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Holzmodulbau für den Deutschen Bundestag

Nachhaltiges Bürohaus in Berlin-Mitte
Holzmodulbau für den Deutschen Bundestag

Im Berliner Parlamentsviertel wird derzeit ein neues Bürogebäude für den Deutschen Bundestag errichtet. Der Neubau wird fast vollständig aus nachhaltig produzierten Vollholz-Elementen bestehen. Fertiggestellt sein soll der Holzmodulbau bis Ende 2021.

Seit Mitte April werden die ersten der rund 460 Module montiert. Wolfgang Kubicki, Vizepräsident des Deutschen Bundestages, überzeugt sich kontinuierlich vom Fortschritt der Baumaßnahmen. „Es ist schön, dass die ersten Module an Ort und Stelle sind und ich freue mich darauf, den Neubau nun Woche für Woche in die Höhe wachsen zu sehen“, so Kubicki. Als Vorsitzender der Bau- und Raumkommission des Ältestenrates des Deutschen Bundestages verfolgt er den Bau sehr genau: „Wir möchten das Gebäude möglichst schnell übernehmen.“

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Nachwachsende Rohstoffe

Für den Entwurf des Modul-Neubaus zeichnet das Architekturbüro sauerbruch hutton verantwortlich. Nach dessen Plänen entsteht ein Bürogebäude mit sieben Vollgeschossen sowie einem kleineren Technikgeschoss als  Staffelgeschoss. Der H-förmige Grundriss lässt nach Süden einen Vorplatz entstehen; der Bereich zwischen den nördlichen Gebäudeflügeln wird durch eine Glasfassade zur angrenzenden S-Bahntrasse abgeschlossen. Das Gebäude wird rund 400 Büroeinheiten sowie Besprechungsräume beherbergen.

Umgesetzt wird das Projekt von Kaufmann Bausysteme (Reuthe, Österreich) gemeinsam mit Primus developments (Hamburg).  Seit Januar 2021 finden auf der Baustelle westlich der Luisenstraße in Berlin-Mitte die Stahlbeton-Arbeiten am Erdgeschoss und an der sogenannten Mittelspange des Gebäudes statt. Parallel zum Massivbau werden die Holzmodule in einem Werk in Berlin-Köpenick vorgefertigt.

Die Modulbauweise ermöglicht ein weitgehend wetterunabhängiges, schnelles Bauen. Lange Lieferwege werden vermieden, und mit Holz kommt ein nachwachsender Rohstoff zum Einsatz. Zudem verspricht der Auftragnehmer, die für die Modulproduktion benötigten Bäume freiwillig nachzupflanzen (sogenanntes Wood Cycle-Konzept).

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Holzmodulbau mit Vorbildcharakter

Volkmar Vogel, Parlamentarischer Staatssekretär, freut sich über den zügigen Planungsverlauf und den raschen Baufortschritt für ihn ein Resultat der besonderen Herangehensweise an das Projekt. „Durch die Wahl eines partnerschaftlichen Vertragsmodells für die erste Projektphase haben wir einen rasanten Projektstart und eine intensive Planungsphase erlebt – und durch die innovative Modulbauweise nimmt das Gebäude nun ungewöhnlich schnell Gestalt an.“

Die aus Stahlbeton bestehenden Bereiche des Gebäudes sind zum Großteil realisiert. Aktuell werden pro Werktag sechs Module fertiggestellt und auf der Baustelle montiert. Die letzten Module sollen im August 2021 vor Ort montiert sein, sodass das Gebäude bis Ende des Jahres vom BBR an den Deutschen Bundestag übergeben werden kann.

„Der Modulbau besticht nicht nur durch Effizienz und Nachhaltigkeit, sondern kann auch in architektonischer und städtebaulicher Hinsicht überzeugen“, erklärt BBR-Präsidentin Petra Wesseler. „Das Gebäude wird seinen Platz im Parlamentsviertel mit großer Selbstverständlichkeit ausfüllen. Der Vorbildcharakter des Bundes für das modulare Bauen wird hiermit deutlich.“


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