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Kostengünstig profiliert

Erweiterung und Aufstockung eines Bürogebäudes in Wolfsburg
Kostengünstig profiliert

Bei der Aufstockung des DRK-Bürogebäudes stand neben der kniffligen Statik auch die flexible Dachabdichtung im Fokus. Tonnengewölbe inklusive Rundgauben galt es in anspruchsvoller Metalldach-Optik mitsamt Strukturprofilen materialhomogen abzudichten.

Sven-Erik Tornow | jo

Um dem gestiegenen Raumbedarf Rechnung zu tragen, entschloss sich die Leitung der Kreisstelle des Deutschen Roten Kreuzes in Wolfsburg, das vorhandene Bürogebäude zu erweitern. Hierzu beauftragte man die Wolfsburger Architekten Neumann-Berking und Bendorf Planungsgesellschaft mbH. In deren Entwurf bestand die Erweiterung maßgeblich in der Aufstockung des Gebäudes. Gleichzeitig wurde die Grundfläche der Aufstockung über den Grundriss des Altbaus hinaus geführt. Beide Maßnahmen erforderten ein strenges Lastenmanagement, um die statische Tragfähigkeit des vorhandenen Baukörpers nicht zu überreizen.
Auch galt es, mittels Gestaltung und Materialsprache dem neu entstandenen Gebäude einen eigenständige Charakter zu geben.
Aus einer vorherigen baulichen Erweiterung des Bürogebäudes nahmen die Planer ein rundes Element als Form auf und ordneten einen Viertelkreis eines Tonnengewölbedachs als Gebäudeabschluss an. Rundgauben öffnen die Dachfläche und setzen so die Akzentuierung fort. Die gesamte Aufstockung erstellte man in Holzständerwerk, wodurch die Lasten deutlich reduziert werden konnten. Die Aufstockung selbst umfasst neben einem Vollgeschoss noch ein Dachgeschoss.
Alternative Abdichtung aus Kostengründen
Das Dach des neugestalteten Baus sollte zunächst eine Abdeckung aus Zinkstehfalz zieren. Dies ließ sich aufgrund der Kosten nicht realisieren. Um eine alternative Abdichtung bemüht, stand weiterhin die profilierte Optik der gerundeten Dachfläche im Fokus. So kam eine flexible Abdichtung in die Auswahl, deren Vorteile zum einen in der fließenden Anpassung an die Dachform liegen, zum anderen an den materialhomogen Strukturprofilen, die eine anspruchsvolle Metalldachoptik vermitteln.
Zum Einsatz kam auf der 170 m² großen Dachfläche die Dach- und Dichtungsbahn Evalon von alwitra. Ihre Hochpolymerlegierung ist für einlagige Abdichtungen bei allen Flachdachbauweisen und Verlegearten geeignet. Dabei sorgt der hohe Anteil von hochpolymeren Feststoffen für gleichbleibende Eigenschaften und eine hohe Lebensdauer.
Die Kunststoff-Dach- und Dichtungsbahn ist aufgrund des ausgewogenen Verhältnisses von Festigkeit und Dehnung thermisch und mechanisch hoch belastbar. Die helle und glatte Oberfläche wirkt schmutzabweisend sowie wärmestrahlenreflektierend.
Im Gesamtaufbau zweigt sich das Dach wie folgt: Tragkonstruktion, Dampfsperre, · Mineralwolledämmung, Rauspundschalung, Schalungsbahn sowie die Dach- und Dichtungsbahn Evalon mechanisch fixiert und an den Bahnennähten mittels Quellschweißen gefügt.
Materialhomogene Strukturprofile
Erst nach der fachgerechten Verlegung der Kunststoff-Dachbahn brachte man die materialhomogenen Strukturprofile auf die Dachfläche auf. Entlang der Bahnennähte ebenfalls mit Quellschweißmittel fixiert, gliedern sie die Fläche und verleihen dem Dach eine hochwertige Optik.
Anspruchsvoll zeigte sich die Ausbildung der Rundgauben. Ihre Krümmung erforderte eine besondere Vorgehensweise bei der Fixierung der Profile. Statt unmittelbar auf der Gaube fertigten die Dachdecker Bahn und Profil nach Maß vor. So konnten die Profile auf den eben ausgelegten Bahnen verschweißt werden. Erst nach Aushärtung der Bahn-Profil-Verbindung wurden die erstellten Formteile auf den Gauben verlegt, fixiert und mittels Anschlussstreifen an die Flächenbahn angeschlossen.
Architekten:
nb + b Neumann-Berking und Bendorf Planungsgesellschaft mbH, Wolfsburg

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