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Bundesumweltministerium: Planungswettbewerb entschieden

Preisgericht vergibt zwei erste Preise
Erweiterungsbau für das Bundesumweltministerium: Planungswettbewerb entschieden

Die städtebauliche Lücke zwischen dem Bundesumweltministerium sowie dem Abgeordnetenhaus in Berlin-Mitte soll durch einen Verwaltungsneubau geschlossen werden. Im Planungswettbewerb wurden nun die Büros JSWD Architekten aus Köln mit RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten aus Bonn und C. F. Møller Architects mit C. F. Møller Landscape aus Aarhus, Dänemark, für ihre Entwürfe mit jeweils einem ersten Preis ausgezeichnet. 

Der Wettbewerb für das südlich des Leipziger Platzes gelegene Grundstück umfasste sowohl die Gebäudeplanung als auch die Gestaltung der Außenanlagen. Ziel war es, einen Entwurf zu finden, der nicht nur hohe städtebauliche und gestalterische Ansprüche an moderne Verwaltungsflächen, sondern auch höchste energetische Ansprüche erfüllt. Das Gebäude soll möglichst nah an ein Plusenergiehaus heranreichen. Ein besonderer Fokus wird auf Aspekte der Nachhaltigkeit gelegt: Der Neubau für das Bundesumweltministerium soll die Anforderungen an den Gold-Standard des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen (BNB) erfüllen. Darüber hinaus ist das Gebäude nach dem sogenannten Lowtech-Prinzip zu planen: Wartungsarmen baulichen Lösungen ist gegenüber technischen Lösungen der Vorzug zu geben. Mit diesen Qualitäten soll es ein vorbildliches Projekt des Bundes werden.

Für den BMU-Verwaltungsneubau sind rund 29.600 Quadratmeter Nutzfläche für Büros, Kantine, Konferenzzentrum und ein Medien- und Informationszentrum für das BMU sowie für weitere Bundesministerien und das Abgeordnetenhaus von Berlin vorgesehen. Punktuell wird der Neubau an das 1916 errichtete, 2011 sanierte und ergänzte denkmalgeschützte Bestandsgebäude des BMU in der Stresemannstraße anschließen, um eine direkte Wegeverbindung zu ermöglichen.

Zwei erste Preise

In den beiden mit den 1. Preisen bedachten Entwürfen, die sich auf zwei verschiedene Weisen der Aufgabenstellung näherten, sahen die Mitglieder des Preisgerichts die stärksten Potenziale, die komplexen qualitativen und quantitativen Anforderungen der Wettbewerbsaufgabe an dem anspruchsvollen innerstädtischen Standort zu erfüllen. Sie lassen mit unterschiedlichen Ansätzen überzeugende gestalterische Lösungen für die städtebauliche Verdichtung und die Unterbringung des BMU erwarten.

„Die unterschiedlichen Konzepte und die hohe Qualität der eingereichten Entwürfe haben dem Preisgericht die Entscheidung nicht leicht gemacht“, so die Juryvorsitzende Professor Anett-Maud Joppien. „Die Entwürfe von JSWD Architekten und C. F. Møller Architects wurden nach intensiver Diskussion mit jeweils einem ersten Preis ausgezeichnet. Der Beitrag von JSWD Architekten überzeugte durch seine städtebaulich intelligente Setzung sowie tiefe Durcharbeitung der Nachhaltigkeitsaspekte. Der Entwurf von C. F. Møller Architects beeindruckte durch ein starkes Bild für das Ministerium und die Potentiale für interessante Raumkonfigurationen für zukünftiges Arbeiten durch eine lockere Gliederung der Baumassen mit Außenbezügen.“

Höchste energetische Ansprüche

Der von JSWD Architekten eingereichte Entwurf für das BMU unterstützt zum einen durch gezielten Einsatz thermisch speicherfähiger Bauteilmassen aus Recyclingbeton die angestrebte Lowtech-Strategie. Zum anderen werden durch die hohe thermische Qualität der Gebäudehülle sowie den großflächigen Einsatz von Photovoltaik der Umweltfußabdruck und der benötigte Ressourceneinsatz reduziert.

Der Entwurf von C. F. Møller Architects verfolgt gezielt den Ersatz von energieintensiven Baustoffen durch nachwachsende Rohstoffe. Das Material Holz für Tragwerk und Gebäudehülle sowie fassadenintegrierte Photovoltaik stehen dabei für eine nachhaltige und zukunftsfähige Architektur.

Damit auch die hohen Ansprüche an die Nachhaltigkeit in angemessener Form vertieft werden können, hat das Preisgericht dem Auslober empfohlen, beide Preisträger mit der Überarbeitung ihrer Entwürfe für das BMU zu beauftragen. Die Ergebnisse werden im Rahmen des folgenden Verhandlungsverfahrens abschließend beurteilt mit dem Ziel, einen der beiden Preisträger mit dem Erweiterungsbau zu beauftragen.

Dritter Preis und Anerkennungen

Den dritten Preis sprach die Jury dem Berliner Architekturbüro Max Dudler, Berlin mit TOPOS Stadtplanung Landschaftsplanung Stadtforschung, Berlin, zu.

Mit Anerkennungen wurden die Entwürfe von …

ausgezeichnet.

Der Wettbewerb wurde als nichtoffener, interdisziplinärer einphasiger anonymer Planungswettbewerb für Architekten und Landschaftsarchiteken durchgeführt.

Die Ausstellung aller Wettbewerbsarbeiten wird im Januar 2020 im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Straße des 17. Juni 112, 10623 Berlin, eröffnet.

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