Neubau einer Kita in Neuwied

Farbenfrohe Spiellandschaft

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40 neue Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren bietet ein Erweiterungsbau, der die städtische Kindertagesstätte im rheinland-pfälzischen Neuwied ergänzt. Ein Blickfang ist das Dach des Neubaus: Farbige Fallschutzböden verwandeln die rund 840 m² große Fläche in eine Fantasie anregende und vor Verletzungen schützende Spiellandschaft für Kinder.

Die städtische Kita „Kinderplanet“ im Neuwieder Stadtteil Heimbach-Weis ist ein bundesweit einmaliges Pilotprojekt, bei dem die körperlichen Belastungen für die Erzieher deutlich gesenkt und das Umfeld für Kinder und Erwachsene besonders gesundheitsfördernd gestaltet wurde. Der Bestand wurde durch einen Erweiterungsbau ergänzt. M+ architekten, Koblenz, und Prof. Henner Herrmanns planten das Gebäude entsprechend mit Blick auf die Gesundheitsförderung. Besonderes Augenmerk lag auf der Raumakustik, dem Raumklima, der Beleuchtung, der ergonomischen Ausstattung und der allgemeinen Arbeitsorganisation.

Lichtdurchflutet und klar strukturiert
Der eingeschossige Neubau bietet mit 900 m² fast doppelt so viel Grundfläche wie der dreigeschossige, sanierte und ebenfalls ergonomisch optimierte Bestand. Beide Gebäude betritt man unabhängig voneinander durch separate Haupteingänge, sie sind aber auch durch einen Gang miteinander verbunden.
Um den Kleinkindern auch bei widrigen Witterungsverhältnissen viel Bewegungsfreiheit bieten zu können, ist die Erschließungszone im Neubau als langer, breiter und Tageslicht durchfluteter Spielflur konzipiert, an dem sich auf der einen Seite die vier Gruppen- und auf der anderen Seite die Nebenräume aneinanderreihen. Zum Altbau hin mündet der Flur in einen weitläufigen Multifunktionsraum, der auch als Speisesaal dient. Für die gewünschte Helligkeit sorgen zum einen vier Oberlichter in der Decke, zum anderen lassen die transparenten Trennwände der Gruppenräume – die auch zur Außenspielfläche hin bodentief verglast sind – viel Licht ins Gebäudeinnere.
Durch die geschickte Ausnutzung der vorhandenen Topografie ist das Kitadach vom Erdgeschoss des Bestands ebenerdig zugänglich. Der Außenraum wurde durch schattenspendende Lärchenholz-Parasole, farbige Container-Aufbauten und vor allem durch die bunten Fallschutzböden von Polytan in eine kinderfreundliche und vielfältig nutzbare Spiellandschaft verwandelt.
Fantasiefördernde Spielterrasse
Die Spielterrasse kommt dabei ohne herkömmliches Spielgerät aus, allein die farbige Bodengestaltung fördert die Kreativität der Kinder. So wird die blaue Fläche als Meer befahren, die grüne dient als Wiese und die rechteckigen Lichtbänder werden zur Straße umfunktioniert. Die zwölf prägnanten und lichtechten Polytan Standardfarben Ziegelrot, Gelb, Lichtgrau, Schiefergrau, Maigrün, Regenbogenblau, Capriblau, Regenbogengrün, Violett und Orange setzen sich deutlich voneinander ab und gliedern die Dachlandschaft optisch.
Der Aufbau des Kitadachs setzt sich aus einer Bitumendampfsperre auf der Betondecke, einer XPS-Gefälledämmung aus extrudiertem Polystyrol-Hartschaum, einer lose verlegten FPO-Kunststoffdachabdichtung (Sarnafil TG 66–20 von Sika Deutschland), zwei Lagen Polyestervlies und einem Leichtestrich zusammen. Um undichte Stellen in der Dachabdichtung punktgenau aufspüren zu können, entschied man sich für das Leckage-Ortungssystem Sika Roof Control. Das dafür notwendige elektrisch leitfähige Spezialglasvlies befindet sich zwischen Wärmedämmung und Abdichtungsbahn. Den Abschluss des Daches bildet der wasserdurchlässige und fugenlos aufgebrachte Fallschutzboden Polytan FS. Gemäß DIN EN 1176 „Spielplatzgeräte“ und DIN EN 1177 „Stoßdämpfende Spielplatzböden“ schützt dieser die Kinder zuverlässig vor Verletzungen. Der Fallschutz ist dabei zweilagig aufgebaut: Die obere, in der Kita 10 mm dicke Decksicht besteht aus einem hochwertigen und neuproduzierten EPDM-Granulat. Für die benötigte Bodenelastizität sorgt die zweite, tragende und in Neuwied 30 und 50 mm dicke Schicht aus recyceltem Gummigranulat. Installiert wurden sie im fugenlosen „In-situ“-Einbauverfahren von geschulten Polytan-Mitarbeitern vor Ort.
Projektleiter Holger Zimmermann von M+ architekten: „Wegen der außergewöhnlichen Baustellenlage auf einem Dach und den teilweise schwierigen Detailpunkten wie die flächenbündige Einbindung der Oberlichter war Polytan als einziger Hersteller den projektspezifischen technischen Herausforderungen gewachsen.“
Architekten:
M+ architekten GbR Zimmermann.Mogulkoc, Koblenz mit Prof. Henner Herrmanns


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