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Ablauf schützt vor Brandausbreitung

Brandschutz in der Entwässerung
Ablauf schützt vor Brandausbreitung

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Bei Planung großer Bauprojekte spielt Brandschutz eine große Rolle. Zahlreiche Normen und Vorschriften regeln, welche Bauteile Verwendung finden. Auch Entwässerungsanlagen müssen entsprechend ausgeführt werden. Hier ist nicht in erster Linie das Material des Ablaufs entscheidend, wichtig sind in die Deckenabläufe integrierte Brandschutzelemente.

Mark Jung, Produktmanager für Abläufe, Kessel AG | be

Grundlage für die brandschutztechnischen Anforderungen und Prüfungen bei Bodenabläufen sind die Bauordnungen der Länder, die Leitungsanlagen-Richtlinien (LAR/RbALei) der Länder sowie die DIN 4102–11 als Prüfnorm. Die DIN 4102 regelt unter anderem die Klassifizierung des Brandverhaltens von Baustoffen und Bauteilen und die entsprechenden Prüfungen. In den Bauordnungen der Bundesländer sind die Rechtsgrundlagen des vorbeugenden Brandschutzes geregelt.
Um die Ausbreitung von Bränden durch Abläufe zu verhindern, gilt außerdem seit 2001 in allen Bundesländern außer Nordrhein-Westfalen die Leitungs-Anlagen-Richtlinie (LAR). Sie schreibt vor, dass Rohrdurchführungen in feuerwiderstandsfähiger Qualität (R30 bis R90) ausgeführt werden müssen. Die Anforderungen der einzelnen Bundesländer sind in den jeweiligen Richtlinien der Länder geregelt.
Bei den sogenannten „R30-Bundesländern“ muss berücksichtigt werden, dass diese bereits bei R30-Bauteilen für Durchführungen baurechtliche Abschottungsmaßnahmen vorschreiben. In „Nicht-R30-Bundesländern“ können in R30-Bauteilen noch Durchführungen ohne Klassifizierung eingebaut werden. Im Rahmen der Musterbauverordnung (MBO) gilt für alle Gebäude mit mehr als zwei Wohneinheiten, dass Abschottungsmaßnahmen für Durchführungen in R30-Bauteilen baurechtlich vorgeschrieben sind. Auf vorbeugenden Brandschutz bei Bodenabläufen kann verzichtet werden:
  • im Ein-/und Zweifamilienhaus
  • gegen Erdreich
  • bei waagrechtem Abgang (unter bestimmten Voraussetzungen).
Brandweiterleitung durch ungesicherte Abläufe
Durch Leitungen der Haustechnik können Feuer und Rauch auf das nächste Stockwerk übergreifen. Im Bereich der Rohrleitungen können Öffnungen entstehen, Rohrleitungen abbrennen oder sich Rohrleitungsteile durch fehlerhafte Montage vom Bodenaufbau lösen. Deshalb spielt nicht die Brandschutzklasse des Materials, aus dem der Ablauf gefertigt ist, an sich die entscheidende Rolle, sondern die Feuerwiderstandsklasse des integrierten Brandschutzes. Denn wichtig ist, wie lange die Brandschutzsysteme des Ablaufs die Brandweiterleitung stoppen.
Auch bei nicht brennbaren Gussabläufen ist demnach nicht das Material des Ablaufs selbst entscheidend, sondern
es sind die Brandschutzelemente, die in den meisten Fällen aus Kunststoff bestehen.
Den eigentlichen Schutz bieten damit die Brandschutzelemente und nicht, wie häufig angenommen, der nicht brennbare Gussablauf selbst.
Brandschutzelemente machen Abläufe sicher
Brandschutzelemente wie das Fire Kit von Kessel sorgen dafür, dass die Brandweiterleitung gestoppt wird. Sobald Feuer durch das Rohr in den Ablaufkörper dringt, quillt der Brandschutzeinsatz auf und verschließt dadurch den Rohrstutzen. Das Brandschutzelement erfüllt die höchste Feuerwiderstandsklasse R120. Das wurde durch die Zulassung vom Deutschen Institut für Bautechnik bestätigt. Sie versichert, dass das Fire-Kit den Feuerwiderstandsklassen R120, R90, R60 und R30 nach DIN 4102–11 entspricht.
Zusätzlicher Schutz durch spezielle Durchgangsdichtung
Zusätzliche Sicherheit im Brandfall kann auch der Einsatz der entsprechenden Dichtung bieten. So zum Beispiel die Decken- und Wanddurchführungsdichtung Quick-Fit. Am unteren Ende dieser Einbauhilfe wird eine Brandschutzmasse angebracht. Im Brandfall verschließt sie durch Aufquellen die Lücke, die durch die schmelzende Dichtung entsteht, so ist für einen rauchgasdichten Abschluss gesorgt und dem Feuer ist der Weg versperrt. Der Einsatz einer solchen Dichtung ermöglicht zudem einen besonders schnellen Einbau, denn das Kernloch, das zum Setzen des Ablaufs gebohrt werden muss, muss nicht mit Mörtel verschlossen werden. Die Dichtung kann direkt eingesetzt werden.
Bei der Planung der Entwässerung sollte von Anfang an auf den Brandschutz geachtet werden, denn im Nachhinein sind fachgerechte Lösungen kaum noch realisierbar. Deshalb ist es wichtig, von Anfang an zu prüfen, ob für die vorgesehenen Brandschutzmaßnahmen auch die Verwendbarkeitsnachweise für die Bauteile vorliegen.


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