelsorge, der Alten- und Krankenpflege sowie dem Bierbrauen – vor allem der Erziehung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen verschrieben. Deshalb befinden sich auf dem Gelände der Abtei eine von den Nonnen geführte Mädchenrealschule sowie eine renommierte Fachakademie für Sozialpädagogik. Beide Einrichtungen sind in Bestandsimmobilien mit z.T. besonders erhaltenswerter Bausubstanz untergebracht. In mehreren Projektphasen wurden die Räumlichkeiten nun saniert, baulich verändert und an heutige Anforderungen angepasst. Das planerische Konzept stammt vom ortsansässigen Architekten Norbert Hecht.

Fußbodenheizung mit Trockenestrich

Bei Decken und Fußböden forderte die Statik ihren Tribut. So mussten die Holzbalkendecken zunächst durch eine Holz-Beton-Verbundkonstruktion mit zusätzlicher Bewehrung ertüchtigt werden, bevor darauf mit dem Aufbau des Fußbodens begonnen werden konnte. Für die Bereiche mit Gewölbedecken und sichtbarem Gebälk lautete das Motto „so trocken wie möglich“, erklärt Norbert Hecht. Um erhöhten Feuchteeintrag zu vermeiden, der die historische Bausubstanz geschädigt hätte, entschied sich der Architekt für Trockenestrichsysteme von Lindner GFT.

Zur Verstärkung von Schallschutz und Statik verlegte der ausführende Fachhandwerker im Dachgeschoss der Realschule zunächst eine Schicht aus klassischen „Norit-TE 20“-Elementen auf dem Ausgleichsbeton. Darüber folgten dann „Norit-TE 30 Therm GF“-Platten aus Gipsfaser. Als Systembestandteil der Norit-Fußbodenheizung fungieren diese nicht nur als lastverteilende Schicht, sondern nehmen auch die dafür vorgesehenen Heizrohre auf. So ergab sich eine optimal in das historische Gemäuer integrierte Estrichlösung samt Fußbodenheizung.

Durch die geringe Aufbauhöhe von nur 70 mm eignet sich das System insbesondere für die Sanierung von Bestandsimmobilien. Die in diesem Fall gewählte Norit-Kombination erfüllt bei der genannten Aufbauhöhe sogar die für Schulgebäude geforderte Feuerwiderstandsklasse F120. Ein weiterer Vorteil: Die Norit-Systeme sind vergleichsweise leicht. Mit einem Deckmaß von 1200 x 600 mm bringt eine Norit-TE 30 Therm GF Universalplatte lediglich 23 kg auf die Waage. Dies trug zusätzlich dazu bei, die heikle statische Situation im denkmalgeschützten Teil des Klosterensembles zu entschärfen.


Bauherr: Kloster Mallersdorf

Architekt: Hecht Architekten, Mallersdorf-Pfaffenberg
www.hecht-architekten.de

Standort: Mallersdorf-Pfaffenberg


Robert Anzenberger, zuständiger Fachberater Lindner GFT: „Uns geht es nicht einfach darum, möglichst viel Fläche zu verkaufen, sondern wir legen großen Wert darauf, dass die Bauvorhaben sich auch tatsächlich umsetzen lassen und am Ende alles tadellos funktioniert.“


Schallschutz

Die Materialprüfanstalt für das Bauwesen in Braunschweig (MPA BS) hat die „Norit-TE 30 Therm GF“-Fußbodenheizung in unterschiedlichen Aufbauvarianten für Holzbalken- und Brettsperrholzdecken getestet und mit entsprechenden bauaufsichtlichen Prüfzeugnissen versehen. Die geprüften Norit-Kombinationen erzielten im Verbund mit der von Lindner GFT vorgegebenen Schüttung und Dämmung u.a. sehr gute Kennzahlen beim Schallschutz. Werden der Konstruktion Unterdecken mit Schwingabhängern und Gipskartonfaserplatten hinzugefügt, erreicht das System Werte von bis zu 32 dB beim Trittschallpegel und über 80 dB beim Luftschalldämmmaß.


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