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Neubau eines Büro- und Werkgebäudes in Alpen

Architektur und Licht aus einer Hand

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Am Stammsitz im niederrheinischen Alpen, nahe Düsseldorf, hat ein Hersteller von landwirtschaftlichen Geräten ein neues Entwicklungswerk für Konstruktion und Entwicklung neuer Maschinen gebaut. Structurelab Architekten lieferten nicht nur den Entwurf des Gebäudes, sondern auch das Design der Bürobeleuchtung: Flexible Arbeitsplätze durch Stehleuchten.

Structurelab realisierte für Lemken sowohl Büro- als auch Werkhallenfunktionen in einem einzigen Gebäudekomplex. Aufgabenstellung war die Planung eines Gebäudeteils für die Forschungs- und Entwicklungsabteilung sowie eines zweiten Gebäudeteils für die Fertigung der Prototypen. Durch die räumliche Nähe von Ingenieuren und Mechanikern wird der enge und kontinuierliche Austausch in Projekten zwischen Entwicklung und Fertigung optimal unterstützt.

Mit der Idee, die industrielle Bauweise einer Fertigungshalle auch auf den Bürobauteil zu übertragen, können künftige Erweiterungen – ob Forschungs- oder Fertigungsarbeitsplätze – problemlos in dem Gebäudesystem umgesetzt werden. Der Neubau zeichnet sich durch eine hohe Flächeneffizienz und ein optimiertes Energiekonzept mit eigenem Blockheizkraftwerk aus. In Verbindung mit der effizient gedämmten Außenfassade ist der Gebäudebetrieb besonders wirtschaftlich.

Gestalterisch ist der Bau durch seine dreischiffige Anlage geprägt. Basierend auf einem Industrieraster von 6,50 m entstanden zwei 21 m breite und 110 m lange Hallen, die durch eine 11 m breite Verbindungsachse ergänzt sind. Im vorderen Teil, in dem die Büros liegen, ist diese Achse als verglastes Atrium ausgebildet.

Offene Räume – kurze Wege

Im Hallenbereich befinden sich Besprechungsräume und Meisterbüros auf einer Galerieebene. Im Bürobereich entstanden im Obergeschoss für die Entwicklungsingenieure loftartige, stützenfreie Flächen. Türen sind lediglich an den Teamleiter -Büros vorhanden. Die direkte Verbindung von den offenen Großraumbüroflächen der Konstrukteure mit den Mitarbeitern der Werkhalle schafft kurze Wege und optimale Bedingungen für die Entwicklung neuer innovativer Produkte.

Die für die Strukturierung der Flächen notwendigen Trennwände sind vollständig verglast, um den offenen Charakter der Flächen nicht zu unterbrechen. Neben Strukturen für Kommunikation und Austausch, wie kleine Besprechungsräume in der Mittelzone und großzügige Meetingpoints, sind ausreichend Bereiche für konzentriertes Arbeiten vorhanden. Aufwändige raumakustische Maßnahmen wie Wandabsorber oder akustisch wirksame Decken unterstützen dies.

Stehleuchte passend zur Architektur

Eine Besonderheit in den Büros bildet das Beleuchtungskonzept mit der Lavigo Stehleuchte von Waldmann. Denn das Design der Stehleuchte stammt ebenfalls von Structurelab Architekten und integriert sich nahtlos in die offene architektonische Gestaltung.

„Licht erweckt Räume zum Leben, erst das Zusammenspiel von Architektur und Licht gibt dem Gebäude und den Innenräumen Profil“ , erklärt Structurelab Architekt Jürgen Schubert. Er hat die Waldmann-Leuchte designt.

Ziel war es, eine Leuchte mit zeitloser und auf das Wesentliche reduzierter Form zu entwerfen, die eine gestalterische Einheit mit dem jeweiligen Arbeitsplatz und dem Gesamtprojekt bildet. Bezogen auf das Design bedeutete dies, dass alle wesentlichen Bauteile von der einfachen Form des Rechtecks mit leicht abgerundeten Kanten abgeleitet bzw. geprägt sind.

Dadurch ergibt sich ein besonders homogenes Erscheinungsbild von Leuchtenkopf und Mast. Trotz der Schlichtheit war Jürgen Schubert wichtig, dass die Leuchte einen gestalterisch prägnanten, leicht und elegant wirkenden Leuchtenkopf aufweist. Dieser besticht durch eine besonders flache Aufbauhöhe und erinnert mit seinem linearen Profilquerschnitt an eine schwebende Röhre. Die mittige, horizontale Gestaltungsfuge profiliert den Leuchtenkopf zusätzlich und ist Ausdruck für die Lichtverteilung und mögliche Schaltbarkeit von direktem und indirektem Licht. Sichtbare Bedienelemente wie Tastschalter und Lichtsensor sind flächenbündig eingebaut und ermöglichen durch intuitive Bedienung einen hohen Nutzerkomfort. „Die Entwicklung von Lichtlösungen für Arbeitsplätze ist aus unserer Sicht eine ebenso faszinierende wie verantwortungsvolle Aufgabe“ , erklärt Schubert.

Bei der Entwicklung von Lavigo waren Waldmann und Structurelab an einer lichttechnisch herausragenden Lösung interessiert. Dabei spielte die lichttechnische Expertise des Leuchtenherstellers eine entscheidende Rolle. Zahlreiche Versuchsaufbauten, Lichtsimulationen und Optimierungen wurden durchgeführt – immer auf der Suche nach dem optimalen, effizienten Licht am Arbeitsplatz. Davon profitieren nun die Mitarbeiter bei Lemken.

Die Stehleuchte erlaubt größtmögliche Flexibilität: Verändern sich die Arbeitsplatzkonstellationen, können sie ohne große Aufwände umplatziert werden und der Nutzer hat sofort wieder optimales Arbeitslicht.

„Das Zusammenspiel von durchdachtem Design, innovativer Technik und der Berücksichtigung aktueller wie zukünftiger Anforderungen an Büroarbeitsplätze“, so Schubert „macht unserer Meinung nach gutes und vor allem nachhaltiges Büroleuchtendesign aus.“

Die Qualität der Arbeitsplätze, also optimale Arbeitsbedingungen für die eigenen Mitarbeiter waren für Lemken von besonderer Bedeutung. Die hochwertige Beleuchtung trägt ihren Teil dazu bei. Mit der gelungenen Umsetzung einer modernen Bürolandschaft setzt das Unternehmen Zeichen für die Zukunftsorientierung und ideale Bedingungen zur Mitarbeiterbindung am Niederrhein.

Generalplanung:

SLM GmbH, Düsseldorf (StructureLab/möser Projektmanagement)

Projektsteuerung:

möser Projektmanagement, Düsseldorf

Architektur:

StructureLab GmbH, Düsseldorf

Ausschreibung/Bauleitung:

Diete + Siepmann Ingenieurgesellschaft

Gebäudetechnik:

ZWP AG, Bochum

Tragwerk:

Hempel Ingenieure, Köln

Brandschutz:

bs.w. Dipl.-Ing. Frank Wessel, Düsseldorf

Fassaden:

StructureLab mit Gödde Architekt, Neuss

Freiraum:
StructureLab mit scape Landschaftsarchitekten, Düsseldorf

Officekonzeption:

pro m², Düsseldorf

www.structurelab.com



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