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Studie: Laubholz kann Nadelholz beim Bauen noch nicht ersetzen

Nachwachsende Rohstoffe
Studie: Laubholz kann Nadelholz beim Bauen noch nicht ersetzen

Broschüre zum Vergleich von Laubholz und Nadelholz beim Bauen
Die neue Broschüre der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe e.V. zeigt das Marktpotenzial von Laubholz-Produkten auf. Bild: FNR

Eine aktuelle Studie hat das Potenzial von Laubholz als Ersatz für Nadelholz ermittelt. Die Ergebnisse der Studie liegen nun in einer Broschüre vor. Das Ergebnis: Laubholz hat erhebliches Potenzial, was die Verwendung als Industrieholz betrifft – aber es kann beim Bauen noch kein Ersatz für Nadelholz sein.

Bereits seit den 1990er-Jahren findet in Deutschland ein Umbau der Wälder hin zu mehr Laubwald statt. Insbesondere Buchen und Eichen werden in die Fichten- oder Kiefernwälder gepflanzt. Damit sollen die Wälder nicht nur naturnäher, sondern auch stabiler gegenüber äußeren Einflüssen wie Sturm und Trockenheit sowie Klimawandel werden.

Der Waldumbau hat zur Folge, dass zukünftig mehr Laubholz als nachwachsender Rohstoff zur Verfügung steht. Bereits heute wird in Deutschland fast doppelt so viel Laubholz bereitgestellt wie vor 20 Jahren. Buche und Eiche sind mit einem Anteil von 70 % die dominierenden Laubbaumarten.

Bauen mit Buche

Potenziale als Holzwerkstoffe und im Innenausbau

Es gibt erhebliche Potenziale, das anfallende Laubholz als Industrieholz zu nutzen. Diese Potenziale für niedrigpreisige Holzsortimente liegen insbesondere in der Herstellung von Holzwerkstoffen wie Span- oder Faserplatten. Höherwertige Laubholzsortimente eignen sich u. a. für Fenster und Außentüren, Massivparkett, Innenausbau, Massivholzplatten und im Außenbereich.

Allerdings verdeutlicht die Studie auch, dass Laubholz nur in begrenztem Umfang Nadelholz ersetzen kann. Die Holzwirtschaft ist beim Bauen mit Holz auf Nadelholz angewiesen. Das vorhandene Laubholz kann aus technischen und wirtschaftlichen Gründen Nadelholz in vergleichbaren Mengen nicht ersetzen.

Die Vielzahl der Holzarten bei Laubholz mit ihren stark unterschiedlichen Eigenschaften erschweren die Standardisierung. Die Bearbeitung ist zudem meist technisch aufwändiger und verursacht höhere Kosten.

Holzmöbel aus dem 3D-Drucker

Mehr Mut und Innovation gefragt

Um die Potenziale der Laubholz-Verwendung weiterzuentwickeln, empfehlen die Autoren den Unternehmen u.a. mehr Mut und Innovation beim Auf- und Ausbau von Fertigungsprozessen, die auf die Laubholz-Nutzung spezialisiert sind . Zudem sind eine absatzfördernde Branchenkommunikation und Marketing für heimisches Laubholz entscheidend für das Käuferverhalten.

Die Broschüre zum Marktpotenzial von Laubholz-Produkten ist in der Mediathek der FNR kostenlos abrufbar.


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