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Zukunft Stadthaus N1 - Schaufensterausstellung in Mannheim

Schaufensterausstellung in Mannheim
Zukunft Stadthaus N1

Nur 30 Jahre nach seiner Errichtung wird das »Stadthaus N1« in Mannheim bereits als Abrisskandidat gehandelt. Architekturstudierende haben sich nun mit dem Zukunftspotenzial des Hauses befasst. Die Entwürfe sind bis 28. April in einer Schaufensterausstellung zu sehen.

Alle Jahre wieder entzündet sich eine neue Diskussion um die Gestaltung des zentralen städtischen Raumes im Herzen der Stadt Mannheim. Gegenstand dieser Diskussion ist zurzeit vor allem das »Stadthaus N1« vom Architekturbüro Carlfried Mutschler & Partner. Das nutzungshybride Stadthaus im Zentrum der Planstadt steht prominent am Paradeplatz, Kreuzungspunkt zentraler Stadtachsen – ein Umfeld, das sich auch in naher Zukunft durch diverse Neu- und Umbauten verändern wird: von neuer Stadtbibliothek über Sparkasse bis zur Umnutzung des alten Postgebäudes.

Bestrebungen, das Stadthaus durch einen zeitgenössischen Neubau zu ersetzen, werfen die Frage nach strukturellen und formalen Potenzialen des bestehenden Gebäudes auf. Mit der denkmalpflegerischen Unterschutzstellung des Gebäudes rückt auch die Bedeutung des Entwurfs von Mutschler wieder mehr in den Vordergrund. 

Studentische Entwürfe loten Zukunftspotenziale aus

Die Ausstellung »Zukunft Stadthaus N1« zeigt studentische Arbeiten, die im Laufe der letzten beiden Semester die Zukunftspotenziale dieses Stadtraumes und seiner Architektur erkundet haben.

Im Sommersemester 2021 fand an der TU Kaiserslautern ein Entwurfsstudio am Fachgebiet für architektonische Darstellung und Entwerfen von Prof. Alexander Bartscher statt. Unmittelbar nach der Unterschutzstellung des Stadthauses N1 startete im Wintersemester 2021 ein weiteres Studio an der Hochschule München unter Leitung von Prof. Claudia Schmidt und Prof. Björn Martenson. Mit den Methoden der Analyse – von der städtebaulichen Platzierung über die zeichenhafte Deutung der Architektur bis hin zu den Fassadendetails – und der anschließenden Umdeutung und Rekonfiguration wurde nach einer Zukunft für das Haus gesucht. 

Studierenden-Workshop im Fliegerhorst

Schaufensterausstellung auf den Mannheimer Planken

In der aktuellen vielschichtigen Umbruchsituation des urbanen Raumes stellt sich in besonderem Maße die Frage, welche Rolle ein »Stadthaus« an solch zentralem Ort im räumlichen und sozialen Gefüge einer Großstadt spielen kann. Auf diese Frage entwickeln die studentischen Arbeiten auf experimentelle Art ganz unterschiedliche Thesen –  typologieoffen und losgelöst von marktökonomischen und stadtplanerischen Realitäten oder denkmalpflegerischer Konventionen.

 Von der denkmalgerechten Instandsetzung und Ertüchtigung über die interpretative Teilrekonstruktion vergangener Bauten bis hin zur vollständigen Neudefinition des Ortes durch kraftvolle Interventionen (vor allem aber mit neuen Nutzungskonzepten) soll ein breites Spektrum möglicher Planungsansätze wertungsfrei nebeneinandergestellt werden. Die ausgestellten Arbeiten entwickeln ihre Thesen anhand von Bildern und hochgradig spezifischen Architekturzeichnungen – vom urbanen Kontext bis hin zu innenräumlichen Sequenzen – und suchen somit ein hohes Maß an Anschaulichkeit. 

Die studentischen Arbeiten sind bis 28. April 2022 in den Schaufenstern der ÖVA-Passage auf den Mannheimer Planken ausgestellt.

 


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