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Nach Wunsch bedrucken

Individuelle Oberflächenveredelung im Trockenbau
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Neue Designvarianten für Decken, Wände und Böden: Mineralplatten für Akustikdecken sowie Gipsfaserplatten können mit digitalen Druckverfahren individuelle Dekore, Muster oder Bildmotive erhalten. Furnierte Gipsfaserplatten ermöglichen Echtholzgestaltungen auch dort, wo nicht brennbare Baustoffe gefordert sind.

Markus Hoeft | pi

Bauplan aus dem Internet downloaden und einfach zu Hause aus Kunststoff, Keramik oder Metall mit dem dreidimensionalen Drucker ausdrucken – fertig ist das Werkstück. So stellen sich Zukunftsfreaks momentan die „industrielle“ Produktion von morgen vor. Die Technik ist sicher noch nicht praxisreif für die breite Anwendung bei jedermann, aber passende 3D-Drucker gibt es immerhin schon. Sie zeigen, welchen Innovationsschub die Drucktechniken in den letzten Jahren erlebt haben.
Davon kann jetzt mit zweidimensionalen Drucken auch der Innenausbau profitieren. Die Knauf Gruppe hat verschiedene Verfahren für das Bedrucken von plattenförmigen Werkstoffen für Decken, Wände und sogar Fußböden zur Praxisreife entwickelt, mit denen Architekten Dekore, Ornamente oder individuelle Bildmotive direkt – also ohne anschließende Beschichtung oder Verzierung – auf den Bauteilen realisieren können. Im Unterschied zum 3D-Druck handelt es sich bei den bedruckten Bauteiloberflächen nicht um Zukunftsmusik, sondern um anwendungsbereite Produktsortimente.
Individualisierte Akustikdecken
Basis für den Einsatz der Drucktechniken an der Decke ist die mineralische Akustikdeckenplatte Thermatex Varioline von Knauf AMF.
Mit Schallabsorptionen aw von 65 oder 95 % sorgt sie für ausgewogene Nachhallzeiten in allen Bereichen und damit für eine Regulierung der Raumakustik.
Ihre speziellen Oberflächen erhält die Decke durch ein digital bedrucktes Akustikvlies. So können in der Metalloptik die für Metalldecken typischen Lochmuster schwarz aufgedruckt werden. Verschiedene Holzdekor-Prints ermöglichen die wohnliche Anmutung einer Holzdecke bei gleichzeitiger Erfüllung von Brandschutzanforderungen. Aber auch individuelle Deckengestaltungen mit Firmenlogos bzw. in Firmenfarben oder mit eigenen Mustern und Motiven lassen sich realisieren, wenn der Planer oder Auftraggeber druckreife Dateien in gängigen Formaten mit mindestens 200 dpi zur Verfügung stellen.
Nicht brennbare Holzoberfläche
Auf die Oberflächenveredelung von Gipsfaserplatten und künftig auch Gipskartonplatten ist Knauf Riessler spezialisiert. Das Unternehmen entstand aus einer Mehrheitsbeteiligung von Knauf am 1965 gegründeten Familienbetrieb Rießler GmbH in Wolpertshausen. Zum Sortiment gehören mechanisch behandelte Oberflächen in Form von gelochten, geschlitzten oder mikroperforierten Platten, aber auch glatte Oberflächen mit HPL-Beschichtungen, Lackierungen oder Digital-Prints.
Ein besonderes Plus für den Brandschutz bieten furnierte Gipsfaserplatten, weil sie Holzgestaltungen auch dort ermöglichen, wo nicht brennbare Bauteiloberflächen gefordert sind, etwa beim Bau von Versammlungsstätten.
Die furnierten Gipsfaserelemente vinova können mit allen erhältlichen Echtholzfurnieren beschichtet werden und entsprechen Baustoffklasse A2 nach DIN EN 13501. Das Unternehmen plant, konstruiert und fertigt die vinova-Produkte auftragsbezogen nach den Anforderungen des Kunden und dem vorgesehenen Einsatz.
Hochverdichtete Gipsfaserplatten
Für den gehobenen Innenausbau führt Knauf Integral die Werkstoffplatten GIFAboard im Sortiment. Es handelt sich um hochverdichtete Gipsfaserplatten mit individuell und objektbezogen gestalteten Oberflächen. Der Gipsfaserwerkstoff kann in jeder Form und Art spanabhebend bearbeitet werden, mit allen Schichtstoffen beschichtet sowie lackiert, eingefärbt oder in naturbelassenem Grau verarbeitet werden. Eingesetzt wird das Material für Wände, Decken und Böden, beispielsweise als Trägerplatte für Rammschutz in Krankenhäusern, als Akustikelement in Konzertsälen, als Wand- oder Säulenverkleidungen oder als Deckensegel.
Eine besondere Anwendung der Technologie stellt der Bodenbelag Knauf One pro dar, bei dem in moderner Digitaldrucktechnik gestaltete Oberflächen nicht nur die Optik bestimmen, sondern zugleich auch die begehbare und damit hoch belastete Schicht bilden.
Herzstück des neuen Bodens ist GIFAboard, das für die Formstabilität und den Schallschutz sorgt. Darunter liegt eine Trittschalldämmung und darüber die Laufschicht – beide jeweils auf Korkbasis. Der obere Abschluss mit einem Coating und dem Dekorprint mit PU-Beschichtung eröffnet ein weites Spektrum an Gestaltungsmöglichkeiten.
Auf Basis der Digitaldrucktechnik mit dreidimensionaler Oberflächenstruktur können die Böden über die Standarddekore hinaus mit jedem individuellen Dekorwunsch versehen werden.
Die aktuelle Kollektion umfasst zehn Dekore, die in Haptik und Optik den originalgetreuen Eindruck von Natursteinoberflächen vermitteln. Das Farbspektrum reicht von hellem Natursandstein bis hin zu dunkler Schieferoptik.
Geeignet ist der lose zu verlegende, großformatige Fußboden für private Haushalte, vor allem aber für den gewerblichen Bereich wie Laden- und Objektbau, Hotellerie oder Gastronomie, wo schnelle Ein- und Ausbauzeiten, Widerstandsfähigkeit, ergonomischer Gehkomfort und akustische Qualität gefragt sind.

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