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Frisch fröhlich

Neubau einer Kinderkrippe in Kösching
Frisch fröhlich

Markt Kösching bei Ingolstadt stellte sich in den letzten Jahren verschiedenen Veränderungen, darunter einer wachsenden Nachfrage nach Krippenplätzen. So hat der örtliche Montessori-Verein seine neue Krippe für sechs Gruppen eröffnet – ganz in Holz, mit energetischem An- spruch und in fröhlicher Farbgebung.

Dagmar Ruhnau | pp

Mit sechs Gruppen zu je zwölf Kindern ist die neue Krippe die größte Oberbayerns. Sie liegt in unmittelbarer Umgebung einer Grundschule und eines Kindergartens am nördlichen Rand von Kösching. Selbstbewusst und in klarer Formensprache setzt der zweigeschossige Holzbau des Büros ABHD Architekten Beck Hauk Denzinger, Neuburg/Donau, dieses Ensemble fort. Das Büro hat langjährige Erfahrung in kommunalen Bauten mit regionalem Bezug und realisierte parallel zur Kinderkrippe auch den Erweiterungsbau der benachbarten Schule.
Mit dem Bau erfüllten sie den Anspruch der Gemeinde, nachhaltige und gesundheitsverträgliche Neubauten zu errichten.
Entwurfsideen
Ein variables Erscheinungsbild der Südfassade und Aufenthaltsbereiche im „lichten Baumschatten“ waren die Entwurfsgedanken. Deshalb sind die Aufenthaltsbereiche der Kinder im Süden mit vorgesetzten Schiebeläden ausgestattet, deren Ausführung exakt auf die Fassadenbekleidung in Lärche abgestimmt ist. Die zwei nach innen geneigten Pultdächer und der mittige Flachdachbereich spiegeln die unterschiedlichen Funktionsbereiche und Tragstrukturen wider. Im Zugangsbereich ist ein eingeschossiger Baukörper mit begrüntem Flachdach und Dachterrasse eingeschoben, der sowohl an der Längs- als auch an der Stirnseite über die Gebäudeflucht hinausspringt. In diesem Eingangsbau befinden sich nicht nur die Treppen nach oben, sondern auch die Nebenräume für Kinderwagen, Technik und die Teeküche sowie die Personal- und Büroräume. Das Dach dieses Baus ist als Terrasse für das Obergeschoss ausgebildet.
Abgesehen davon sind die Grundrisse der beiden Stockwerke identisch. Beide umfassen je drei Gruppenräume nach Süden mit zugeordnetem Ruhebereich und Abstellraum. Vor den Gruppenräumen verläuft über die gesamte Gebäudelänge ein Balkon, vor dem die Schiebeläden die wechselnde Optik erzeugen.
Vorteile des Holzbaus
Das Gebäude ist in Holzrahmenbauweise auf Flachgründung errichtet. Es gliedert sich in zwei „Baukörper“ mit leicht geneigten Pultdächern, die über einen durchlaufenden, zentralen Mittelflur verbunden sind. Die Geschossdecke wurde als durchlaufende Mehrfelddecke ausgebildet, die über die beiden Außenwände und zwei Mittelwandachsen spannt. Sie besteht aus vorgefertigten Brettsperrholz-Rippenelementen von Lignotrend, Ligno Rippe Q3 BV 335 mit Z1g-Lage. Mit ihnen konnten die großen Spannweiten bei kompaktem Deckenaufbau umgesetzt werden.
Für die Architekten standen die funktionalen Aspekte Schallschutz, Raumakustik und ansprechende Holzoberfläche im Mittelpunkt. Mehrere Funktionen in einem Bauelement zu vereinen, ist das Besondere an den Produkten des Herstellers. Darüber hinaus sind sie natureplus-zertifiziert, wodurch sie auch den Anspruch der Gemeinde, nachhaltig und gesund zu bauen, erfüllen.
Lärmabsorbierend
Der Schallschutz für die Geschossdecke der Kinderkrippe wird durch Schüttungen in den Hohlräumen der Elemente erreicht, wodurch sich Schall-Dämmwerte wie für Wohnungstrenndecken ergeben. Die Holzoberfläche ist in astreiner Weißtanne mit einer schmalen Lamellierung ausgeführt, die der Decke eine elegante Optik verleiht und gleichzeitig lärmabsorbierend wirkt.
Diese Oberfläche ist in die massiven Holzelemente (Brettsperrholz-Akustikpaneele Ligno Akustik light 3S-33 mit Akustikoberfläche in Weißtanne) der Geschossdecke über dem Erdgeschoss integriert, über dem Obergeschoss wurde sie als 33 mm dünnes, akustisch ebenso wirksames Akustikpaneel unter die Dachkonstruktion montiert. Die vorgefertigten Elemente wurden während der Herstellung exakt zugeschnitten, so dass sich anspruchsvolle Anschlüsse sauber ausführen ließen, ohne vor Ort die Elemente aufwendig anpassen zu müssen.
Die tragenden Wände werden durch Holzrahmenbauelemente gebildet, die im Außenbereich mit eingeblasener Zellulose gedämmt und innen mit Gipskarton beplankt wurden. Leuchtende Farben zeigen die einzelnen Gruppenbereiche an. Ergänzend bringt ein geschwungener Deckenversatz Bewegung in den geraden Flur.
Die Kinderkrippe ist auf dem energetischen Standard der EnEV 2009 ausgeführt. Sämtliche Räume verfügen über Fußbodenheizung und kontrollierte Be- und Entlüftung. Flächendeckend ist auf den flach geneigten Dächern eine aufgeständerte Photovoltaikanlage montiert. Alle Dachränder sind mit großen Überständen aus massiven, 45 mm dicken Leimholzplatten ausgeführt.
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