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Herausragende Ziegel-Architektur beim Brick Award 20 prämiert

Sechs Gewinner
Herausragende Ziegel-Architektur beim Brick Award 20 prämiert

Die Gewinner des Brick Award 20 stehen fest: Aus 50 nominierten Projekten hat die Jury die sechs diesjährigen Preisträger ausgewählt. Der Brick Award prämiert herausragende Ziegel-Architektur, die sich durch architektonische Ausdrucksstärke sowie einen hohen Innovationsgrad auszeichnet.

Architektur muss sich ständig neu erfinden und mit neuen Formen, Materialien und Nutzungskonzepten arbeiten. Neben ästhetischen Ansprüchen sind strenge technische Vorschriften und immer höhere Qualitätsanforderungen zu erfüllen. Themen wie energieeffizientes Bauen und Rezyklierbarkeit spielen eine große Rolle, gleichzeitig ist das Thema „bezahlbares Wohnen“ ein wichtiger Aspekt.

„Der Brick Award bietet Architekten aus aller Welt die Möglichkeit, ihre jüngsten kreativen Projekte im Bereich der innovativen Ziegel-Architektur zu präsentieren“, sagt Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG. „Er soll Architekten und interessierte Laien gleichermaßen inspirieren, Designkonzepte zu teilen und neue Formen des Bauens zu erforschen.“

2020 vergibt Wienerberger den international renommierten Preis zum neunten Mal. Dieses Jahr wurde eine Rekordzahl von 644 Projekten aus 55 Ländern von 520 Architekten eingereicht.

Wienerberger Brick Award: 50 Projekte in der engeren Auswahl

Kategorien

Preise wurden in den folgenden Kategorien vergeben:

  • Feeling at home (11 Nominierungen),
  • Living together (10 Nominierungen),
  • Working together (9 Nominierungen),
  • Sharing public spaces (11 Nominierungen) und
  • Building outside the box (9 Nominierungen).

Der Preis ist mit einem Preisgeld von insgesamt 29.500 Euro für fünf Kategorien ausgestattet, einschließlich eines „Grand Prize“ und eines „Special Prize“ .

Die Gewinner

Schlesische Universität in Kattowitz mit Ziegel-Fassade
Gewinner Grand Prize & Kategorie “Sharing public spaces”: Schlesische Universität, Institut für Radio und Fernsehen, in Kattowitz. Bild: Adrià Goula

Einem Projekt wurde dieses Jahr der „Grand Prize“ verliehen. Dieser erging an das Projekt Schlesische Universität, Institut für Radio und Fernsehen von BAAS arquitectura (Spanien), Grupa 5 architekti (Polen) und Małeccy biuro projektowe (Polen).

Dieses Projekt ist auch der Gewinner der Kategorie “Sharing public spaces”. Ein radikaler und dennoch subtiler Ansatz überhöht das bestehende historische Gefüge einer Straße in Kattowitz. Ein dunkel schattiertes, offenes Gitterwerk aus Ziegeln umhüllt ein bescheidenes Mehrfamilienhaus in Form einer größeren, abstrakten Struktur.

Das Haus, in dem auch eine Werkstatt zur Erzeugung von Glühbirnen untergebracht war, wurde früher von Arbeitern aus dem Kohlenbergwerk bewohnt und stand vor dem Abbruch. Der eindrucksvolle, konzeptionell außergewöhnliche Entwurf dreier europäischer Architekturbüros zeichnet sich insbesondere durch den Gedanken der Wiederverwendung und eine akzentuierte kontextuelle Sensitivität aus – und unterstreicht die einzigartige Atmosphäre der unmittelbaren Umgebung.


Prototype Village House in Ruanda in Ziegel-Bauweise
Gewinner Kategorie „Living Together“: Prototype Village House. Bild: Rafi Segal

Das Gewinnerprojekt in der Kategorie “Living together” ist das Prototype Village House von Rafi Segal, MIT Rwanda Workshop Team (US) in Zusammenarbeit mit Rwanda Housing Authority (Ruanda).

