Flüssigkunststoff-Beschichtungen bei Parkhaus-Sanierung in Traunstein

Robust in Farbe

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Die Sanierung des Telekom-Parkhauses in Traunstein stellte das Planungsbüro vor vielfältige Herausforderungen. Rampen, Parkebenen sowie erdberührte Bereiche machten ganz unterschiedliche Beschichtungslösungen erforderlich. Letztlich entschieden sich die Planer für ein Gesamtkonzept mit drei verschiedenen Beschichtungen auf Flüssigkunststoff-Basis.

Anforderung:

Abdichtung bzw. Beschichtung unterschiedlicher Parkhaus-Bereiche, möglichst als Gesamtkonzept aus einer Hand

Lösung:

Drei verschiedene Abdichtungs- bzw. Beschichtungssysteme auf Flüssigkunststoff-Basis eines Herstellers


Die Deutsche Telekom AG ließ die Parkgarage im Jahr 1982 in Bahnhofsnähe errichten. Das Objekt verfügt über sechs Parkebenen, die zum Teil frei bewittert sind und eine Fläche von 3 300 m2 umfassen. Sie werden von Mitarbeitern der Telekom sowie von Besuchern genutzt.

Gefährdete Bausubstanz

Die täglich ein- und ausfahrenden Pkw bringen eine intensive Beanspruchung von Fahrbelag und Stellflächen mit sich. Nach vielen Jahren der Nutzung zeigten sich starke Verschleißerscheinungen an der Flächenbeschichtung. Im Wandsockelbereich gab es Betonabplatzungen. Eine zu geringe Betonüberdeckung beeinträchtigte den Verbund zwischen Beton und Bewehrung. Diese Schäden gefährdeten die Bausubstanz. Zudem wirkten die Stellflächen abgenutzt und unfreundlich.

Um den Bestand des Parkhauses langfristig zu sichern, gab der Bauherr die Sanierung in Auftrag. Gefordert war eine Lösung, welche die Konstruktion vor Chlorideintrag schützt und zugleich verschleißfest ist. Zudem sollte sie wartungsfreundlich sein. Mit einem neuen Farb- und Lichtkonzept war zudem eine optische Aufwertung gewünscht.

Bei einer Zustandsanalyse der Parkgarage zeigte sich, dass die Rampen, die Fahrgassen sowie die erdberührten Bereiche unterschiedliche Anforderungen an die Abdichtung bzw. Beschichtung stellten. Die Rampenbereiche sollten eine rutschhemmende, verschleißfeste Beschichtung erhalten. Für die Parkebenen war ein System gefragt, das die Oberflächen langfristig vor Rissbildung bewahrt und farbig ausgeführt werden kann. In den erdberührten Bereichen wiederum stand ein zuverlässiger Schutz der Bausubstanz vor eindringender Feuchtigkeit im Fokus. Dafür sollten passende, miteinander kompatible Systemlösungen zum Einsatz kommen.

Drei Systeme aus einer Hand

Nach einer objektspezifischen Beratung durch Triflex entschieden sich die Baubeteiligten schließlich für drei unterschiedliche Lösungen des Flüssigkunststoff-Herstellers. Für hoch beanspruchte Flächen wie Parkhaus-Rampen hat Triflex das Topdeck-Abdichtungssystem „Triflex ProPark“ auf Basis von schnell reaktivem PMMA entwickelt. Das vollflächig vliesarmierte System verbindet sich mit dem Untergrund; dadurch entsteht ein schub- und scherfester Verbund, welcher Unterläufigkeiten und Ablösungen einzelner Lagen verhindert. In der „Variante II“ mit der Nutzschicht „Triflex Cryl M 264“ entsteht ein hoch abriebbeständiger Fahrbelag, der zuverlässige Griffigkeit gewährt.

Ebenfalls auf die hohe mechanische Belastung von Oberflächen ist das Parkdeck-Beschichtungssystem „Triflex ProDeck (OS 11b)“ zugeschnitten. Eine spezielle Armierung mit rissüberbrückenden Eigenschaften sorgt dafür, dass Schub- und Scherkräfte in die Fläche umgeleitet werden. Somit nutzt sich das System selbst bei hoher Frequentierung kaum ab. Eine extrem verschleißfeste Einstreuung verstärkt diesen Effekt. Das farbig ausführbare Triflex ProDeck wählten die Planer als Beschichtung für die Fahrgassen und Stellflächen. Mit dem Tiefgaragen-Beschichtungssystem „Triflex CPS-C+“ auf Expoxidharz-Basis wurde zudem ein zuverlässiger Schutz für den erdberührten Parkbereich hergestellt. Der Bestand des Parkhauses ist somit für viele Jahre gesichert.


Bauherr: Deutsche Telekom AG

Bauherrenvertretung: Strabag Property and Facility Services GmbH, Region Süd

Planer: Haumann + Fuchs Ingenieure AG, Traunstein
www.haumann-fuchs.de

Verarbeiter: Ed. Züblin AG, Direktion Bauwerkserhaltung, Standort Bayern


Andreas Minnameyer, Ed. Züblin AG: „Die Vorteile der PMMA-Systeme sind die schnelle und einfache Verarbeitung sowie die kurzen Sperrzeiten.“


Hubert Sedlmeir, Triflex Objektberater: „Für die unterschiedlichen Herausforderungen erwies sich Triflex als passende Wahl, da alle Systeme kompatibel sind.“


Farbkonzept

Um das Gesamterscheinungsbild des Parkhauses aufzuwerten, erarbeitete das Planungsbüro ein modernes Farbkonzept, angelehnt an das Design der Deutschen Telekom AG. Die Herstellung der Nutzschicht im Topdeck Abdichtungssystem „Triflex ProPark Var. II“ erfolgte mit „Triflex Cryl M 264“ – die Beschichtung diente zugleich der farblichen Gestaltung. Richtungspfeile helfen Nutzern beispielsweise bei der Orientierung. Markante Punkte wie die Schrammborde, die Fußgängerüberwege sowie die Schrankeninseln sind in Signalgelb ausgeführt und erhöhen die Sicherheit.


Mehr zum Thema

  • Leitfaden Flüssigkunststoffe (kostenloser PDF-Download)

www.hier.pro/fluessigkunststoffe-leitfaden



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