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Bundesweiter Studentenwettbewerb »Concrete Design Competition« entschieden

Platz 1 für TU Kaiserslautern
Bundesweiter Studentenwettbewerb »Concrete Design Competition« entschieden

49 Forschungs- und Entwurfsarbeiten wurden von Studierenden der Fachrichtungen Architektur, Innenarchitektur, Freiraumplanung und Konstruktiver Ingenieurbau beim bundesweiten Studentenwettbewerb »Concrete Design Competition« eingereicht – nun stehen die Gewinner fest.

Thema des diesjährigen »Concrete Design Competition« war »FormWorks«. Im Fokus stand dabei, was Beton seine Form und Gestalt gibt: die Schalung. Robotertechnik, 3D-Druck, Pneumatik, Materialien wie Stoff oder Sand – aktuelle Entwicklungen der Schalungstechnik ermöglichen immer komplexere Formen und Oberflächen, sparen Ressourcen, Arbeitskraft und Abfall.

Diese Vielfalt an Schalungsmöglichkeiten zur Formgebung und Oberflächengestaltung von Beton sollte Ausgangspunkt einer kreativen, experimentellen Auseinandersetzung mit dem Baustoff sein. Im weiteren Sinne meint »FormWorks« schöpferische Arbeiten, die Beton gestaltgebend formen und seinen Potenzialen Ausdruck verleihen.

„Ausgezeichnete Interaktion von Architekten und Ingenieuren“

In diesem Jahr ging der 1. Preis an Prof. Dirk Bayer vom Fachgebiet »Methodik des Entwerfens« der TU Kaiserslautern (TUK) und die Architekturstudenten Andras Kispal, Florian Lapport und Yasin Roßbach. Mit ihrem Pavillon in Hybridbauweise aus Holz und Beton konnten sie die interdisziplinär besetzte Jury überzeugen. Die Kombination von Holz und Beton wird bei dem Projekt  in ihrer Thematik und Technologie umgekehrt: Holz fügt und trägt, Beton facht aus und besitzt zusätzlich eine optisch herausragende Oberflächenqualität.

„Das Projekt ist im Rahmen des Seminars Dfab (digitale Fabrikation) entstanden“, erläutert Bayer. „Die Studierenden haben den Pavillon ausgehend von Konzept und Plan bis hin zum 1:1 gebauten Prototypen aus Holz und Beton umgesetzt.“

Nachbarschaftshilfe gab es aus dem Fachbereich Bauingenieurwesen: Prof. Dr.-Ing. Matthias Pahn vom Fachgebiet Baukonstruktion und Fertigteilbau hat den Architekten mit einer Sondervorlesung zum Thema Beton den Start erleichtert und das Baumaterial bereitgestellt. Die benötigten Bauteile haben die Studierenden nachfolgend alle selbst hergestellt.

Sichtbeton mit außergewöhnlicher Relief-Struktur

Die Jury bewertete das Projekt als „ausgezeichnete Interaktion von Architekten und Ingenieuren, in dem ein integrales hybrides Konzept perfekt umgesetzt wurde“. Insbesondere zeigte sie sich von dem „klaren, sehr gut dargestellten Realisierungsprozess“ begeistert. Er vermittele die Leidenschaft im Prozess von der Idee, der Planung bis zu der detaillierten Umsetzung. „Ein sehr gut durchdachtes Projekt und ein äußerst gelungener Beitrag zum Wettbewerbsthema FormWorks.“

Der Preis ist mit 1.500 Euro dotiert. Zudem kann das Team im Herbst den Prototyp bei der Masterclass in Dublin auf europäischer Ebene präsentieren. „Wir sind gespannt, wie unser Prototyp im europäischen Vergleich abschneidet und hoffen, dass die Idee der forschenden Lehre, die wir mit der Seminarreihe Dfab verfolgen, bei der Fachjury in Dublin erneut so guten Anklang findet“, so Bayer.

Die Preisträger im Überblick

1. Platz: HB797, Ein UHPC Pavillon

  • Andras Kispal l Florian Lapport l Yasin Roßbach | Studierende der Technischen Universität Kaiserslautern, Lehrgebiet »Methodik des Entwerfens und Entwerfen« unter der Leitung von Prof. Dirk Bayer

zum Entwurf »

2. Platz: TA174, Ring of Imagination

  • Alexandros Tsalkitzidis | Studierender an der Universität Stuttgart am Institut für Leichtbeton, Entwerfen & Konstruieren unter der Leitung von Prof. Werner Sobek / Prof. Lucio Blandini

zum Entwurf Teil I Teil II »

3. Platz: MK749, replacement

  • Luis Frisch | Leo Ritter | Studierende an der Universität Stuttgart, Fakultät Architektur und Stadtplanung – ITKE Abt. BioMat unter der Leitung von Jun.-Prof. Dr.-Ing. Hanaa Dahny

zum Entwurf Teil I Teil II »

Über den Wettbewerb

Der »Concrete Design Competition« ist eine Initiative der europäischen Zement- und Betonindustrie, die mit diesem Wettbewerb einen Beitrag zur Förderung innovativer Entwurfskonzepte leisten möchte. Er richtet sich an Studierende der Fachrichtungen Architektur, Innenarchitektur, Bauingenieurwesen, Design und verwandter Disziplinen an den Hochschulen der beteiligten Länder – aktuell sind das neben Deutschland die Niederlande, Belgien, die Türkei und Irland. Der Wettbewerb wird alle zwei Jahre international in allen beteiligten Ländern ausgelobt.

www.concretedesigncompetition.de


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