Das nachhaltige Haus wurde als Prototyp für leistbaren Wohnraum entworfen: ein Modell moderner und effizienter Architektur, zugeschnitten auf die lokalen Bedürfnisse in Ruanda. Das Prototype Village House repräsentiert eine Typologie des Wohnens. Die Häuser können als Doppelhäuser ausgelegt und in vielfältigen urbanen Mustern gestaltet werden.


Wohnhaus Iturbide Studio in Mexiko
Gewinner Kategorie „“Feeling at home”: Iturbide Studio. Bild: Rafael Gamo

Das Iturbide Studio des Taller Mauricio Rocha und Gabriela Carillo, Mexiko, ist Gewinner der Kategorie “Feeling at home”: ein kleiner, von Wänden umgebener Raum, der sich vom Eingang bis zum Dach, harmonisch schwebend, zwischen den Höfen an beiden Enden erstreckt.

Die Häuser im Barrio Niño Jesús in Mexico City haben meist nur ein oder zwei Stockwerke. Im dreistöckigen Iturbide Studio manifestieren sich die verschiedenen Räume mit hoher Intensität, indem sie die Straße und das Erdgeschoss mit der Skyline der Stadt verbinden, wo sich die vielfältige und lebendige Dachlandschaft der Gebäude mit den Baumkronen zu einem Ganzen vereint.


Wohnhaus azs Ziegeln in Spanien
Gewinner Special Prize Kategorie “Feeling at home”: Can Jaime I n ́Isabelle. Bild: TEd’Aarquitectes

In derselben Kategorie wurde dem Projekt Can Jaime i n ́Isabelle by TEd ́A arquitectes in Spanien der Special Prize verliehen:  ein Haus an einem abgeschiedenen Ort, wo die Beziehung zwischen den verschiedenen Räumen durch das mediterrane Klima und die traditionelle architektonische Sprache bestimmt wird und die intelligente Nutzung der vier Innenhöfe besonders hervorsticht.

Der Wert des Ziegels als natürliche Ressource verstärkt sich im Laufe der Zeit, da das Gebäude ein angenehmes Mikroklima entwickelt und zu einer bewohnbaren Oase für alle Jahreszeiten wird.


Stadtarchiv Delft
Gewinner Kategorie “Working together”: Stadtarchiv Delft. Bild: TEd’Aarquitectes

In der Kategorie “Working together” entschied sich die Jury für das Stadtarchiv Delft in den Niederlanden von Office Winhow (Niederlande) und Gottlieb Paludan Architects (Dänemark) als Kategoriegewinner.

Die Jury beurteilte das Projekt als konzeptionell klar und präzise. Das offene Erdgeschoss entspricht der Rolle des Archivs als öffentliches Gebäude, als ein Ort, an dem die Geschichte der Stadt erforscht und dargestellt werden kann. Dagegen umschließen die geschlossenen Fassaden der oberen Stockwerke die im Archiv bewahrten Werke.


Maya-Somaiya-Bibliothek in Indien
Gewinner Kategorie “Building outside the box”: Maya-Somaiya-Bibliothek. Bild: Edmund Sumner

Die Maya-Somaiya-Bibliothek von Sameep Padora & Associates befindet sich in Indien. Die Jury kürte dieses Projekt zum Gewinner der Kategorie “Building outside the box”, da dieses in seinem innovativen Charakter genau dem Geist dieses Preises entspricht.

Hier wurden Ziegel auf unkonventionelle Art zur Gestaltung des Dachs als schwebende Landschaft und Spielplatz einer Schule bei gleichzeitiger Betonung der Bibliotheksfunktion eingesetzt. Inspiriert durch alte Ziegel-Gewölbe in verschiedensten Teilen der Welt und geplant mittels hochentwickelter Computersoftware, ist dieses Projekt ein herausragendes Beispiel eines modernen Ziegelbaus.

www.brickaward.com


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