Umbau eines Theaters in Moskau

Kommunikationsfähige Technik

Die Rekonstruktion des Bolschoi-Theaters war eine langjährige Herkulesaufgabe. Die originalgetreue Restaurierung von Fassade und Innenräumen ging Hand in Hand mit der Grunderneuerung von Raum- und Bühnentechnik. Totally-Integrated-Power-Lösungen in Gebäudeautomation und durchgängiger Energieverteilung sorgen für Sicherheit und Kosteneinsparung.

Das Staatliche Akademische Bolschoi-Theater steht als eine der Hauptattraktionen Moskaus für die russische Kultur. Es wurde 1776 gegründet, als Katharina die Große Fürst Peter Urusow für einen Zeitraum von zehn Jahren das alleinige Aufführungsrecht von Theaterstücken, Maskeraden, Bällen und anderen Zerstreuungen erteilte. Seine heutige Gestalt erhielt es im Jahr 1856, als das Theater nach einem Brand aufwändig im Stil des russischen Klassizismus wiederaufgebaut wurde. Im Jahr 2005 gab das Kultusministerium der Russischen Föderation den Startschuss zur Rekonstruktion. Zwischen 50 und 70 % des Gebäudes galten als marode.

Komplexe Herausforderungen
Zu den Rekonstruktionsaufgaben gehörten das Gebäude der Hauptbühne auf dem Theaterplatz, das Haus Alexei Stepanowitsch Chomjakows und der Betriebs- und Lagerkomplex mit Verwaltungsgebäude. Insbesondere das berühmte Hauptgebäude auf dem Theaterplatz stellte die Wiederherstellung vor komplexe Fragen. In engem Dialog mit Ensemble, Architekten und Kulturschaffenden wurde eine Lösung entwickelt, die einerseits den historischen Bestand bewahren und andererseits technisch innovativ sein sollte. Nach Studien zum Zustand von Mauerwerk und Fundament, nach exakten Vermessungen der Räume und weiteren Vorarbeiten, die bis in den Herbst 2009 reichten, begann die groß angelegte Restaurierung, die in den folgenden zwei Jahren täglich über dreieinhalbtausend Profis beschäftigen sollte. Ziel war zum einen die wissenschaftlich strenge Restaurierung des Auditoriums, eine grundlegende Rekonstruktion des Bühnenbereichs mit einer Vertiefung des unterirdischen Raums sowie die Bewahrung der historischen Gebäudefassade als Architekturdenkmal; zum anderen sollte das Gebäude mit modernster Raum- und Bühnentechnik ausgestattet werden.
Durchgängige Lösungen
Die Entscheidung, Siemens als Lieferant für die technische Ausrüstung zu beauftragen, wurde nach eingehender Analyse der Systeme getroffen, die in weltweit führenden Schauspielhäusern im Einsatz sind. Als Referenzobjekte dienten etwa die Mailänder Scala und das Theater Archimboldi auch in Italien sowie die Semperoper in Dresden. In engem Kontakt mit Ansprechpartnern von Siemens in Russland, Deutschland, Österreich und Italien entwickelte der Nutzungsdienst des GABT RF die technischen Anforderungen an die Ausstattung des umfassenden Rekonstruktionsprojekts. Dabei stand vor allem die Durchgängigkeit der Lösungen und damit maximale Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit und optimaler Personenschutz im Mittelpunkt.
Konkret wurden die Transformatorenunterstationen vollständig mit gasisolierten Schaltanlagen des Typs 8DJ20 und Transformatoren des Typs Geafol ausgestattet, die neben Vorzügen wie maximaler Betriebssicherheit und Wartungsfreiheit vor allem durch ihre Wirtschaftlichkeit im Betrieb, durch minimalen Raumbedarf und – aufgrund ihres modularen Aufbaus – bedarfsgerechte Erweiterbarkeit punkten. Für die Stromverteilung im Niederspannungsbereich kamen Energieverteiler Sivacon S8 und Komponenten für Elektro- und Anschlussverteiler sowie Beleuchtungsanlagen zum Einsatz.
Diese kommunikationsfähigen Komponenten garantieren eine einfache und durchgängige Energieverteilung bei größtmöglicher Sicherheit von Personen und Anlagen und zeichnen sich durch große Effizienz im Betrieb und Flexibilität im Einsatz aus.
Ergänzt und optimiert wurden die Systeme durch Komponenten zur Automatisierung. Dazu zählen Steuermechanismen, die bei einfacher Bedienung einen zuverlässigen Betrieb der komplizierten Bühnentechnik – bewegliche Bühne, transformierbarer unterirdischer Raum, spezielle szenische Beleuchtung – sichern. Modernste Lösungen in der Gebäudeautomation – insbesondere im Bereich der Beleuchtung, des Raumklimas und der Sicherungssysteme – garantieren den Besuchern des Bolschoi-Theaters maximalen Komfort und Sicherheit.
Automationsstationen der modularen Baureihe PXC unterstützen die Kontrolle von Systemfunktionen wie Pumpwerken oder Brandschutzklappen. Zentral geregelte Belüftungssysteme, Ventilatorkonvektoren, Kühlanlagen und Fernwärmevorrichtungen sorgen zudem dafür, dass das Mikroklima in allen Räumen des Theaters konstant bleibt.
Zusammen mit der durchgängigen Energieverteilung tragen diese Komponenten der Gebäudeautomation wesentlich dazu bei, dass die Energie-
effizienz optimiert und die Betriebskosten in der Folge deutlich gesenkt werden konnten.
Totally-Integrated-Power-Lösungen von Siemens garantieren erprobte Qualität für eine durchgängige Energieverteilung und im Bereich der Gebäudeautomation.
Planung Umbau und Technik: Kurortproject, Moskau

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